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Spurenelemente

Lesezeit: 2 Min.

Informationen zu Spurenelementen 

Spurenelemente im menschlichen Organismus

Bei dem Begriff Spurenelemente (= Mikroelemente) handelt es sich um chemische Stoffe von denen der menschliche Organismus kleine Mengen so genannte Spuren (weniger als 50mg pro Tag) für den Erhalt von lebenswichtigen Stoffwechsel- Funktionen benötigt. Sie den das Pendant zu den  Makroelementen oder auch Mengenelemente genannt.

Die Spurenelemente sind meist Co-Faktoren von Proteinen besonders von Enzymen. Mengenmäßig besonders wichtig sind die Eisenproteine Hämoglobin, Myoglobin und die Cytochrome sowie mehr als 300 verschiedene Zinkproteine. Meist sind Spurenelemente wichtige Bestandteile von Enzymen und Vitaminen sowie Hormonen oder sie wirken wie Co-Enzyme katalysierend bei bestimmten Stoffwechselvorgängen. Man unterscheidet zwischen den Spurenelementen, die aktiv (Eisen, Zink, Kupfer und Mangan) aufgenommen werden durch Transportmechanismen und den passiv aufgenommenen gebunden an Eiweiße oder andere organische Moleküle

Anerkannte essentielle Spurenelemente sind:

Chrom, Fluor, Eisen, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink

Quellen für Spurenelemente

  • Chrom findet man in Bierhefe, Bier, Eier, Käse, Kalbsleber, Geflügelfleisch, Kartoffeln, Linsen
  • Fluor findet man in Trinkwasser, Mineralwasser, Speisesalz, Hühnerfleisch, Sardinen
  • Eisen findet man in Eier, Fische, Leber, Geflügel, Chicoree, grünes Gemüse, rote Beete, Linsen, Sojabohnen, Körnern
  • Jod findet man in Salzwasserfischen und Meeresfrüchten, Spargel, Pilze, Knoblauch, Spinat, Sojabohnen, Birnen, Aprikosen
  • Kupfer findet man in Avocados, Brokkoli, Knoblauch, Pilze, Nüsse, Orangen, Radieschen, tief grünen Gemüse, Obst
  • Mangan findet man in Körnern, Avocados, Nüssen, Algenextrakte
  • Molybdän findet man in frischem Obst, Gemüse, Bananen, Hülsenfrüchten, Körner, Eier, Fleisch, Milchprodukte
  • Selen findet man in Früchten, Gemüse, Kräutern, ungeschälter Reis, Sojabohnen, Brokkoli, Zwiebeln
  • Zink findet man in Bierhefe, Eigelb, Fisch, Lamm, Gemüse, Leber, Muscheln, Austern, Geflügel, Sardinen, Sojabohnen, Cayennpfeffer

Weitere Spurenelemente, deren Bedeutung für den Stoffwechsel allerdings sehr gegensätzlich diskutiert wird sind Bor, Germanium, Silizium, Nickel, Kobalt und Vanadium. Bor reguliert beispielsweise den Kalzium-, Phosphat und Magnesiumstoffwechsel, Germanium hat Auswirkungen auf die Sauerstoffaufnahme der Zellen und wirkt bei Entgiftungsarbeiten der Leberenzyme mit, Silizium wirkt spielt eine Rolle bei der Kollagenbildung der Knochen und Nägel sowie des Bindegewebes,  Nickel wieder rum spielt medizinisch eine eher untergeordnete Rolle, Kobalt befindet sich vor allem im Knochenmark und in der Leber, Vanadium zählt zwar zu den Spurenelementen spielt aber derzeit weder vorbeugend noch therapeutisch eine Rolle. Für alle genannten  weiteren Spurenelemente  gibt es von der DGE keine Zufuhrempfehlung. Dennoch möchten wir Ihnen pflanzliche als auch tierische Quellen für die genannten Spurenelemente nennen:

  • Bor findet man in Äpfeln, Karotten, Grapefruits, Gemüseblättern, Nüssen aller Art
  • Germanium findet man in sämtlichen Kaltwasserfischen bsp. Makrelen, Rotbarsch oder Seelachs, Brokkoli, Knoblauch, Sellerie, Zwiebeln, Rhabarber, Sauerkraut
  • Silizium findet man in Sojabohnen, alle grünen Gemüsesorten, Rosinen, grünem Pfeffer, brauner Wildreis
  • Nickel findet man in Haferflocken, Backwaren, Salate, Bohnen, Erbsen, Linsen, ungeschälter Reis
  • Kobalt findet man in allen B12-reichen Nahrungsmitteln wie Kalbsleber, Nieren, Miesmuscheln, Eier, Lachs, Dorsch und andere Kaltwasserfische
  • Vanadium findet man in Pflanzenölen, Rotalgen und Kieselalgen

Mangel an Spurenelementen

Ursachen für eine Unterversorgung können verschieden sein. Meist handelt es sich das vermehrte Ausscheiden durch Schwitzen bei Sportlern oder bei Durchfallerkrankungen aber auch Resorptionsstörungen. Auch eine einseitige Ernährung kann Grund für eine Unterversorgung sein.

Das Fehlen von essentiellen Spurenelementen im menschlichen Organismus aber auch bei Pflanzen und Tieren ruft schwere physiologische Schäden hervor. Eine der bekanntesten Mangelerscheinungen ist Anämie bei Eisenmangel oder Stoffwechselstörungen bei Jodmangel.

Vorsicht ist geboten bei Überdosierung. Eine erhöhte Dosis kann zur Vergiftung führen, da einige Mikroelemente hoch giftig sind (z.B. Selen).

Letzte Aktualisierung am 19.10.2015.
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