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Wann sollte man mit Mundtrockenheit zu welchem Arzt gehen?

Lesezeit: 2 Min.

Mundtrockenheit kann auf ein ernsthaftes medizinisches Problem hinweisen

Mit der sogenannten Xerostomie ist die unangenehme Mundtrockenheit gemeint. Dass ein trockener Mund während großer Hitzeperioden oder direkt nach dem Sport normal ist, dürfte allgemein bekannt sein. Doch es gibt auch Ursachen für Mundtrockenheit, die auf eine ernstzunehmende Erkrankung hinweisen. Von Diabetes bis zu hin zu diversen Autoimmunerkrankungen kann sich hinter der Mundtrockenheit ein weitaus größeres Problem verstecken. Grundsätzlich gilt, dass ein Arztbesuch immer dann sinnvoll ist, wenn die Mundtrockenheit bereits länger anhält. Tritt das Problem immer wieder auf und ist nicht mit einfachen Maßnahmen oder den üblichen Hausmitteln zu bekämpfen, ist ein Gang zum Arzt ebenfalls ratsam. Welcher Arzt zuständig ist, hängt von Faktoren wie den Ursachen des trockenen Mundes ab.

Definitive Warnzeichen bei Mundtrockenheit

Nicht nur eine lang anhaltende Mundtrockenheit ist eines der Warnzeichen, welche die Betroffenen zu einem Arztbesuch bewegen sollten. Vielmehr sind diese Symptome im Zusammenhang mit der Xerostomie ärztlich abzuklären:

  • Kau-, Sprech- oder Schluckbeschwerden
  • eine trockene Nase zusätzlich zu dem trockenen Mund
  • ein brennendes Gefühl im Mund
  • die Augen sind trocken
  • weitere Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, ein nicht zu stillendes Durstgefühl, häufiges Wasserlassen
  • ein allgemeines Krankheitsgefühl und Unwohlsein
  • die Mundtrockenheit tritt erst seit der Verordnung eines neuen Arzneimittels auf
  • viel Stress oder große psychische Belastungen
  • Sehstörungen
  • Erbrechen und Übelkeit – bitte schnellstmöglich einen Arzt konsultieren, da es sich um eine Vergiftung handeln könnte
  • Karies und Zahnfleischprobleme
  • Geschmacksveränderungen
  • Mundgeruch
  • tastbar geschwollene Speicheldrüsen, die schmerzen können

Wer ist der geeignete Ansprechpartner bei Mundtrockenheit?

In den meisten Fällen ist es sinnvoll, den Grund für die Mundtrockenheit zunächst beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt abklären zu lassen. Dieser untersucht die Mundschleimhäute und den Mundinnenraum und macht sich so ein Bild. Nicht immer erfolgt die spätere Behandlung dann durch den Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Dies hängt schließlich von der Ursache für die Mundtrockenheit ab.

Bestimmte Medikamente können zum Beispiel mit der Xerostomie als Nebenwirkung einhergehen. Wenn dem so ist, besteht die Möglichkeit, das jeweilige Medikament gegen ein anderes Präparat einzutauschen. Diese Entscheidung kann der Hals-Nasen-Ohren-Arzt allerdings oftmals nicht treffen. Immerhin wurde das problematische Arzneimittel mit großer Wahrscheinlichkeit von einem anderen Arzt verschrieben. Während seiner Anamnese (Untersuchungsgespräch) wird der Hals-Nasen-Ohren-Arzt daher die verschiedenen möglichen Ursachen für die Mundtrockenheit abklären und nicht allein auf die Untersuchung des Mundraums bauen.

Sofern die Patienten bereits einen Verdacht hegen, was der Grund für die Mundtrockenheit sein könnte, können sie sich auch gleich an den zuständigen Facharzt wenden. Falls sie bei diesem Spezialisten noch nicht in Behandlung sind, kann allerdings eine Überweisung vom Hausarzt erforderlich sein.

Geht die Mundtrockenheit mit Zahnproblemen einher, ist der eigene Zahnarzt ein weiterer geeigneter Ansprechpartner.

Auch Patienten, die sich kürzlich einer Bestrahlung im Halsbereich ausgesetzt haben, klagen oft über Mundtrockenheit. Sie sollten dieses Thema am besten bei dem Arzt ansprechen, der für die Nachsorge zuständig ist.

Abhängig von der jeweiligen Symptomatik gehören demnach die folgenden Ärzte zu den geeigneten Ansprechpartnern bei Mundtrockenheit:

  • Hals-Nasen-Ohren-Spezialist
  • Psychiater
  • Zahnarzt
  • Neurologe
  • Arzt für Innere Medizin (Internist)
  • Rheumatologe
  • Hausarzt (bei eher harmlosen Ursachen für die Mundtrockenheit)
  • Diabetologe


M. Barnewitz Maria Barnewitz
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 26.09.2017
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