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Symptome bei einer Otosklerose

Lesezeit: 1 Min.

Otosklerose führt zur Mittelohrschwerhörigkeit

Das hauptsächliche Symptom der Otosklerose ist die Schwerhörigkeit. Das Gehör verschlechtert sich allmählich. In vielen Fällen geht die Hörverschlechterung in Schüben voran. Manchmal tritt zwischendurch eine Besserung ein.

Sehr oft betrifft die Erkrankung beide Ohren, manche Patienten haben jedoch nur an einem Ohr Symptome. Typisch für die Otosklerose ist, dass die Patienten in einer lauten Umgebung deutlicher hören können als bei sonstiger Stille. Sie können Sprache gut aus sonstigen Hintergrundgeräuschen herausfiltern, ein Phänomen, das als Parakusis bezeichnet wird.

Ein Tinnitus (Ohrensausen, Brummen im Ohr) kann bei Patienten mit Otosklerose ebenfalls auftreten. Manche Patienten klagen daneben über Schwindel und Gleichgewichtsprobleme. Schließlich können die Patienten an der Erkrankung taub werden.

Diagnose bei Otosklerose

Der Patient, der über Symptome wie Schwerhörigkeit klagt, wird erst einmal vom Arzt befragt (Anamnese). Der Patient schildert die Beschwerden und gibt Auskunft über mögliche Erkrankungen in der Vorgeschichte. Dann führt der Arzt die Untersuchungen durch, macht eine Ohrspiegelung und Ohrmikroskopie. Damit kann er sich unter anderem den äußeren Gehörgang ansehen und auch das Trommelfell betrachten. Normalerweise sind diese bei der Otosklerose nicht verändert.

Ein wichtiges Mittel zur Diagnose der Otosklerose ist der Hörtest, die Audiometrie. Dabei lässt sich feststellen, dass die Schallleitung (über die Gehörknöchelchen zum Innenohr) vermindert ist. Außerdem wird eine Gleichgewichtsprüfung durchgeführt.

Der HNO-Arzt führt eine Tympanometrie (Tympanogramm) durch, eine Untersuchung des Zustands und der Funktion des Mittelohrs. Dabei kann der so genannte Stapediusreflex (ein spezieller Muskelreflex am Steigbügel) bei einer ausgeprägten Otosklerose nicht mehr festgestellt werden, das Trommelfell bewegt sich aber normal.

Mittels CT (Computertomographie) mit genauer Auflösung lässt sich eine fortschreitende Verknöcherung auch im Innenohrbereich feststellen. Auch Röntgen oder die Kernspintomographie (MRT, Magnetresonanztomographie) können als Untersuchungen in Frage kommen.

Differenzialdiagnose

Die Abgrenzung zu anderen Störungen umfasst Krankheitsbilder, bei denen eine Schwerhörigkeit vorliegt. Die Ursache kann nicht nur am Steigbügel beziehungsweise dem ovalen Fenster liegen, sondern auch im Innenohr oder im Mittelohr (andere Gehörknöchelchen, Trommelfell).

Letzte Aktualisierung am 31.03.2016.
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sagt kura   vor ~ 1 h  6605

Hallo,
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Hallo, ich könnte mir jemand einen guten kleber empfehlen zur Befestigung des Pflasters am Hals ? Der Patient ist mit einem Shuntventil ausgestattet ... mehr

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fragt Franz123   vor 3 Tage  33

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