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Herzkatheter-Untersuchung - Ablauf


Worauf muss der Patient vor der Untersuchung achten?

Bevor eine Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt wird, sind bestimmte Voruntersuchungen notwendig. So können beispielsweise ein EKG, ein Herzultraschall (Echokardiographie), eine Röntgenaufnahme des Brustraumes (Röntgen-Thorax) sowie eine Blutuntersuchung erforderlich sein. Für einige Stunden vor Beginn der Untersuchung darf der Patient nichts mehr essen und nicht mehr rauchen, meist darf er aber noch ein wenig klare Flüssigkeit trinken. Gegebenenfalls müssen bestimmte Arzneimittel abgesetzt werden, dazu gehört z. B. meist Metformin, ein Medikament gegen Diabetes mellitus.

Der Untersuchungsablauf

Zur Untersuchung mit einem Rechtsherzkatheter oder einem Linksherzkatheter wird meist eine örtliche Betäubung gegeben. Über dem Blutgefäß, in das der Katheter eingeführt werden soll, wird die Haut desinfiziert. Meist ist dies an einer Arterie oder Vene in der Leiste der Fall. In das Gefäß wird zunächst eine spezielle Hohlnadel eingestochen, über die der Katheter eingeführt wird. Manchmal ist ein kurzer Hautschnitt dazu erforderlich. Der Katheter wird in der Regel mit Hilfe eines Führungsdrahtes und unter Röntgenkontrolle bis in das Herz vorgeschoben.

Befindet sich der Katheter an der gewünschten Stelle, so können Führungsdraht und Hohlnadel entfernt werden. Nun werden die eigentlichen Untersuchungen durchgeführt, beispielsweise die Einspritzung von Kontrastmittel zur Röntgenaufnahme, die Blutdruckmessung oder die elektrophysiologische Untersuchung (EPU). Am Ende der Untersuchung (manchmal auch mit Behandlung) wird der Katheter wieder entfernt. An der Einstichstelle wird ein Druckverband angelegt. Sollte ein Hautschnitt erfolgt sein, so kann es erforderlich sein, die kleine Wunde zu vernähen.

Mögliche Komplikationen bei der Herzkatheter-Untersuchung

An der Hautstelle, an der der Katheter eingeführt wird, kann es z. B. zu Blutungen oder Nachblutungen, Blutergüssen sowie Narben kommen. Eine mechanische Schädigung von Blutgefäßen oder auch dem Herzen durch den Katheter ist möglich. Es kann zu Herzrhythmusstörungen kommen, auch ein Herzinfarkt ist nicht auszuschließen. Eine Blutgerinnselbildung am Katheter kann vorkommen. Infektionen können ebenfalls auftreten. Bei der Röntgendurchleuchtung sind unter Umständen Strahlenschäden möglich, es kann in Einzelfällen dadurch Krebs ausgelöst werden.

Alternative oder ergänzende Untersuchungen

Zur Untersuchung des Herzens und seiner Funktionen können auch viele andere Methoden dienen. Wichtig kann z. B. eine Ultraschalluntersuchung des Herzens sein (Echokardiographie), aber auch andere bildgebende Untersuchungen wie Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MRT) sowie ebenfalls eine Szintigraphie (Myokard-Szintigraphie). Oft muss keine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt werden, sondern es kann ein normales EKG von außen ausreichend sein.

 


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Letzte Aktualisierung am 23.07.2010.

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