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Das künstliche Hüftgelenk

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Es stehen 100 unterschiedliche Endoprothesen im Bereich der Teil- oder Total-Endoprothesen zur Verfügung

Die Gelenke des Menschen unterliegen natürlichen und umweltbedingten Verschleißerscheinungen. Diese treten hierbei sehr häufig am Hüftgelenk auf, was medizinisch als Coxathrose tituliert wird und vielfach das Einsetzen eines neuen und somit künstlichen Hüftgelenks erforderlich werden lässt.

Das künstliche Hüftgelenk
Das künstliche Hüftgelenk
Treten an dem Hüftgelenk Verschleißerscheinungen auf, findet sich die Ursache zumeist als Folge des natürlichen Alterungsprozesses. Zudem können frühzeitige Abnutzungserscheinungen des Hüftgelenks auch durch Unfälle, Wachstumserkrankungen oder Stoffwechselstörungen entstehen und zu einer Vielzahl an körperlichen und seelischen Beschwerden führen, die in der Regel auch eine deutliche Minderung der Lebensqualität in sich bergen. Begleitet wird eine Coxathrose durch einen Muskelaufbau, schmerzhafte Bewegungseinschränkungen und sehr häufig auch eine Schwermut.

Vor einem operativen Eingriff und somit dem Austausch des natürlichen Hüftgelenks gegen ein künstliches, werden zumeist Behandlungsmaßnahmen aus dem nichtoperativen Bereich durchgeführt. Diese beinhalten orthopädische Hilfsmittel, eine ausgewogene Ernährung, gezielte und spezielle Übungsprogramme, Bestrahlungstherapien und Medikamente. Heilbar wird durch diese Maßnahmen eine erkrankte Hüfte nicht, denn ein Verschleiß ist nicht rückgängig zu machen, allerdings bewirken diese Behandlungen oft eine deutliche Linderung der Beschwerden. Zeigen diese jedoch keinen Erfolg, wird bei einer sehr großen Beeinträchtigung des Patienten eine Operation notwendig.

Das Einsetzen einer Hüftprothese bedingt neben dem eigentlichen Eingriff eine anschließende Reha-Maßnahme, die sowohl stationär als auch ambulant zum Tragen kommt. Jährlich durchlaufen etwa 200.000 Betroffene diesen medizinischen Weg bei einer Coxathrose, wobei ergänzend circa 14.000 Operationen durchgeführt werden, die einen Austausch einer bereits vorhandenen Hüftprothese in sich beinhalten. Hinsichtlich der Operationstechniken gibt es ebenso viele Möglichkeiten als bei der Wahl einer geeigneten Prothese selbst, da etwa 100 unterschiedliche Endoprothesen im Bereich der Teil- oder Total-Endoprothesen zur Verfügung stehen.

Ob ein künstliches Hüftgelenk für einen selbst in Frage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab, die in der Entscheidungsfindung den gesundheitlichen Zustand und den Knochenzustand ebenso umfassen als auch das Alter des Patienten. Bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Hüftbereich sollte man nicht allzu lange mit einem Besuch bei seinem Orthopäden warten, denn neben Haltungsschäden kann es zusätzlich zu weiteren bleibenden Schädigungen im Gelenkapparat kommen.
Letzte Aktualisierung am 23.12.2009.
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