Die „Astronautenkost" ist der eigentliche Ursprung der künstlichen Nahrung. Es handelt sich hierbei um ein im Nährstoffgehalt genau definiertes Gemisch reiner Nährstoffe. Die faszinierende Anwendungsmöglichkeit dieser Kostform ist vor allem bei schwer kranken Menschen sinnvoll, denen oft das Essen schwer fällt, obwohl sie eigentlich aufgrund ihrer Erkrankung mehr Kalorien und Nährstoffe benötigen. Durch den Einsatz der künstlichen Nahrung kam es somit zu einer Verbesserung des Ernährungszustandes und des Wohlbefindens des Patienten.
Wann ist eine künstliche Ernährung sinnvoll?
In Deutschland gibt es tausende Menschen, die entweder nicht mehr essen dürfen oder können. Eine künstliche Ernährung ist vor allem indiziert bei akuten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, schweren Essstörungen oder nach großen Operationen an den Verdauungsorganen. Durch die parenterale Ernährung wird das Überleben des Patienten gesichert, da ohne die lebenswichtige Aufnahme von Energie, Nährstoffen und Wasser der menschliche Körper nicht länger als ein paar Tage überleben kann.
Sind die Verdauungsorgane weitgehend intakt, so erfolgt die Versorgung mittels Magensonde. Diese Form der Ernährung wird auch als enterale Ernährung bezeichnet und ist nur bei einem Teil der Patienten möglich. Ist der Verdauungstrakt dagegen zeitweise oder dauerhaft geschädigt, z.B. durch Tumore, so müssen die Patienten parenteral ernährt werden. Hierbei erhalten die Patienten die lebenswichtigen Nährstoffe als Infusion, die über ein Portsystem direkt in die Venen gelangen.
Was bedeutet künstliche Ernährung für den Patienten?
Für die Betroffenen ist eine Umstellung auf parenterale Ernährung ein großer Einschnitt in ihrem Leben, da Mund, Speiseröhre, aber auch Magen und Darm vollständig umgangen werden. Die Patienten verlieren somit ein wichtiges Stück Lebensqualität.
Letzte Aktualisierung am 23.07.2010.