Obwohl es sich bei der Gebärmutterspiegelung um einen einfachen Routineeingriff handelt, gibt es doch, wenn auch sehr selten, Operationsrisiken.
Zu diesen zählen vor allem:
- Blutungen oder Nachblutungen
- Verletzungen der Gebärmutter oder des Darms
- Die Entstehung einer Thrombose oder Embolie
- Kreislaufstörungen infolge der Narkose.
In vielen Fällen kann eine Gebärmutterspiegelung ambulant durchgeführt werden. Nach der Überwachung im Aufwachraum können sich die Patientinnen somit zuhause in ihrer gewohnten Umgebung vom operativen Eingriff erholen.
Im Falle von akuten oder chronischen Entzündungen des inneren Genitals sollte eine Gebärmutterspiegelung nicht durchgeführt werden, da es zu einer deutlichen Verschlechterung (Exazerbation) der Infektion kommen kann. Zudem wird bei Vorhandensein eines Gebärmuterhalskarzinoms oder bei Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs eher von einer Hysteroskopie abgeraten.
Relative Kontraindikationen sind zudem starke Blutungen im Bereich der Gebärmutter und eine bestehende Schwangerschaft. Nach der Gebärmutterspiegelung kann es noch zu leichter Schmierblutung aus der Scheide sowie zu vorübergehenden Beschwerden im Unterleib kommen.
Gibt es Alternativen zur Durchführung einer Gebärmutterspiegelung?
Unter Umständen kann als Alternative zur Gebärmutterspiegelung auch eine Röntgendarstellung oder eine Ultraschalluntersuchung mit Kontrastmittel durchgeführt werden. Der behandelnde Arzt muss dies individuell mit der Patientin besprechen und erklären, welche Methode er empfiehlt.
Letzte Aktualisierung am 22.07.2010.