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Die richtige Intensität von Sport in der Schwangerschaft

Lesezeit: 2 Min.

In welchem Ausmaß soll der Sport ausgeübt werden?

Eine geeignete Sportart in geringer bis mittlerer Stärke wirkt sich nicht nachteilig auf die Schwangere oder ihr ungeborenes Kind aus. Meistens lässt sich die richtige Intensität daran erkennen, dass der Sport das Wohlbefinden nicht beeinträchtigt. Wenn Schmerzen auftreten oder sich die werdende Mutter nicht mehr so gut fühlt, sollte sie die momentane sportliche Betätigung unbedingt beenden.

Am besten ist es, auf die Pulsfrequenz zu achten. Sie sollte beim Sport in der Schwangerschaft nicht höher als 140 Schläge in der Minute liegen. Mit einer handelsüblichen Pulsuhr kann die Frequenz gut gemessen werden. Abschätzen lässt sich die richtige Intensität auch damit, dass eine Unterhaltung auch im Training noch möglich sein soll.

Empfehlenswert ist es, an zwei bis vier Tagen pro Woche Sport zu machen. Wurde schon vor der Schwangerschaft regelmäßig Sport ausgeübt, dann kann die werdende Mutter oft so weitermachen wie bisher. Eine viel zu große Anstrengung sollte aber unbedingt vermieden werden. Im zweiten und vor allem im dritten Drittel der Schwangerschaft sollte die Intensität noch etwas weiter heruntergefahren werden. Zum Sport gehört gerade in diesen Schwangerschaftsabschnitten auch die Regeneration danach. Zwischen den Trainingseinheiten sollten mindestens 24 Stunden liegen.

Was sollten sporttreibende Schwangere beachten?

Die Schwangere sollte sich in den regelmäßigen Untersuchungen vom Arzt zunächst die Bestätigung geben lassen, dass sie bedenkenlos Sport ausüben darf. Dann ist die wichtigste Grundregel für Sport in der Schwangerschaft, es nicht mit der Anstrengung zu übertreiben. Schwangere mit Risiken wie z. B. einem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder mit Zwillingen oder Mehrlingen müssen mit noch leichterem Training vorliebnehmen als andere Schwangere. Auch das muss mit dem Arzt abgesprochen werden.

Neben dem richtigen Ausmaß der körperlichen Ertüchtigung müssen Schwangere auf weitere Gegebenheiten aufpassen. Besonders wichtig ist es für die Sporttreibende, Unfälle und Stürze zu verhindern. Deshalb sind auch unfallträchtige Sportarten nichts für die Schwangerschaft. Stürze und heftige Einschläge sollten unbedingt vermieden werden. Bei Ballsportarten und vielen anderen Disziplinen können Schwangere keine Spiele mit Wettbewerbscharakter mehr machen. Auch bei den eigenen Bewegungen sollte eine werdende Mutter aufpassen. Die Bewegungen sollten nicht zu heftig und plötzlich sein.

Eine werdende Mutter sollte nicht nur Verletzungen in der Bauch- beziehungsweise Rumpfregion meiden. Bei Verletzungen in anderen Körperteilen kommt es zwar nicht direkt zu Problemen für die Schwangerschaft, aber es können medizinische Maßnahmen notwendig werden. Hier sollte nämlich bedacht werden, dass diese Untersuchungen, Operationen, Ruhigstellungsmaßnahmen und auch Betäubungen zu einem Risiko für die Schwangere und ihr Baby werden können.

Sport in der Schwangerschaft sollte nicht an Tagen betrieben werden, an denen es zu heiß ist. Die Hitze belastet den Organismus zusätzlich sehr stark. Bei einer Überhitzung, auch an kühleren Tagen, sollte die Schwangere lieber kürzer treten. Ebenso ungeeignet ist Sport in zu großer Höhe (Hochgebirge). Die Luft ist zu dünn und kann zu Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Sauerstoff führen.

Schwangere, die Sport machen, sollten unbedingt auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr achten. In der Schwangerschaft ist es ohnehin empfohlen, viel Flüssigkeit zuzuführen. Beim Sport geht dazu noch Wasser aus dem Körper verloren. Am besten eignet sich Mineralwasser, um den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen. Schwangere sollten zudem nur Sport treiben, wenn das letzte Essen nicht viel zu lange her ist. Sie müssen außerdem bedenken, dass durch die Schwangerschaft ohnehin schon etwas mehr Kalorien benötigt werden als sonst.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 09.02.2016
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