Youtube
Folgen Sie uns auf  

Therapie bei Otosklerose

Lesezeit: 1 Min.

Eine Operation kann erforderlich werden

Die Behandlung der Otosklerose ist eher schwierig. Medikamente bringen meist keine guten Erfolge. Mit Cortison lässt sich bisweilen für eine Zeitlang das Hörvermögen wieder verbessern, wenn die Otosklerose noch nicht so weit fortgeschritten ist. Natriumfluorid, das über die Vene in den Körper gegeben wird, kann den Verlauf des Erkrankungsgeschehens manchmal verzögern. Gegen den Hörverlust an sich kann bis zu einem gewissen Grad ein Hörgerät helfen.

Eine Therapie, die bei Otosklerose oft am besten hilft, ist die Operation. Der Steigbügel oder ein Anteil davon wird entfernt (Stapedektomie) und ein künstlicher Steigbügel wird eingesetzt. Diese Steigbügel-Prothese (Stapes-Plastik) ist aus Kunststoff oder Metall angefertigt. Die Operation kann meist in örtlicher Betäubung stattfinden und erfolgt über das eröffnete Trommelfell, was danach wieder vernäht wird. Nach dem Einsatz ist das Hörvermögen in der Regel sehr verbessert, da die Schallleitung wieder gut funktioniert. Sehr ähnlich funktioniert die Operation der Stapedotomie, bei der nur die Steigbügelschenkel herausgenommen werden und lediglich in die Steigbügelplatte eine Öffnung gebohrt wird (oft mittels Laser). In diese Öffnung wird die schmale Steigbügelprothese eingeführt.

Ist die Otosklerose so weit vorangeschritten, dass sich eine Verknöcherung am Innenohr (Kapselotosklerose) gebildet hat, hilft diese OP allein nicht weiter. Dann kann die Einpflanzung einer künstlichen Hörschnecke (Cochlea-Implantat) angezeigt sein, insbesondere, wenn sich eine solche Veränderung in beiden Ohren gebildet hat.

Prognose der Otosklerose

Wird die Otosklerose nicht behandelt, dann ist der Verlauf von Patient zu Patient unterschiedlich, es kann aber zu einem schweren Hörverlust bis hin zur Ertaubung kommen. Mit einer Behandlung, die nicht zu spät erfolgt, lässt sich das Hören meist bessern beziehungsweise aufrechterhalten. Die Operation ist normalerweise erfolgreich, doch Komplikationen lassen sich nicht ausschließen.

Letzte Aktualisierung am 31.03.2016.
War dieser Artikel hilfreich?

Aktuelle Beiträge im Forum HNO (Hals-Nasen-Ohren)

 
sagt Jojo1994   vor ~ 15 h  56

Hallo Larissa,

diese Probleme kenne ich ganz genau. Ich schlage mich auch seit einigen Jahren mit diesen Dingen rum.
Laut google gibt es nur einen ... mehr

?
fragt Preita19   vor ~ 15 h  18

Sehr geehrter Herr Dr.Kastl,

Ich habe 1 Jahr unter angeblichen einer trigiminus gelitten. Bis ein Arzt mal ein CT gemacht hat und gesehen hat, das ... mehr

?
Schwindel und Angstzustände   Offene Frage
fragt Eckhard   vor 1 Tag  20

Leide seit 40 Jahren unter Schwindel und Angstzuständen.Ursächlich begründet durch eine einmalige Schwindelattacke morgens.Die Neurologin ... mehr

Alle Beiträge anzeigen: Forum HNO (Hals-Nasen-Ohren)

Stellen Sie Ihre Frage

Haben Sie bereits ein Benutzerkonto? Anmelden (Login)
Bitte wählen Sie ein passendes Forum aus.
Bitte geben Sie einen Titel für Ihre Frage oder Anmerkung ein.


Ja, ich möchte Antworten per E-Mail erhalten

Ich stimme den Nutzungsbedingungen und den Datenschutzbestimmungen zu.

Arztsuche

Ärzte
Portrait Dr. med. Darinka Keil, Private Hautarzt & Laserpraxis, Bad Dürkheim, Hautärztin Dr. D. Keil
Hautärztin
in 67098 Bad Dürkheim
Portrait Dr. med. Ulrich Tappe, Ärztezentrum Hamm Norden, Hamm, Internist Dr. U. Tappe
Internist
in 59065 Hamm
Dr. F. Funke
Internist
in 31832 Springe
Alle anzeigen Zufall