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Placenta praevia

Lesezeit: 1 Min.

Der Mutterkuchen kann zu tief in der Gebärmutter sitzen

Bei einer Placenta praevia befindet sich der Mutterkuchen (die Plazenta) an einer zu tiefen Stelle in der Gebärmutter. Normalerweise sitzt die Plazenta als Versorgungsorgan des ungeborenen Kindes in den oberen bis mittleren Bereichen der Gebärmutter. Bei der Placenta praevia reicht die Plazenta bis zum Gebärmutterhals. Eine solche Plazentafehllage kann zu Blutungen in den letzten Schwangerschaftsmonaten und vor allem im Rahmen der Geburt führen. Maßnahmen zur Blutungshemmung und zur Lungenreifung des Kindes können erforderlich sein. In vielen Fällen ist schließlich ein Kaiserschnitt notwendig, um das Kind möglichst risikoarm auf die Welt zu holen. Manchmal wird die Placenta praevia auch als Plazentavorfall bezeichnet.

Ursachen einer Placenta praevia

Die Plazenta (Mutterkuchen) ist das Organ, über welches das ungeborene Kind ernährt wird. Über die Plazenta gelangen Nährstoffe und Sauerstoff aus dem mütterlichen in das kindliche Blut, während Abfallprodukte aus dem Blut des Kindes entfernt werden können. Die Plazenta ist in der Wand der Gebärmutter (Uterus) verankert, normalerweise in den oberen oder mittleren Regionen der Gebärmutter. Bei der Placenta praevia sitzt die Plazenta zu tief.

Eine genaue Ursache für den tiefen Sitz der Plazenta konnte noch nicht ermittelt werden. Eine Placenta praevia besteht bei etwa bei 0,4 Prozent der Schwangerschaften. Bei Müttern, die schon vorher Kinder geboren haben, kommt die Placenta praevia häufiger vor als bei Müttern, die ihr erstes Kind austragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Placenta praevia auftritt, ist nach schnell hintereinander stattfindenden Geburten, nach vorherigen Fehlgeburten oder nach Kaiserschnitt-Operationen erhöht. Ebenfalls ist das Risiko für die Placenta praevia erhöht, wenn nach einer vorherigen Geburt der Mutterkuchen operativ abgelöst werden musste oder wenn eine Ausschabung stattfand. Zu den weiteren Risikofaktoren können abgelaufene Infektionen der Gebärmutter sowie Rauchen und Alkoholkonsum zählen.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 21.12.2015
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sagt einsmile   vor 1 Tag  475

Hallo

Ich bin 44 Jahre alt, mein Partner ist sterilisiert. Seit neun Tage (da hätte meine Periode kommen sollen) habe ich Beschwerden der Mens. ... mehr

 
sagt bonitavb4   vor 5 Tage  99747

bernicesz18

 
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