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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Gebärmutterpolypen bösartig sind?

Lesezeit: 1 Min.

Ein Polyp in der Gebärmutter ist kein Grund zur Beunruhigung

Polypen in der Gebärmutter (Uteruspolpyen) und am Gebärmutterhals (Zervixpolypen) sind eine häufige Erscheinung. Sie bilden sich durch Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut. Jede zehnte Frau ist davon betroffen. Polypen sind in den meisten Fällen gutartig. Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass nur 0,8 bis maximal 3,3 Prozent der diagnostizierten Polypen bösartig (maligne) sind. Die meisten der malignen Polypen werden bei älteren Frauen in der Postmenopause (nach der letzten Regelblutung), bei Frauen mit starkem Übergewicht oder Diabetes festgestellt.

Polypen verursachen selten Beschwerden und werden bei Routineuntersuchungen mit Ultraschall oft zufällig entdeckt. Ist ein Polyp festgestellt worden, sollte vom Gynäkologen regelmäßig kontrolliert werden, ob er sich verändert. Selbst wenn die meisten Polypen harmlos sind, raten Ärzte dazu, sie über kurz oder lang entfernen zu lassen. Mit dem Ultraschall lässt sich nicht feststellen, ob ein Polyp gut- oder bösartig ist. Erst die Laboruntersuchung einer Gewebeprobe (Biopsie) kann ausschließen, dass Krebszellen vorhanden sind.

Die Entfernung von Gebärmutterpolypen erfolgt mit einer Ausschabung (Kürettage) – ein komplikationsarmer Routine-Eingriff, der unter Vollnarkose durchgeführt wird. Die Patientin kann häufig am selben Tag wieder nach Hause entlassen werden. Die Ausschabung wird meist mit einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kombiniert. Bei dieser endoskopischen Untersuchung kann sich der Arzt Gebärmutterhals und Gebärmutterhöhle von innen betrachten und so kleinste Veränderungen wahrnehmen.

Entfernt werden muss ein Polyp in jedem Fall dann, wenn ein Kinderwunsch vorliegt, da die Schleimhautwucherung die Empfängnis verhindern und zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen kann. Auch wenn unabhängig davon die Polypen aufgrund ihrer Lage oder Größe Beschwerden verursachen, ist es angebracht, sie zeitnah zu entfernen.

Bei Frauen, bei denen einmal Polypen diagnostiziert werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich nach Entfernung irgendwann wieder neue Polypen bilden. Eine regelmäßige Kontrolle mit Ultraschall ist daher zu empfehlen.



U. Kohaupt Ursula Kohaupt
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 11.01.2016
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