Eine Szintigraphie des Herzens (Myokard-Szintigraphie, eigentlich: Myokard-Perfusions-Szintigraphie) ist eine Methode, um eine Minderdurchblutung von Anteilen des Herzens darzustellen.
Für die Myokard-Szintigraphie ist die Gabe eines leicht radioaktiven Stoffes notwendig, damit die Durchblutungssituation sichtbar wird. Es handelt sich um eine Methode aus der Nuklearmedizin. Normalerweise entspricht die Szintigraphie des Herzens einer SPECT-Untersuchung (Single Photon Emission Computed Tomography), einer Sonderform der Szintigraphie, und erfolgt meist bei körperlicher Anstrengung.
Die Szintigraphie des Herzens - wann wird sie durchgeführt?
Mit der Myokard-Szintigraphie kann der Durchblutungsstatus einzelner Abschnitte des Herzmuskels beurteilt werden, und zwar in Ruhe und bei Belastung. Die Szintigraphie des Herzens wird somit meist zur Diagnose und Beurteilung von Engstellen in den Herzkranzarterien vorgenommen (Koronare Herzkrankheit, KHK).
Es können die Bereiche dargestellt werden, die zu schlecht durchblutet sind. Die Untersuchung ist vor allem sinnvoll, wenn die Probleme erst bei einer Belastung des Patienten bemerkbar werden. Ebenfalls lässt sich ein vergangener Herzinfarkt oder eine Narbe im Herzmuskel durch die Myokard-Szintigraphie ergründen.
Letzte Aktualisierung am 23.07.2010.