Die Peritonealdialyse, auch als Bauchfelldialyse bezeichnet, ist eine mögliche Variante der künstlichen Blutwäsche (Dialyse). Während bei der Hämodialyse (künstliche Niere) das Blut außerhalb des Körpers mit einem speziellen Filter gereinigt wird, benutz man bei der Peritonealdialyse das Bauchfell (Peritoneum) als körpereigene Filtermembran. Die gesamte Bauchhöhle wird durch das Bauchfell ausgekleidet.
Bei dieser Form der Dialyse lässt man mehrmals am Tag eine Dialyselösung in die Bauchhöhle fließen, dass die giftigen Stoffwechselprodukte nach dem Prinzip der Osmose aufnimmt. In Deutschland wird die Peritonealdialyse jedoch selten eingesetzt.
Wann ist eine Peritonealdialyse indiziert?
Die Peritonealdialyse ist zur dauerhaften Therapie bei chronischem Nierenversagen im fortgeschrittenen Stadium indiziert. Das bedeutet also, wenn die Nieren nicht mehr in der Lage sind die Blutreinigung und Wasserausscheidung zu regulieren und sich dadurch die Nierenwerte stark erhöhen.
Wie lang muss eine Peritonealdialyse durchgeführt werden?
Je nach Ausmaß der Schädigung bzw. der Nierenschwäche ist die Dialyse entweder für eine bestimmte Zeit oder aber auf Dauer notwendig. Die Blutreinigung ist jedoch in jedem Fall lebensnotwendig.
Letzte Aktualisierung am 23.07.2010.