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Welche Hausmittel helfen bei einer Kieferhöhlenentzündung?

Lesezeit: 2 Min.

Eine gute Flüssigkeitszufuhr ist wichtig

Bei einer Kieferhöhlenentzündung sollten die Patienten unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Besonders geeignet ist hierfür Wasser und ungesüßter Tee. Durch die zugeführte Flüssigkeit wird verhindert, dass das Sekret zu stark eindickt und schlechter abtransportiert werden kann. Je flüssiger das Sekret ist, desto leichter kann es von der Kieferhöhle in die Nasenhöhle und von dort nach draußen befördert werden. Außerdem führt eine gute Versorgung mit Flüssigkeit dazu, mehr Giftstoffe über die Niere auszuschwemmen und die Infektion von der körpereigenen Abwehr besser zu bekämpen.

Um zusätzlich die Entzündung zu lindern, empfehlen sich Tees aus Kamille, Salbei oder Thymian. Diese können entweder fertig in der Apotheke oder im Geschäft gekauft werden oder selber zubereitet werden. Neben den Präparaten zum Trinken finden sich aber einige weitere wirksame Hausmittel bei Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis).

Hausmittel wie Inhalieren oder Infrarot-Licht helfen

In der Apotheke gibt es schleimlösende Präparate zum Inhalieren. Man kann eine gute Inhalationslösung auch problemlos selber herstellen und zum Beispiel mit Kamillentee, Salbei, Thymian oder Eukalyptusöl inhalieren.

Die Bestrahlung mit einer Infrarot-Lampe kann helfen, die Heilung bei einer Kieferhöhlen-Entzündung zu beschleunigen. Allerdings sollte nur über einen kurzen Zeitraum, ungefähr 10 Minuten bestrahlt werden, da kontinuierliche Wärmezufuhr eine Entzündung eher verschlimmert.

Mit einer Nasendusche wird eine Salzlösung in die Kieferhöhle eingebracht. So können zäher Schleim und festsitzende angetrocknete Reste gelöst und hinaus gespült werden. Viele Patienten, die häufiger unter Nasennebenhöhlen-Entzündungen leiden, erleben durch eine tägliche Durchführung der Nasendusche eine deutliche Verbesserung ihres Gesundheitszustandes. Am Anfang mag die Nasendusche sich unangenehm anfühlen, es tritt aber relativ schnell ein Gewöhnungseffekt ein.

Die abschwellende Wirkung der Aloe vera kann auf unterschiedliche Weise genutzt werden. Zum einen kann Aloe-Vera-Gel auf die Nasenschleimhäute aufgetragen werden. Es wirkt auf die behandelte Stelle abschwellend und wird außerdem noch eingeatmet, so dass es innerhalb der Kieferhöhle wirken kann. Auch von außen auf den Bereich der Kieferhöhle aufgetragen, hat Aloe Vera eine lindernde Wirkung.

Rauchen verschlimmert eine Kieferhöhlen-Entzündung

Bei Rauchern treten Kieferhöhlen-Entzündungen häufiger auf und sind schwerer zu behandeln. Daher ist es sinnvoll, zumindest während der Entzündung das Rauchen zu unterlassen. Wünschenswert wäre es natürlich, komplett mit dem Rauchen aufzuhören.

Hausmittel ersetzen nicht dem Arztbesuch

Auch wenn es bei einer Kieferhöhlen-Entzündung viele wirksame Hausmittel gibt, so sollte bei Infektionen oberhalb der Halses generell ein Arzt aufgesucht werden. Durch die Nähe zum Gehirn und zur Augenhöhle kann eine Kieferhöhlen-Entzündung zu gefährlichen Komplikationen führen. Beim Arzt sollte abgeklärt werden, wie hoch die Gefahr für solche Komplikationen einzuschätzen ist, bevor ausschließlich mit Hausmitteln behandelt wird. Kommt es zu einem Übergreifen der Infektion auf die Augenhöhle oder den Bereich des Gehirns, so handelt es sich um einen akuten Notfall, der eine antibiotische Therapie und häufig auch eine Kieferhöhlenoperation notwendig macht.

Des Weiteren ist es wichtig, die Ursache für die Kieferhöhlen-Entzündung abzuklären. Eine Entzündung, die von der Nase ausgeht, ist anders zu behandeln, als eine Kieferhöhlen-Entzündung deren Ursache im Mundraum liegt. In diesem Fall ist es wichtig, nicht nur die Symptome, sondern vor allem die Ursache der Erkrankung zu bekämpfen.



D. Klimpel Denise Klimpel
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 09.09.2016
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fragt Mokkabohne   vor ~ 1 Jahr  906

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fragt katilein   vor > 2 Jahre  954

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sagt patti55   vor > 2 Jahre  1329

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