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Rosazea (Rosacea)

Lesezeit: 2 Min.

Rosazea betrifft eher hellhäutige Menschen

Rosazea ist eine Hauterkrankung, die vor allem im Gesicht zu Veränderungen wie Rötungen, derber Haut und Knötchenbildung führt. Eine alternative Schreibweise für die Erkrankung lautet Rosacea, weitere Bezeichnungen sind Akne rosacea oder Kupferfinne. Von der chronischen Erkrankung sind hauptsächlich Menschen zwischen etwa 30 und 60 Jahren betroffen, die zum hellen Hauttyp gehören. Die Ursache von Rosazea ist nicht bekannt. Rosazea kann nicht nur zu auffälligen Hauterscheinungen führen, sondern auch eine verdickte Nase (Rhinophym) sowie Veränderungen am Auge bedingen.

Ursachen von Rosazea

Über die Ursache der Erkrankung Rosazea können bisher nur Vermutungen angestellt werden. Es handelt sich aber um eine Reaktion der Blutgefäße im Gesicht, die sich dabei weiten. Zunächst geschieht dies nur zeitweise und macht sich als Rötung bemerkbar. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer bleibenden Erweiterung der Gefäße (so genannte Couperose). Immun- und Entzündungsprozesse laufen bei einer Rosazea ab, es kommt auch zum Austritt von Flüssigkeit aus den Gefäßen und somit zur Gewebeschwellung (Ödem). Bestimmte Enzyme spielen bei der Entzündung ebenfalls eine Rolle.

Einige Einflüsse und Gegebenheiten fördern die Ausbildung einer Rosazea. So sind vermehrt Personen vom hellen (Haut-)Typ betroffen, also Menschen mit eher wenig pigmentierter Haut und oft auch blonden oder roten Haaren und blauen Augen. Doch bei Personen mit dunklerer Haut ist eine Rosazea ebenfalls möglich. Meist befinden sich die Patienten im mittleren Lebensalter (ungefähr zwischen 30 und 60 Jahren), Kinder und junge Erwachsene sind sehr selten betroffen. Außerdem sind mehr Frauen als Männer betroffen. Auch scheint eine Neigung zu Rosazea vererbt zu werden.

Häufige Einwirkung von Sonnenlicht beziehungsweise UV-Licht (ultraviolette Strahlung) begünstigt es, dass sich eine Rosazea entwickelt. Andere Risikofaktoren, mit denen des Weiteren die Rosazea und ihre Entwicklung zusammenhängt, sind Kälte und Hitze, Alkohol und Nahrungsmittel mit scharfer Würzung. Einige Gesichtscremes können das Krankheitsgeschehen ebenfalls verstärken, insbesondere solche mit bestimmten Inhaltsstoffen (Steroide), oder auch manche Medikamente. Eine psychische Belastung (z. B. Stress) kann eine Rosazea begünstigen oder verstärken. Diese Faktoren sind bei jedem Betroffenen unterschiedlich. Rosazea-Patienten sollten darauf achten, was bei ihnen die Erkrankung verschlimmert, und diese Einflüsse meiden.

Einige weitere Faktoren, für die Rosazea eine Rolle spielen könnten, sind bisher nicht belegt, z. B. Krankheitserreger wie das Magenbakterium Helicobacter pylori oder die Milbenart Demodex folliculorum, Krankheiten der Leber oder des Magen-Darm-Systems.

Letzte Aktualisierung am 26.04.2016.
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