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Laktoseintoleranz: Wenn der Milchverzehr Bauchweh und Durchfall verursacht

Blähungen, Bauchkrämpfe oder Durchfälle könnten auf eine Milchunverträglichkeit hindeuten

12.11.2009 - Die Kuhmilch gilt als eines der für den Menschen wertvollsten Lebensmittel und stellt die Grundlage von vielen gesunden und wohl schmeckenden Nahrungsmitteln dar. Ob Käse, Joghurt oder Quark, ohne Milch, die allein in Deutschland von über 110.000 Milchbauern täglich an die Molkereien geliefert wird, wären all diese Lebensmittel nicht erhältlich. Der feine bis kräftige Milchgeschmack macht den Genuss perfekt und wird durch die darin befindlichen Vitamine E, A, K und B, sowie Eiweiß und weitere wichtige Vitalstoffe zu einer gesunden Angelegenheit. Allerdings reagieren viele Menschen auf den in der Milch enthaltene Milchzucker und das mit äußerst unangenehmen Beschwerden.

Solch eine körperliche Reaktion im Verdauungssystem nach dem Genuss von Milch und deren Produkten, wird als Laktoseintoleranz bezeichnet und betrifft auch in Deutschland immer mehr Menschen. Blähungen, Bauchkrämpfe oder Durchfälle zeigen solch eine Unverträglichkeit an und erschweren es dem Betroffenen einfach frei nach derartigen Nahrungsmitteln zu greifen. Wissenschaftler fanden zu dieser Laktoseintoleranz heraus, dass ein fehlendes Enzym für solch eine Intoleranz verantwortlich ist. Diese Enzym trägt den Namen Laktase und ist eine Art Grundausstattung bei der Geburt eines Säuglings. Benötigt wird dieses Enzym, um den Milchzucker in der Muttermilch aller Säugetiere in Glukose und Galaktose aufspalten zu können, die schlussendlich leichter zu verdauen sind. Je älter nun der Mensch wird, umso verringert sich das Vorhandensein der Laktase, was bei etwa 75% aller Menschen weltweit geschieht. Folglich kommt es zu einer körperlichen Reaktion, die aus der bekömmlichen Milch ein unverträgliches Nahrungsmittel werden lässt. Neueste Erkenntnisse zeigen einen Hinweis auf das Chromosom 2q21, dass sich durch Veränderungen aufzeigt und somit vermutlich an der Entstehung der Laktoseintoleranz mit verantwortlich ist.

Eine Therapie im herkömmlichen Sinne gibt es bei einer Milchzuckerunverträglichkeit noch nicht, allerdings kann man mit einer geschickten Auswahl der Nahrungsmittel die Symptome der Intoleranz gut in Schach halten. Aufgrund der ständigen Zunahme der Betroffenen, gibt es bereits seit vier Jahren auf vielen Lebensmitteln den Hinweis der Laktosefreiheit und die Produkte in diesem Bereich werden fast täglich durch weitere ergänzt. Zudem kann man zumeist kleine Mengen an Milchzucker zu sich nehmen, ohne dass es zu größeren Beschwerden kommt. Austesten ist hierbei eine gute Vorgehensweise, die besonders auch für betroffene Kinder wichtig ist, die das Eiweiß und das Kalzium für ihren Wachstum benötigen.

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Letzte Aktualisierung am 09.12.2009.

Laktoseintoleranz

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