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Wann muss man mit geschwollenen Lymphknoten zum Arzt?

Lesezeit: 2 Min.

Im Zweifel müssen Lymphknoten-Vergrößerungen ärztlich untersucht werden

Geschwollene Lymphknoten treten vor allem dann auf, wenn unser Immunsystem auf Hochtouren arbeitet und unser Organismus ein Problem hat. Im Zweifel muss durch eine ärztliche Untersuchung abgeklärt werden, ob eine harmlose Ursache oder eine ernste Erkrankung dahinter steckt.

Wo finden sich Lymphknoten und wann können diese anschwellen?

Wichtige Lymphknoten finden sich am Hals, in der Achselhöhle und im Bereich der Brust. Auch in der Leiste, den Kniekehlen sowie im Bereich der Ohren verlaufen Lymphbahnen mit Lymphknoten unter der Haut. Solche oberflächennahen Lymphknoten lassen sich leicht ertasten. Wird hier eine Schwellung beobachtet, die sich nicht binnen ein bis zwei Wochen zurückbildet, sollte ein Arzt kontaktiert werden.

Welche Faktoren und Krankheiten lösen eine Lymphknotenschwellung aus?

Geschwollene Lymphknoten besitzen eine oft kugelförmige Gestalt und können bis zu zwei Zentimeter groß werden oder mitunter noch stärker verdickt sein. Im Normalzustand haben Lymphknoten einen halben bis einen Zentimeter Durchmesser und eine rundliche bis oval-bohnenartige Form.

Eine Vergrößerung der Lymphknoten kann bereits durch eine harmlose Erkältung ausgelöst werden. Die jeweiligen Knoten werden stärker durchblutet und Abwehr-Aktivitäten finden dort statt, so dass sie anschwellen. Auch andere, teils schwere Infekte oder Kinderkrankheiten wie Röteln führen zu verdickten Lymphknoten. Erste Anlaufstelle ist daher in aller Regel der Hausarzt oder Internist.

Bedeuten geschwollene Lymphknoten, dass ich ernstlich krank bin?

Vor allem bei Kindern können Lymphknoten über einen längeren Zeitraum verdickt sein. Doch auch hier gilt, dass Lymphknoten, die länger geschwollen sind, am besten von einem Arzt untersucht werden.

Lymphknotenschwellungen ohne ersichtlichen Grund gelten generell als verdächtig. Ebenfalls abklärungswürdig sind einseitige Schwellungen, da diese Beobachtung gegen einen allgemeinen Infekt spricht. Tatsächlich ist die Sorge bei vielen beträchtlich, sobald eine Schwellung der Lymphknoten entdeckt wird. Denn eine Tumorerkrankung wie ein malignes Lymphom (Lymphdrüsenkrebs) oder Metastasen (Tochtergeschwülste), die von einem anderen Krebsherd stammen, führen ebenfalls dazu, dass Lymphknoten verdickt sind. Nicht zuletzt kann eine HIV-Infektion mit geschwollenen Lymphknoten einhergehen.

Die Suche nach der Ursache

Das Geschehen, das die Lymphknotenschwellung ausgelöst hat, kann damit ernster Natur sein. Als (vermutlich) harmlos gelten Verdickungen der Lymphknoten, die mit Schluckbeschwerden, einer Erkältung oder Mandelentzündung Hand in Hand gehen. Diese Anzeichen deuten eher auf eine Infektion als Ursache hin.

Problematisch wird die Schwellung, wenn jedoch Leistungsschwäche, Appetitverlust oder gar nächtliche Schweißausbrüche zusätzlich auftreten. Obwohl die Schmerzhaftigkeit einer Lymphknotenschwellung keinen sicheren Indikator abgibt, sollten vor allem schmerzfrei verdickte Knoten, die sich nicht binnen ein bis zwei Wochen zurückbilden, einem Mediziner vorgestellt werden. Schwellungen, die nicht in einem zeitlichen Zusammenhang zu einem Infekt stehen, sollten ebenfalls untersucht werden. Außerdem sollte man misstrauisch werden, wenn die Knoten nicht verschiebbar sind oder sich besonders derb anfühlen.

Maßnahmen des Arztes bei verdächtigen Lymphknoten

Bei der Untersuchung der Lymphknoten bewertet der Mediziner Größe und Schmerzhaftigkeit der Schwellung. Auch der Allgemeinzustand des Patienten spielt eine Rolle. Falls notwendig, können weitere diagnostische Maßnahmen wie Bluttests, Probeentnahmen (Biopsie) oder bildgebende Verfahren eine Verdachtsdiagnose bestätigen oder die Ängste ausräumen.



Letzte Aktualisierung am 17.04.2017.
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Lymphknotenschwellung

 
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