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Hirn-Schrittmacher: Neue Behandlungsmethode soll nun auch Schwerst-Depressiven helfen

Gesundheitlicher Fortschritt für Menschen mit Depressionen

10.11.2009 - In Kürze werden die Ergebnisse einer höchst interessanten Studie in der Zeitschrift „Biological Psychiatry" veröffentlicht, die sich mit dem Thema Schwerst-Depressive und einem Hirn-Schrittmacher beschäftigt hat. Im Rahmen dieser Studie mit zehn schwerst-depressiven Probanden, lag die Fokussierung auf der Behandlungsmethode einen Hirn-Schrittmacher in den Nucleus accumbens einzusetzen und dessen Wirkung auf die mit schwersten Depressionen behafteten Menschen zu verfolgen.

Das Hirnzentrum Nucleus accumbens gilt als dasjenige, das auch das menschliche Belohnungszentrum in sich beherbergen soll und vermutlich gerade auch bei schweren Depressionen mit in der Erkrankung involviert ist. Die an der Studie teilnehmenden Patienten sprachen allesamt weder auf Medikamente noch andere (Psycho-) Therapien an und zeigten erstaunlicherweise schon nach relativ kurzer Zeit mit dem Hirn-Stimulator eine Verbesserung ihres Zustandes.

Die Therapie selbst bestand aus dem Einsetzen eines kleinen elektrischen Schrittmachers in der bereits erwähnten Gehirnregion. Während der Hirn-Schrittmacher Impulse abgibt, konnten bislang bei den Probanden kaum Nebenwirkungen, jedoch deutliche gesundheitliche Fortschritte beobachtet werden. Selbst nach einem Jahr des Tragens dieses Schrittmachers, konnten die Ärzte keine Gewöhnung bei den Betroffenen feststellen, was bedeutet, dass auch nach den ersten zwölf Monaten die Depression sich als wesentlich gebessert aufzeigte.

Noch dämpfen die Wissenschaftler der Bonner Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie allzu euphorische Gedanken, denn die bisher zehn mit dem Hirn-Stimulator behandelten Patienten sind noch nicht ausreichend, um großflächige Ergebnisse aufzeigen zu können. Allerdings ist diese Studie nun durchaus ein Hoffnungsträger, wenn auch nicht ganz ethisch unbedenklich, für alle die Menschen, die aufgrund einer tiefen und anhaltenden Depression von jeglichen gesellschaftlichen Aktivitäten ausgeschlossen sind.

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Letzte Aktualisierung am 09.12.2009.

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