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Ist eine Schwangerschaft trotz Gebärmutterpolypen möglich?

Lesezeit: 1 Min.

Ein Gebärmutterpolyp kann die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein

Ob eine Frau mit einem Gebärmutterpolypen (Polyposis uteri) schwanger werden kann, ist abhängig von der Lage und Größe des Polypen.

Kleine Polypen schränken die Empfängnisbereitschaft kaum oder gar nicht ein. Wenn bei einer Ultraschalluntersuchung ein kleiner Polyp festgestellt wird, empfiehlt es sich abzuwarten. Häufig geht er mit der nächsten Regelblutung ab. Allerdings kann auch ein kleiner Polyp an einer ungünstigen Stelle sitzen. Wenn zum Beispiel die Verbindung zwischen Eileiter und Gebärmutter von einem Polypen blockiert wird, verhindert diese Gewebewucherung, dass Sperma und Eizelle aufeinander treffen beziehungsweise dass die Eizelle in die Gebärmutter wandern kann. Ein Polyp, der am Gebärmutterhals sitzt (Zervixpolyp), kann ebenfalls ein Grund für ungewollte Kinderlosigkeit sein, denn dann ist dem Sperma der Weg in die Gebärmutter versperrt.

Sollte ein unerfüllter Kinderwunsch bestehen, können Polypen tatsächlich die Ursache sein: Sie können die Einnistung eines befruchteten Eies in der Gebärmutter verhindern. In diesem Fall sollten der Polyp unbedingt entfernt werden. Mit seiner Entfernung erhöhen sich die Chancen auf eine Schwangerschaft deutlich.

Studien haben gezeigt, dass auch Frauen, die sich einer künstlichen Befruchtung (IVF-Therapie) unterziehen, von der Entfernung der Gebärmutterpolypen profitieren. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, ist anschließend doppelt so hoch. Nach der Entfernung eines Polypen mithilfe einer Ausschabung (Kürettage) setzt die Regelblutung nach vier bis acht Wochen wieder ein. Damit ist die Möglichkeit einer Schwangerschaft gegeben. Doch auch wenn eine Ausschabung nur ein kleiner operativer Eingriff ist, sollte die Patientin anschließend für zwei bis drei Wochen auf Geschlechtsverkehr verzichten. Es empfiehlt sich, dem Körper und der Gebärmutterschleimhaut Zeit zu geben, sich von der Operation zu erholen. Beim Geschlechtsverkehr sollten daher in den ersten zwei bis drei Monaten nach dem Eingriff Verhütungsmittel verwendet werden. Anschließend steht einer Schwangerschaft nichts mehr im Wege.



U. Kohaupt Ursula Kohaupt
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 11.01.2016
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Gebärmutterpolypen

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