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Ablauf einer Klinikgeburt

Lesezeit: 2 Min.

Wie gestaltet sich die Geburt in einem Krankenhaus?

Die Geburt beginnt im Allgemeinen mit dem Einsetzen der Wehen. Richtige Geburtswehen sind im Vergleich zu Vorwehen dadurch gekennzeichnet, dass sie regelmäßig und in kurzem Zeitabstand erfolgen. Üblicherweise kommen diese Wehen dreimal pro Stunde oder noch wesentlich öfter. Falls sich die Frau, die in der Klinik entbinden will, noch nicht dort befindet, sollte sie jetzt dort hingebracht werden. Manche schwangere Frauen befinden sich zu diesem Zeitpunkt aber auch schon in der Klinik, z. B. wenn sie wegen Erkrankungen überwacht werden müssen.

Im Krankenhaus wird die angehende Mutter untersucht. Der Untersucher beurteilt, wie weit der Muttermund bereits geöffnet ist. Die Position des Kindes wird ebenso kontrolliert wie dessen Herzaktivitäten. Um die Schmerzen zu betäuben oder zu vermindern, wird häufig ein Schmerzmittel verabreicht oder eine PDA (Periduralanästhesie, Betäubung auf Rückenmarksebene) vorgenommen.

Im Normalfall wird die Entbindung von einer Hebamme betreut. In einigen Fällen ist auch gleich ein Arzt anwesend, um bei der Geburt zu helfen und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen vorzunehmen. Die Mutter liegt oder sitzt in der gewünschten Geburtsposition. Mit Unterstützung der Hebamme bringt sie das Kind in der so genannten Austreibungsphase durch wiederholtes Pressen zur Welt. Die Hebamme gibt auch Anweisungen, was die Mutter am besten machen muss. Während des Vorgangs nimmt die Hebamme auch den Dammschutz vor. Mit bestimmten Handgriffen erleichtert die Hebamme die Geburt. Schließlich wird die Nabelschnur durchtrennt und der Gesundheitszustand des Kindes beurteilt. Im Anschluss an die eigentliche Geburt kommt noch die Nachgeburt. Diese besteht hauptsächlich aus dem Mutterkuchen (Plazenta), der aus der Gebärmutter ausgestoßen wird.

Schwierigkeiten können es erforderlich machen, dass die Geburt mit Hilfe einer Zange oder einer Saugglocke vorangebracht wird. Diese Möglichkeiten können bei der Klinikgeburt gut durchgeführt werden. Auch ein Dammschnitt kann vorgenommen werden, um eine schnellere Geburt zu ermöglichen.

Nach der Geburt bleiben Mutter und Kind meist eine gewisse Zeit im Kreißsaal. Die Mutter kann ihr Kind in den Armen halten und ein erstes Vertrauen aufbauen. Entweder verlässt die Mutter mit dem Kind schon nach wenigen Stunden die Klinik (ambulante Geburt), oder sie bleibt länger dort. Je nach den Umständen kann das Kind auf eine Säuglingsstation verlegt werden, oder Mutter und Kind verbringen die Zeit gemeinsam in einem Zimmer. Bei der ambulanten Geburt ist zu beachten, dass in den Wochen danach regelmäßige Kontrollen durch die Hebamme erfolgen müssen. Diese kommt zu Mutter und Kind nach Hause und muss frühzeitig vorher engagiert werden.

Eine andere Art, das Kind auf die Welt zu holen, ist der Kaiserschnitt. Dieser findet in einem Operationssaal statt. Über einen Schnitt am Bauch wird das Kind aus der Gebärmutter geholt. In der Regel erfolgt dazu eine Betäubung mittels Periduralanästhesie (PDA, Schmerzausschaltung am Rückenmark) oder auch eine Vollnarkose. Nicht immer ist der Kaiserschnitt vorher so geplant. Manchmal gibt es Komplikationen bei einer Geburt auf normalem Wege, die es erfordern, dass ein Notkaiserschnitt ausgeführt wird.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 15.02.2016
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Aktuelle Beiträge im Forum Frauenheilkunde

 
sagt bonitavb4   vor 1 Tag  99502

bernicesz18

 
sagt Zystine   vor 6 Tage  124

Ergänzung zu meinem Schreiben: ich war gestern beim Frauenarzt, den das nicht weiter interessiert und vor 3 Wochen beim "Diagnostiker", der diesmal ... mehr

Portrait Dr. med. Wolfgang Hirsch, FRAUENÄRZTE AM POTSDAMER PLATZ DR. KIEWSKI / DR. HIRSCH, Mutterschaftsvorsorge - Intimchirurgie - Schamlippenverkleinerung, Berlin, Frauenarzt
sagt Dr. Hirsch   vor 8 Tage  151

Eine Geschlechtsbestimmung wäre an einer Eileiterschwangerschaft nur durch aufwendige Laboruntersuchungen möglich und wird nie!! gemacht.

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