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Inwiefern führt eine Schilddrüsenunterfunktion zu niedrigem Blutdruck?

Lesezeit: 2 Min.

Schilddrüse steuert Stoffwechsel

In der Schilddrüse werden wichtige Hormone produziert, die den Stoffwechsel des menschlichen Körpers steuern. Kommt es zu einer Schilddrüsenunterfunktion, laufen die Stoffwechselprozesse nur noch auf Sparflamme ab. Neben äußerlichen Veränderungen kann es zu Funktionsstörungen der unterschiedlichsten Organe, aber auch zu ausgeprägten psychischen Missempfindungen kommen. Ein mögliches Begleitsymptom ist ein niedriger Blutdruck (Hypotonie).

Äußere Anzeichen der Schilddrüsenunterfunktion

Die Unterfunktion der Schilddrüse kann sich in ausgesprochen augenfälligen Veränderungen zeigen. Treten diese äußeren Symptome in Verbindung mit einer Hypotonie auf, bestehen zumindest ernstzunehmende Hinweise auf eine Schilddrüsenunterfunktion.

  • Schwellungen: Bei einer Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose kann es zu starken Schwellungen im Gesichtsbereich kommen. Neben verdickten Lippen kann auch die Zunge vergrößert sein. Schwellungen im Bereich der Augenhöhlen können die Augen nur noch als Schlitze erscheinen lassen.
  • Gewichtszunahme: Betroffene nehmen oft an Körpergewicht zu, ohne dass sie mehr Kalorien zu sich nehmen als vorher.
    - Veränderungen der Haut: Trockene, raue Haut mit teils teigigen Verdickungen kann ebenso auftreten wie gelbliche Verfärbungen, die auf eine vermehrte Einlagerung des Farbstoffs Carotin zurückgehen.
  • Kropfbildung: Durch die krankhafte Vergrößerung der Schilddrüse kann es zur Kropfbildung (Struma) kommen. Zwar wird der Kropf häufig als das charakteristische Merkmal einer Unterfunktion der Schilddrüse angesehen, die Schwellung am Hals muss jedoch nicht zwingend auftreten.
  • Haarausfall: Aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion kann es nicht nur zum Haarausfall kommen, die Haare können auch struppig und glanzlos erscheinen.
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Zyklusstörungen, Potenzstörungen

Schilddrüse verantwortlich für niedrigen Blutdruck

Geht ein Blutniederdruck auf eine Schilddrüsenunterfunktion zurück, ist auch von einer sekundären Hypotonie die Rede. Damit ist die Abhängigkeit des niedrigen Blutdrucks von einer anderen Grunderkrankung, in diesem Fall der Schilddrüsenunterfunktion, gemeint.

Im gleichen Zuge tritt bei vielen Betroffenen eine Verlangsamung des Herzrhythmus auf.

Hormonproduktion hängt von Gehirntätigkeit ab

Maßgeblich für die Hypotonie ist eine zu geringe Produktion der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin. Wird von diesen Hormonen weniger produziert, als der Körper benötigt, kommt es neben anderen Symptomen zu einem Abfall der Leistungsfähigkeit und dem Absinken des Blutdrucks. Gesteuert wird die Hormonproduktion vom Gehirn. Das Gehirn schüttet seinerseits die Hormone Thyreotropin und Thyreoliberin aus, die für die Hormonproduktion in der Schilddrüse verantwortlich sind. Die Mengenverhältnisse dieser Hormone zueinander stehen in einem empfindlichen Gleichgewicht. Wird ihr ausgewogenes Verhältnis gestört, kann es zur Schilddrüsenunterfunktion und als Begleitsymptom zu einer Hypotonie kommen.

Eine Behandlung ist möglich

Um den niedrigen Blutdruck erfolgreich zu behandeln, muss die Schilddrüsenunterfunktion behandelt werden. Dazu wird dem Körper Levothyroxin (L-Thyroxin) zugeführt, das dem körpereigenen Thyroxin entspricht. Auf diese Weise können die Hormonwerte in einen normalen Bereich verschoben werden. Die begleitenden Symptome der Schilddrüsenunterfunktion, also auch die Hypotonie, verschwinden unter der Therapie in der Regel vollständig. Die Behandlung kann vorübergehend oder dauerhaft fortgesetzt werden.



Dr. A. Sackmann Dr. Andreas Sackmann
Gesundheitsredakteur

verfasst am 01.08.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Niedriger Blutdruck

 
sagt Flitzepiepe   vor > 5 Jahre  5323

Längere Zeit oder wiederholt unter 100 -> Ab zum Arzt!!

 
niedriger blutdruck   1 Antworten   Letzte Antwort
sagt BessaWissa   vor > 7 Jahre  1877

is doch normal

 
Niedriger Blutdruck   1 Antworten   Letzte Antwort
sagt RS----   vor > 8 Jahre  2667

Hallo,

auf alle Fälle ist ein Arztbesuch und damit verbunden eine 24h-Blutdurckmessung anzuraten.
In der Apotheke gibt es zudem frei ... mehr

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