Die Leberbiopsie ist die Gewinnung einer Gewebeprobe der Leber. In der Regel wird die Entnahme mittels einer speziellen Nadel über die Haut vorgenommen. Nach der Biopsie wird das Gewebe in ein Labor weitergeschickt, wo eine feingewebliche Untersuchung (Histologie) stattfindet. Mit der Untersuchung ist die Diagnose, Beurteilung und Verlaufskontrolle vieler Erkrankungen der Leber möglich.
Die Leberbiopsie - wann wird sie durchgeführt?
Die Leberbiopsie erfolgt, um eine Lebererkrankung zu erkennen oder deren Verlauf zu kontrollieren. Die Probeentnahme ist besonders im Verdachtsfall auf eine bestimmte Lebererkrankung oft sinnvoll.
Die Biopsie erfolgt daher häufig, wenn vorherige Untersuchungen wie z. B. Ultraschall auffällige, aber noch genauer zu klärende Ergebnisse geliefert haben. Ebenso kann bei einer vergrößerten Leber, bei einer Gelbsucht oder bei erhöhten Leberwerten untersucht werden, welche Krankheit dafür verantwortlich ist. Ist die Lebererkrankung bereits diagnostiziert, so eignet sich die Leberbiopsie als Verlaufskontrolle.
Mit der Probeentnahme von Lebergewebe können unter anderem folgende Krankheiten untersucht werden:
- Chronische Hepatitis (Entzündung der Leber)
- Leberverfettung
- Leberzirrhose (Zerstörung und Narbenbildung der Leber)
- Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit)
- Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit)
- Leberschäden durch Gifte
- Abstoßungsreaktion nach Transplantation einer Leber
- Lebertumore (Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Tumoren ist möglich).
Letzte Aktualisierung am 23.07.2010.