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Was ist eine Zerrung am Handgelenk und wie wird sie behandelt?

Lesezeit: 1 Min.

Die Behandlung einer Handgelenkszerrung richtet sich am Anfang nach der P-E-C-H-Regel

Eine Zerrung des Handgelenks ist häufig die Folge von einer schnellen ruckartigen Bewegung. Einzelne Muskelfasern werden überdehnt, und das Bindegewebe wird bei diesem Vorgang geschädigt. Eine Zerrung passiert häufig beim Sport als Folge von vernachlässigtem Aufwärmtraining, oft beim Volleyball- oder Handballspielen.

Bei einer Zerrung nimmt der Schmerz langsam zu. Zudem kann sich unter Umständen ein Hämatom (Bluterguss) bilden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte das betroffene Handgelenk ruhiggestellt und gekühlt werden.

Was ist eine Zerrung?

Bei einer Zerrung des Handgelenks kommt es zu einer Überdehnung der Muskeln, zum Beispiel, wenn ein Ball geworfen wird. Es werden die sogenannten Sarkomere verletzt, die die kleinste funktionelle Einheit des Muskels bilden. Auch eine Bänderzerrung kann auftreten. Die Bänder und Kapseln können überdehnt werden und es kommt zu Beschwerden.

Handgelenkszerrung - Diagnose und Therapie

Eine Handgelenkszerrung ist äußerst schmerzhaft. Die Symptome sind starke Schmerzen, ganz gleich, ob das Handgelenk belastet wird oder nicht (also auch in Ruhestellung). Der Schmerz ist anfangs noch erträglich, nimmt aber kontinuierlich zu. Eine Anspannung des Muskels wird als unangenehm und äußerst schmerzhaft empfunden, während der Schmerz eher abnimmt, wenn der Muskel gedehnt wird.

Als Erste Hilfe-Maßnahme kann die P-E-C-H-Regel angewendet werden:

  • P wie Pause: Die Aktivität, egal ob sportlich oder nicht, sollte sofort unterbrochen werden.
  • E wie Eis: Das betroffene Handgelenk sollte gekühlt werden.
  • C wie Compression: Ein Verband wird angelegt.
  • H wie Hochlagern (in diesem Fall bedeutet es vor allem Ruhigstellen): Das betroffene Handgelenk wird zum Beispiel mittels eines Dreieckstuchs ruhiggestellt.

Auch wenn der Betroffene bereits vermutet, dass es sich „nur“ um eine Zerrung handelt, sollte trotzdem ein Arzt aufgesucht werden. Denn unter Umständen kann sich eine Zerrung schnell in einen Muskelriss verwandeln. Die endgültige Diagnose kann hier nur ein Mediziner stellen. Mittels einer Ultraschalluntersuchung wird festgestellt, ob es sich um einen Muskelriss oder um eine Zerrung des Handgelenks handelt. Liegen Zweifel vor, kann unter Umständen auch ein MRT zum Einsatz kommen.

Als therapeutische Maßnahme bei einer Zerrung wird der Arzt das betroffene Handgelenk mittels eines Verbandes ruhigstellen. Zudem können kühlende Salben helfen. Sind die Schmerzen sehr groß, kann der Patient rezeptfreie und gut verträgliche Schmerzmittel einnehmen, um sie zu lindern. Die Heilungsdauer beträgt vier bis sechs Tage.



M. Weitz Miriam Weitz
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 27.10.2016
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