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Welche Kosten entstehen bei einer Wurzelspitzenresektion?

Lesezeit: 2 Min.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur die Basisbehandlung

Eine Wurzelspitzenresektion ist eine Standardoperation, die dem Zahnerhalt dient. Dazu wird die Wurzelspitze operativ entfernt. Voraussetzung für die Durchführung ist, dass der Zahnarzt den Zahn als erhaltungswürdig einstuft. Das heißt, der Zahn sollte nach Möglichkeit noch viele Jahre im Mund des Patienten gute Dienste tun. Ist durch eine chronische Entzündung der Kieferknochen bereits zerstört und hat der Zahn keinen richtigen Halt mehr, kann die Entfernung (Zahnextration) mit anschließendem Zahnersatz die bessere Lösung sein.

Behandlungsplan erstellen lassen

Als Grundlage für die Krankenkasse dient ein Kostenplan, den der Zahnarzt gemeinsam mit dem Patienten erstellen sollte. Darin werden die einzelnen notwendigen Behandlungsschritte erläutert. Meist werden die Kosten für eine Wurzelspitzenresektion nur übernommen, wenn es sich um Front-oder Seitenzähne handelt. Bei den Backenzähnen wird sehr genau unterschieden: Wenn durch das Ziehen des Zahnes die Zahnreihe nach hinten einseitig um einen Zahn verkürzt würde, stehen die Chancen für eine Kostenübernahme gut. Die Zahnreihe muss allerdings noch vollständig geschlossen sein und darf keine Lücken aufweisen. Wenn bereits vorhandener Zahnersatz bei einen Verlust des Zahnes gefährdet wäre, wird die Wurzelspitzenresektion meist auch für den Backenzahnbereich übernommen. Es lohnt sich in jedem Fall, bei der Krankenkasse nach den Details zu fragen.

Basisbehandlung oft nicht ausreichend

Werden die Kosten für eine Zahnwurzelresektion übernommen, handelt es sich um eine Basisbehandlung. Diese sieht lediglich vor, dass die Zahnwurzel abgetrennt wird. Nicht mit in dieser Basisbehandlung inbegriffen ist, dass der Wurzelkanal anschließend wieder dicht verschlossen wird. Damit sinken die Erfolgschancen der Wurzelspitzenresektion von etwa 80 Prozent um die Hälfte: Die Prognose, dass der Zahn durch die Basisbehandlung zu retten ist, liegen bei 40 Prozent.

Zahnersatz ist teurer

Eine Wurzelspitzenresektion sollte unter dem Operationsmikroskop durchgeführt werden. Bei der Behandlung unter dem Mikroskop handelt es sich um eine Leistung, die gesetzliche Krankenkassen nicht übernehmen. Die Kosten dafür bewegen sich für den Patienten, je nach Lage des Zahns, zwischen 350 und 600 Euro. Wünscht der Patient eine Vollnarkose, kommen rund 100 Euro hinzu. Dies ist jedoch immer noch eine verhältnismäßig preiswerte Alternative zum Zahnersatz. Ein Implantat kann, abhängig vom Material, schnell mit 2000 bis 3000 Euro zu Buche schlagen. Die durch die Extraktion entstandene Lücke sollte auf jeden Fall geschlossen werden, um die Stabilität der anderen Zähne und die Statik des Gebisses nicht zu gefährden.



U. Kohaupt Ursula Kohaupt
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 14.09.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Wurzelbehandlung Zahn

 
sagt Pechmarie   vor > 5 Jahre  5747

Hallo, wie geht es dir nach über 1 Jahr ? Habe das gleiche Problem. Im März 2012 WSR am Seitenzahn Oberkiefer (Kieferöffnung) ohne vorherige ... mehr

 
sagt hempelmeier   vor > 5 Jahre  3536

Ne also, der Beisser muss schnellstens raus, weil so hat das ganze keinen Wert mehr und macht nur unnötig Probleme!

Hoffe, geholfen zu haben, ... mehr

 
sagt Anabel   vor > 6 Jahre  4863

Hi Nikke,
lass dir den Zahn auf gar keinen Fall ziehen, sondern mach auf jeden Fall noch mal eine WSR. Ich hatte auch schon mehrere WSR gehabt, auch ... mehr

Alle Beiträge anzeigen: MKG (Mund-Kiefer-Gesicht) » Wurzelbehandlung Zahn

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