Was versteht man unter einer Marathon Vorbereitung? Der Marathonlauf gilt als Königsdisziplin unter den Laufveranstaltungen. Auf insgesamt 42, ...
Was macht einen Marathon eigentlich aus? Ein Marathon ist ein sehr langer Dauerlauf, das ist bekannt. Jedoch wissen die meisten Menschen nicht, wie ...
Der Legende nach wurde 490 v. Chr. ein Bote von dem griechischen Ort Marathon ins 40 km entfernte Athen geschickt, um die Siegesbotschaft zu überbringen. Dieser sagenumwobene Lauf eines Boten gab dem Marathon, dem Langstreckenlauf über 42,195 km, seinen Namen.
Im 18. Jahrhundert wurden die ersten organisierten Langstreckenläufe durchgeführt, jene dienten vor allen Dingen der Unterhaltung der Zuschauer. 1896 fanden die I. Olympischen Sommerspiele in Athen statt und zu den zwölf Disziplinen in der Leichtathletik gehörte der Marathonlauf über 40 km. Allerdings konnten zu diesem Zeitpunkt nur Männer ihre Ausdauerfähigkeit und Willenskraft bei diesem Wettkampf messen.
War der Marathon einst nur Athleten vorbehalten, entwickelte er sich immer mehr zum Breitensport. In fast allen größeren Städten werden heutzutage Citymarathons veranstaltet, sie dienen der körperlichen Fitness, fördern die Freude am Sport und sind bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Der älteste Marathonläufer der Welt ist der Brite Buster Martin, der mit 101 Jahren den London-Marathon im April 2008 bewältigte. Die jüngsten Läufer sind gerade mal 8 Jahre alt.
Bewegung ist gesund, doch der Alltag lässt oftmals zu wenig Spielraum hierfür. Eine Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen, seine Ausdauer zu testen und das nicht allein, ist der Marathon.
Der Langstreckenlauf ist bei entsprechender Vorbereitung - etwa ein Jahr - auch für Personen geeignet, die ansonsten vergleichsweise wenig Sport ausüben. Der Marathon ist eine Herausforderung, welche nur nach vorheriger ärztlicher Untersuchung und nach ausreichendem Training angenommen werden sollte.
Der Arzt kann unter anderem durch ein Belastungs-EKG und durch Prüfung der Gelenke feststellen, inwieweit der Körper dieser sportlichen Leistung gewachsen ist. Nachdem von ärztlicher Seite aus keine Bedenken bestehen, steht dem regelmäßigen Training nichts im Wege.
Anfänger sollten in der Regel ein Jahr und Erfahrene ein halbes Jahr vor dem Marathon mitdem Training beginnen. Eine erste Trainingsmaßnahme ist der Lauf über mehrere Stunden bei mittlerer Geschwindigkeit, dabei sollten pro Woche drei Läufe von 10 bis 16 km absolviert werden. Später kann der Lauf auf 30 km erweitert werden, Teil des Trainingsprogramms sind dann auch schnellere Läufe auf kurzen Strecken. Ziel ist es, die für sich ideale Geschwindigkeit zu finden. Erfahrene Marathonläufer können in ihren Trainingsablauf von Anfang an kurze Strecken mit höherer Geschwindigkeit einbauen.
Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle. Einige Tage vor dem Start sollten vorwiegend Kohlenhydrate, beispielsweise Nudeln, zu sich genommen werden. Aber auch während der Trainingszeit muss die Ernährung gesund und ausgewogen sein.
Das Trainingspensum sollte ungefähr zwei Wochen vor dem Marathon langsam um die Hälfte reduziert werden. Kurz vor dem Lauf sind nur Speisen und Getränke zu empfehlen, die schon vor und während der Trainingszeit verzehrt wurden.
Die meisten Marathons beginnen am Morgen. Rechtzeitiges Aufstehen, lockeres Training an der frischen Luft und ein leichtes Frühstück gehören zu einer optimalen Vorbereitung. Um die Warteschlangen zu umgehen, ist die Abholung der Startunterlagen am Vortag sinnvoll.
Ebenso wichtig ist die Bekleidung des Marathonläufers, sie sollte der Jahreszeit angepasst und nicht neu, sondern bereits im Training getestet worden sein. Eingelaufene Schuhe sind von Vorteil, ausgetreten sollten sie jedoch nicht sein. Strümpfe, die bereits am Vortag getragen wurden, beugen ebenfalls der Blasenbildung vor. Inzwischen werden außerdem vom Handel Stützstrümpfe angeboten, die eine bessere Durchblutung und Leistungssteigerung offerieren. Kurz geschnittene Zehnägel und Heftpflaster an Reibungsstellen sowie das Abkleben der Brustwarzen sind weitere Maßnahmen.
Beim Start lassen sich viele Läufer von der euphorischen Stimmung mitreisen und laufen die ersten Kilometer viel zu schnell. Der Marathon ist aber ein Ausdauersport, hohe körperliche Belastung führt zu einem schnellen Verbrauch der Kohlenhydrate und das kann unter Umständen zum vorzeitigen Ende des Laufes führen.
Ausreichend Trinken nicht vergessen! Tee und Wasser sind ideal. Ferner ist es wichtig, oft und in kleinen Mengen Flüssigkeit zu sich zu nehmen.