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Brustentfernung - Behandlungen nach Mastektomie

Lesezeit: 1 Min.

Wie sieht eine Behandlung nach einer Mastektomie aus?

Bei einer Brustkrebserkrankung ist es oft mit einer Mastektomie (Brustentfernung) nicht endgültig getan. Eine Nachbehandlung des Tumors ist immer dann erforderlich, wenn Metastasen (Tumorabsiedlungen) beispielsweise in Lymphknoten vermutet werden oder der Tumor trotz ausgedehnter Operation nicht vollständig entfernt werden konnte. Prinzipiell gibt es drei verschiedene therapeutische Ansätze zur Unterstützung der operativen Therapie, nämlich die Chemotherapie, die Bestrahlung und die Hormontherapie (endokrine Therapie).

Zur Nachbehandlung von operierten Brusttumoren werden chemotherapeutische Medikamente verwendet, die das Wachstum sich schnell teilender Zellen behindern. Damit werden möglicherweise verbliebene Tumorzellen daran gehindert, sich wieder zu teilen und erneut einen Tumor auszubilden. Allerdings werden durch diese Medikamente auch andere, gesunde Körperzellen geschädigt, weshalb es beispielsweise zu Haarausfall kommen kann. In der Regel spricht ein Brustkrebs (Mammakarzinom) gut auf die Chemotherapie an.

Eine vielversprechende Weiterentwicklung im Bereich der Chemotherapie bietet der Einsatz so genannter monoklonaler Antikörper. Sie ähneln den Antikörpern, die der Körper bei Infekten mit Viren und Bakterien produziert. Ihre Aufgabe ist es, die Tumorzellen zu erkennen und zu besetzen. Sie hemmen das Wachstum der Tumorzellen und lassen sie zugrunde gehen.

Im Rahmen einer Bestrahlung wird die erkrankte Brust oder die Region mit Tumormetastasen mit ionisierender Strahlung beschossen, welche die Tumorzellen schädigt und abtötet. Eine Strahlentherapie nach Mastektomie (Brustentfernung) wird vor allem bei sehr großen Tumoren und befallenen Lymphknoten durchgeführt.

Bei der endokrinen Therapie werden Hormone und hormonähnliche Stoffe eingesetzt, die ebenfalls das Wachstum der Tumorzellen beeinflussen. Brustkrebs (Mammakarzinom) weist oft Zellen auf, die in der Nähe des Zellkerns Rezeptoren für die weiblichen Hormone besitzen. Setzen sich Östrogene oder Progesteron (beides Arten von weiblichen Hormonen) an diese Rezeptoren, wird das Wachstum der Tumorzellen angeregt. Das kann auf zweierlei Weise unterbunden werden. Entweder kann die Produktion der Östrogene mit Medikamenten unterdrückt werden, z. B. mit Mitteln aus der Gruppe der Aromatasehemmern. Die andere Möglichkeit ist es, mit Wirkstoffen die Rezeptoren zu blockieren, so dass die Östrogene dort nicht mehr ihre Wirkung entfalten können. Dies geschieht z. B. mit dem Medikament Tamoxifen.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 26.11.2015
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