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Ausfluss in der Schwangerschaft

Lesezeit: 2 Min.

Ein auffälliger Ausfluss kann in der Schwangerschaft auf Probleme hindeuten

Ausfluss aus der Scheide ist in der Schwangerschaft üblich. Ein vaginaler Ausfluss gilt sogar als eines der möglichen ganz frühen Anzeichen für eine Schwangerschaft. Die Scheidendurchblutung ist bei angehenden Müttern verstärkt und somit findet sich auch ein vermehrter Ausfluss. Ein geruchsarmer, durchsichtiger bis etwas trüb-weißlicher Ausfluss ist auch bei Schwangeren normalerweise harmlos. Sollte der Ausfluss jedoch stark verändert sein, so kann das ein Hinweis sein, dass etwas nicht stimmt. Beispielsweise kann eine Scheideninfektion zum Abgang einer schlecht riechenden und verfärbten Substanz führen. Infektionen und andere Erkrankungen können manchmal schwere Folgen für das Kind in der Gebärmutter haben. Deshalb sollte ein suspekter Ausfluss vom Arzt untersucht werden, der gegebenenfalls eine Behandlung einleiten kann.

Mögliche Ursachen sowie Symptome bei Ausfluss in der Schwangerschaft

Der Ausfluss sieht in vielen Fällen normal aus und ist annähernd geruchlos. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Menge des Sekrets vermehrt ist. Der gewöhnliche Ausfluss in der Schwangerschaft kann durch die hormonellen Veränderungen bedingt sein. Die Hormone, insbesondere Östrogene, führen zu einer verstärkten Durchblutung des Genitalbereichs. Damit sorgen sie oft auch zur verstärkten Absonderung von Flüssigkeit und Schleim von der Vagina und vom Muttermund. Am Anfang der Schwangerschaft kann der Ausfluss noch etwas rötlich-bräunlich sein durch durch übriggebliebenes Blut, z. B. von der vorangegangenen Menstruation. Einflüsse wie eine psychische Belastung kann Ausfluss verstärken. Im Normalfall ist ein farb- und geruchsneutraler Abgang harmlos. Manchmal kann der ungefährliche Ausfluss die Schwangere allerdings sehr stören.

In anderen Fällen besteht ein farblich veränderter und oft auch übelriechender Ausfluss. So etwas ist meist ein Anzeichen einer krankhaften Ursache. Der Ausfluss kann eine bräunliche, gräuliche, gelbliche oder sogar grünliche Färbung annehmen. Des Weiteren kann der Ausfluss besonders cremig, eitrig, dünn, zäh oder brockig sein. Eine Geruchsveränderung wird in vielen Fällen als fischartig wahrgenommen. Nicht in allen Fällen wird bei einer Entzündung ein bestimmter Geruch auffällig.

Ein häufiger Grund für einen solchen verdächtigen Ausfluss ist eine Infektion der Scheide oder benachbarter Organe und Gewebe. Bei den Erregern handelt es sich um Bakterien wie Gardnerella, Trichomonas oder Chlamydien, manchmal um Viren oder Parasiten sowie in einigen Fällen um krankmachende Pilze wie Candida albicans. Eine Infektion kann bedrohlich für das Kind sein, das dadurch Schäden erleiden kann. Die Folge der Entzündung kann eine Frühgeburt oder eine Fehlgeburt sein.

Als Symptome können vor allem bei den Infektionen auch Schmerzen, ein Juckreiz oder ein Brennen beim Harnlassen zum vaginalen Ausfluss hinzukommen. Manchmal ist die Scheide gerötet oder hat weißliche Auflagerungen.

Ein verstärkter Ausfluss kann ganz am Ende der Schwangerschaft normal sein und die bald bevorstehende Geburt ankündigen. Es kann sich hier um das so genannte Zeichnen handeln, einen Abgang von Schleim und oftmals auch etwas Blut. Beim Zeichnen löst sich Schleim vom Muttermund, weil dieser sich weitet und den Geburtsweg für das Kind breit macht.

Zu den selteneren Ursachen beim Scheidenausfluss gehören Allergien, länger verweilende Fremdmaterialien oder Tumore. Sollte ein vorher nicht vorhandener, dünnflüssiger Ausfluss bestehen, kann es sich um einen Abgang von Fruchtwasser nach einem vorzeitigen Blasensprung handeln.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 18.12.2015
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