Das Langzeit-EKG ist ein EKG, welches über einen längeren Zeitraum (gewöhnlicherweise 24 Stunden) erstreckt. Bei der Untersuchung werden Herzströme durch Elektroden, die mit einem tragbaren EKG-Gerät verbunden sind, aufgezeichnet. Durch das Langzeit-EKG ist unter anderem der Nachweis von Herzrhythmusstörungen möglich, die nur zeitweise oder in der Nacht vorkommen. Andere Bezeichnungen für die Langzeitmessung sind 24-Stunden-EKG sowie Holter-EKG.
Das Langzeit-EKG - wann wird es durchgeführt?
Das Langzeit-EKG kommt zum Einsatz bei Störungen im Herz, die mit einer herkömmlichen, nur Sekunden bis Minuten dauernden EKG-Untersuchung nicht festgestellt werden können. Dazu gehören unter anderem Herzrhythmusstörungen, die nur zwischenzeitlich vorkommen, sich im Tagesverlauf ändern oder nur in der Nacht auftreten.
Ebenso erfolgt die Langzeituntersuchung, um die Ursache für Schwindelanfälle oder Bewusstlosigkeitsattacken festzustellen (häufig als Ursache: Herzrhythmusstörungen sowie Veränderungen von Herzklappen). Bisweilen wird das Langzeit-EKG bei weiteren Herzproblemen, beispielsweise Schmerzen in der Brust, vorgenommen. Es dient auch zur Kontrolle einer Behandlung von Herzrhythmusstörungen, z. B. bei einem Herzschrittmacher oder einer medikamentösen Therapie.
Letzte Aktualisierung am 23.07.2010.