Kinder bis zu vier Jahren hingegen verhalten sich wie kleine Egoisten und denken bei der Verteilung von Süßigkeiten in erster Linie nur an sich selbst.
Bei einem spielerischen Experiment an der Züricher Universität wurden 229 Kinder (3-8 Jahre alt) getestet. Als Einsatz galt es für die Kinder die heißt geliebten Süßigkeiten einzubringen. Jeweils eines der Kinder musste sich entscheiden: Teilen oder auch nicht.
Bestätigende Ergebnisse: die Kleinsten behielten alles für sich, bei den 5-6 jährigen waren die Kinder schon großzügiger im Abgeben, und bei den bis 8jährigen teilten immerhin etwa die Hälfte der Kinder ihre Schokolinsen und Co.
Ungleiches Behandeln sei, laut der Wissenschaftler, eine angeborene Verhaltensweise, die bis zu den Jäger- und Sammlerzeiten zurück geht, wobei seit langem auch besonders die Kindergärten und später auch die Schulen einen großen Anteil an der Vermittlung nach Gerechtigkeit und Gleichbehandlung haben.
Dieser Wunsch unterscheide den Menschen somit von der Tierwelt. Die meisten Tiere teilen ihr Futter nicht mit anderen, wobei allerdings die Kapuzineräffchen ein verblüffendes ähnliches Verhalten zeigen wie bei uns Menschen: Haben sie die Wahl "teilen oder nicht" entscheiden sie sich in den meisten Fällen für die soziale Variante, sprich teilen ist angesagt.
Mag der Gerechtigkeitssinn auch zu einem großen Teil genetisch veranlagt sein, gilt es trotzdem den Kindern in Sachen Teilen und Gleichbehandlung ein Vorbild zu sein.