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Welche Füllung wird nach einer Wurzelbehandlung eingesetzt?

Lesezeit: 1 Min.

Nach einer provisorischen Füllung folgt eine Füllung mit Guttapercha und Zement

Bei einer Wurzelbehandlung wird zunächst der betroffene Zahn aufgebohrt, das entzündete Gewebe entfernt und der Wurzelkanal erweitert und sorgfältig gereinigt. Dann wird der Zahn für die Füllung vorbereitet. In der Regel erfolgt beim ersten Eingriff eine vorläufige Füllung und in einer zweiten Behandlungssitzung das Einbringen des endgültigen Materials.

1. Provisorische Füllung mit medizinischer Einlage

Nur wenn die Entzündung noch nicht weit fortgeschritten war und keine Gefahr besteht, dass sie wiederkehrt, kann sofort die endgültige Füllung eingebracht werden. Normalerweise jedoch bekommt der kranke Zahn zunächst eine antibakterielle Einlage. Dies kann ein Calciumhydroxid-Präparat oder ein Cortison-Antibiotikum sein. Der Zahn wird provisorisch verschlossen, damit das Medikament einige Tage einwirken kann. Gegebenenfalls wird dieser Vorgang wiederholt. Erst wenn der Zahn schmerzfrei ist und die Wurzelkanäle komplett getrocknet sind, kann der Zahn endgültig gefüllt werden. Meist dauert es einige Wochen, bis die zweite Behandlungssitzung folgt.

2. Füllung aus Guttapercha und Dichtzement

Eine Wurzelkanalfüllung muss drei Voraussetzungen erfüllen: Sie muss absolut dicht sein, sie muss auf der Röntgenaufnahme zu sehen sein und sie muss für den Körper optimal verträglich (biokompatibel) sein. Ein wurzelbehandelter Zahn wird mit zwei verschiedenen Materialien gefüllt: Guttapercha und Dichtzement. Guttapercha ist ein kautschukähnliches Material, das der Zahnarzt in den vorbereiteten Wurzelkanal spritzt. Damit es sich gut verteilt und bis in die Wurzelspitze vordringt, wird das Guttapercha erwärmt. Hohlräume im Wurzelkanal müssen vermieden werden, da sich sonst erneut Infektionen bilden können. Mit Dichtzement, einem sogenannten „Sealer“, wird der oberste Teil des Zahnes aufgefüllt und der Zahn verschlossen.

3. Überkronung zur Stabilisierung

Die meisten wurzelbehandelten Zähne werden im Anschluss überkront. Dafür gibt es hauptsächlich zwei gute Gründe. Ein wurzelbehandelter Zahn ist tot und wird nicht mehr mit Blut versorgt. Dies führt mit der Zeit dazu, dass sich der Zahn bräunlich-grau verfärbt und damit deutlich aus der Zahnreihe heraussticht. Eine Krone gleicht diesen Farbunterschied aus. Ein zweiter Grund besteht darin, dass ein wurzelbehandelter Zahn aufgrund der fehlenden Durchblutung schneller brüchig wird. Auch hier liefert die künstliche Zahnkrone die erforderliche Stabilität.



U. Kohaupt Ursula Kohaupt
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 12.09.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Wurzelbehandlung Zahn

 
sagt Pechmarie   vor > 5 Jahre  5803

Hallo, wie geht es dir nach über 1 Jahr ? Habe das gleiche Problem. Im März 2012 WSR am Seitenzahn Oberkiefer (Kieferöffnung) ohne vorherige ... mehr

 
sagt hempelmeier   vor > 5 Jahre  3567

Ne also, der Beisser muss schnellstens raus, weil so hat das ganze keinen Wert mehr und macht nur unnötig Probleme!

Hoffe, geholfen zu haben, ... mehr

 
sagt Anabel   vor > 6 Jahre  4924

Hi Nikke,
lass dir den Zahn auf gar keinen Fall ziehen, sondern mach auf jeden Fall noch mal eine WSR. Ich hatte auch schon mehrere WSR gehabt, auch ... mehr

Alle Beiträge anzeigen: MKG (Mund-Kiefer-Gesicht) » Wurzelbehandlung Zahn

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