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Einflüsse auf den Eisprung, Ausfall des Eisprungs


Kommt es in jedem Zyklus zum Eisprung?

Nicht in allen Zyklen kommt es zwangsläufig zu einem Eisprung. Der Eisprung kann auch unterbleiben, was bei etwas älteren Frauen öfter der Fall ist. Ein ausbleibender Eisprung muss nicht zu Auffälligkeiten führen, oft ist der Zyklus ansonsten unverändert. Nicht selten kommt es wegen des ausgefallenen Eisprungs jedoch auch zu einer verkürzten oder auch verlängerten Dauer des Zyklus, oder die Blutung entfällt.

Umgekehrt kommt es selten auch zu einem mehrfachen Eisprung innerhalb eines Zyklus, nämlich mit einer Wahrscheinlichkeit zwischen ein und zwei Prozent. Der doppelte Eisprung kann zu einer Zwillingsschwangerschaft (zweieiige Zwillinge) führen, sofern beide Eizellen befruchtet werden.

Ab einem gewissen Alter findet kein Eisprung mehr statt - dies ist bei allen Frauen unterschiedlich. Im Durchschnitt hören die Eisprünge nach 51 Lebensjahren auf, bei manchen Frauen aber schon in den frühen 40ern, bei manchen erst mit Mitte 50. Die Frau befindet sich nun in den Wechseljahren (Menopause).

Was kann noch einen Einfluss auf den Eisprung haben?

Damit der Monatszyklus und der Eisprung richtig ablaufen, müssen eine ganze Reihe von Faktoren und Regelkreisen aufeinander abgestimmt sein. Auf den Zyklus und den Eisprung können sich vor allem hormonelle Störungen auswirken. Dazu gehören beispielsweise Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenunterfunktion, aber auch andere Abweichungen von Hormonwerten. Ebenfalls können Stress und Belastungssituationen, auch starke körperliche Anstrengung sowie Zigarettenrauch, Drogen und Arzneimittel den Eisprung beeinträchtigen. Gleiches gilt für ein viel zu hohes oder viel zu niedriges Körpergewicht.

Regelmäßiges Stillen hemmt ebenfalls den Eisprung. Dies ist jedoch nur durchschnittlich sechs Monate lang der Fall, so dass es bei Müttern trotz fortgeführten Stillens erneut zu einem Eisprung kommen kann.

Bei der Einnahme der Anti-Baby-Pille ist die Unterdrückung des Eisprungs eine erwünschte Folge. Die Pille muss allerdings gewissenhaft eingenommen werden, da sonst recht schnell wieder ein Eisprung ausgelöst werden kann. Sowohl das Vergessen der Pille als auch Erbrechen oder Durchfall können daher dazu führen, dass die Hormone der Pille keinen hohen Blutspiegel mehr erreichen und eine Schwangerschaft entstehen kann.

Wenn die Anti-Baby-Pille nach einem Zeitraum der Einnahme abgesetzt wird, ist es bei jeder Frau unterschiedlich, wann wieder ein Eisprung eintritt. Es kann schon nach zwei Wochen (einem halben normalen Zyklus) der Fall sein, aber auch einige Monate dauern.

Hängt das Geschlecht des Kindes vom Eisprung beziehungsweise der Zeit des Geschlechtsverkehrs ab?

Zumindest nach der Theorie sollten bei einem Geschlechtsverkehr wenige Tage vor dem Eisprung mehr Mädchen entstehen, bei Sex am Tag des Eisprungs dagegen mehr Jungen. In der Praxis ist die Wahrscheinlichkeit aber zu allen Zeitpunkten relativ ausgeglichen, da sehr viele Einflüsse eine Rolle spielen. Dennoch gibt es die Überlegung, dass das Kindsgeschlecht vom Zeitpunkt des Geschlechtsaktes abhängt. Spermien mit Y-Chromosom (die bei Befruchtung zu einem Jungen führen) sind schneller, aber fragiler als Spermien mit X-Chromosom (die bei Befruchtung zu einem Mädchen führen). „Männliche" Spermien hätten nach dieser Logik eher Chancen, bei Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs die Eizelle zu erreichen, während „weibliche" Spermien sich eher bei Sex einige Tage vor dem Eisprung durchsetzen würden.


Fruchtbarkeit, Eisprung, Eisprungkalender

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V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

verfasst am 24.07.2012, aktualisiert am 24.07.2012.
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