Eine körperliche Anstrengung kann bei Herzproblemen manchmal zu Komplikationen führen. Daher sollte das Belastungs-EKG in einigen Fällen nicht stattfinden, z. B. bei instabiler Angina pectoris (instabile „Brustenge", stärker werdende Schmerzen in der Brust), Herzinfarkt vor nicht mehr als zwei Wochen, Herzentzündung, frischer Blutgerinnselbildung, schwerer Blutdruckerhöhung sowie bei manchen anderen Herzerkrankungen.
Bisweilen ist es notwendig, bestimmte Medikamente wegzulassen, was dem Patienten vom Arzt mitgeteilt wird.
Der Untersuchungsablauf
Der Patient setzt sich in den meisten Fällen auf ein ortsfestes Fahrrad (Ergometer). Bisweilen kann die Untersuchung auch im Liegen an einer anderen Art Fahrrad stattfinden oder auf einem Laufband. Die Elektroden für das EKG werden an bestimmten Hautstellen (meist am Brustkorb) angebracht. Mittels Gel wird bewirkt, dass der Strom zwischen Haut und Elektroden besser fließen kann. Zusätzlich kommt ein Blutdruckmessgerät zum Einsatz, dessen Manschette meist um den Oberarm gelegt wird.
Am Anfang wird das EKG meist in Ruhe bestimmt, dann beginnt der Patient mit einer mäßigen Leistung, die alle zwei bis drei Minuten gesteigert wird. Die Belastungsuntersuchung wird beendet, wenn die Höchstbelastung des Patienten erreicht ist. Erkannt wird dies am Puls und am Blutdruck. Bei auftretenden Problemen muss die Messung vorzeitig abgebrochen werden, z. B. bei Angina pectoris („Brustenge"), zu hoher oder fehlender Blutdrucksteigerung, schweren Herzrhythmusstörungen, Schwindel oder Atemnot.
Das Belastungs-EKG erfolgt immer im Beisein eines Arztes, der bei möglichen Komplikationen sofort die erforderlichen Maßnahmen ergreifen kann. Nach der Untersuchung werden die Elektroden entfernt, der Patient soll sich danach ausruhen. Der Arzt wertet das aufgezeichnete EKG aus.
Letzte Aktualisierung am 22.07.2010.