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Wie wird eine Prellung am Handgelenk behandelt?

Lesezeit: 1 Min.

Prellungen kommen im Alltag und im Sport häufig vor und sollten behandelt werden

Eine Prellung wird durch eine äußere Gewalteinwirkung verursacht. Eine Handgelenksprellung entsteht meist bei dem Versuch, einen Sturz abzufangen. Das weiche Gewebe wird gegen den Knochen oder die Gelenkkapsel gedrückt und es kommt zu einer Schwellung und zur Bildung eines Hämatoms (ein Bluterguss oder blauer Fleck). Unter Umständen kann auch die Gelenkkapsel verletzt werden. Hier entsteht ein Bluterguss im Gelenk.

Handgelenksprellungen sind äußerst schmerzhaft, manchmal schmerzen sie sogar noch schlimmer als eine Fraktur. Bei einer schweren Prellung kann sich unter Umständen ein Taubheitsgefühl in den Fingern entwickeln, und die Beweglichkeit der Hand ist stark eingeschränkt.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einer Handgelenksprellung

Bei einer Prellung des Handgelenks gilt die P-E-C-H-Regel:

  • P wie Pause: Die Tätigkeit sollte sofort unterbrochen werden, auch wenn es sich nicht um eine sportliche handelt.
  • E wie Eis: Das betroffene Handgelenk sollte sofort gekühlt werden. Allerdings sollte der Eis-Pack nicht direkt mit der Haut in Berührung kommen, sondern vorher mit einem Tuch umwickelt werden, um eventuelle Erfrierungen zu vermeiden.
  • C wie Compression: Das betroffene Handgelenk sollte mit einem Verband stabilisiert werden. Eventuell kann man vorher noch eine kühlende Salbe auftragen.
  • H wie Hochlagern (oder in diesem Fall auch Ruhigstellen): Die betroffene Hand kann zum Beispiel mit Hilfe eines Dreieicktuchs stabilisiert werden.

Wie der Mediziner bei einer Prellung vorgeht

Um auszuschließen, dass sich der Betroffene eine Zerrung, Verstauchung oder sogar einen Bruch des Handgelenks zugezogen hat, sollte unbedingt eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Denn nur ein Arzt kann zweifelsfrei feststellen, ob es sich tatsächlich „nur“ um eine Prellung handelt.

Nach der Erstanamnese erfolgt die körperliche Untersuchung. Mit einer Ultraschalluntersuchung stellt der Arzt fest, ob eine Einblutung oder ein Gelenkerguss besteht. Zudem kann auch der Zustand der Gelenkkapsel und der Bänder beurteilt werden. Anhand der Untersuchungen klärt der Arzt ab, ob eine Handgelenksprellung besteht. Unter Umständen erfolgt eine Röntgenuntersuchung, um eine Fraktur auszuschließen.

Behandelt wird eine Prellung mit abschwellenden Salben (zum Beispiel Pferdesalbe) und einem Verband. Unter Umständen kommen auch entzündungshemmende Mittel oder Muskelrelaxanzien (Wirkstoffe zur Muskelentspannung) zum Einsatz.

Zudem kann auch eine Kälte- oder Wärmebehandlung stattfinden. Schmerzmittel, die den Wirkstoff Diclofenac enthalten, wirken besonders gut bei Schmerzen, die durch eine Prellung entstanden sind.



M. Weitz Miriam Weitz
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 01.11.2016
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Handwurzelknochen

Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
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sagt T. Radebold   vor ~ 1 Monat  74

Nein, rausspringen sollte es nicht mehr.
Allerdings sind Lunatumluxationen wirklich üble Verletzungen, die meist nicht folgenlos ausheilen.
Gute ... mehr

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fragt lafka   vor > 5 Jahre  1667

Ich bin am 18.3 die treppe runtergefallen und habe mich über meinem linken Arm abgefangen.Dabei ist der Daumen zum Handrücken hin abgebogen und es ... mehr

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fragt Esolady   vor > 6 Jahre  2044

Hallo,
ich wollte folgendes wissen und zwar ist bei meinem Röntgenbild von der Hand eine " unruhige Struktur im Handwurzelknochenbereich" ... mehr

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