26.10.2009 - Die Einnahme von Antibabypillen ist eine der beliebtesten Verhütungsmethoden. Sie gelten als sicher, bequem und können selbst durch eine durchgängige Einnahme den Zyklus derart beeinflussen, dass auf Wunsch die Periode ausbleibt, so etwa, wenn man in den Urlaub fahren möchte. Nebenwirkungen der Pille sind in den meisten Fällen nicht weiter tragisch, allerdings gilt das wohl nicht für die neuen Generationen der Antibabypillen, die seit dem Jahr 2000 auf dem Markt sind. Der Grund: Sie können das Risiko eine Thrombose zu bekommen erhöhen.
Verantwortlich für dieses Risiko sind die enthaltenen Wirkstoffe Drospirenon (vierte Generation) und Desogestrel der sogenannten dritten Pillengeneration. Beide Wirkstoffe erhöhen die Gefahr eine Thrombose zu bekommen, was sich bei sieben Frauen in den letzten Jahren wohl tatsächlich eingestellt und ihnen aufgrund einer Lungenembolie oder deren Folgen den Tod gebracht hat. Experten sehen in der dritten und vierten Generation der Antibabypille somit ein weitaus höhere Risiko als es bei den Vorgängerpräparaten der Fall ist oder war.
Den neuesten Erkenntnissen aus unterschiedlichen Studien zufolge, erhöht Drospirenon die Blutgerinnselbildung um ein Fünffaches, wobei auch eine Studie das Ergebnis erbrachte, dass das Risiko doppelt so hoch sei. Trotz allem wird derzeit durch die deutsche Aufsichtsbehörde geprüft, ob und in welcher Form die Patientinnen über den Beipackzettel eine entsprechende Risikoaufklärung benötigen.
Letzte Aktualisierung am 09.12.2009.