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Symptome einer Scheidenentzündung (Kolpitis)

Lesezeit: 2 Min.

Symptome von Scheidenentzündungen

Die Symptome von Scheidenentzündungen hängen davon ab, welcher Keim oder welche andere Ursache verantwortlich ist. In vielen Fällen zeigt sich ein Ausfluss aus der Scheide. Juckreiz, Brennen und Schmerzen finden sich ebenfalls oft bei Scheidenentzündungen. Sex kann schmerzhaft sein. Die Schleimhaut ist gerötet. Die Entzündung kann neben der Scheide und den Schamlippen auch andere Organe betreffen, beispielsweise kann sie auf die Harnröhre und Harnblase übergreifen. In einigen Fällen steigt sie als Komplikation über den Gebärmutterhals und die Gebärmutter auf. Sie kann dann zu einer Eileiter- und Eierstockentzündung (Adnexitis) werden, die unter anderem eine Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann.

Einzelne Keimarten führen zu besonderen Anzeichen, wenn sie eine Scheideninfektion verursachen.

Eine Scheidenentzündung (Kolpitis) aufgrund von Bakterien zeigt häufig einen gelblichen bis grünlichen und teils eitrigen Ausfluss. Das Sekret der Vagina riecht oft sehr unangenehm, fischartig oder faul.

Eine so genannte bakterielle Vaginose ist eine Form der Scheideninfektion, die eher geringe Symptome zeigt. Die bakterielle Vaginose wird manchmal auch Aminkolpitis genannt. Teilweise ist nur ein vermehrter Ausfluss festzustellen. Oft ist aber auch Juckreiz sowie der fischartige Geruch vorhanden.

Auch die Scheideninfektionen mit Chlamydien weisen oft eher mäßige Symptome auf. Typisch für Chlamydien ist eine Harnröhrenentzündung mit einem brennenden Gefühl beim Wasserlassen. Gerade Chlamydien können sich nach oben ausbreiten (bis hin zu den Eierstöcken) oder bei entsprechendem Kontakt auch andere Organe wie Mastdarm, Mund und Rachen oder Augen befallen.

Ist die Scheidenentzündung durch Pilze bedingt, dann zeigen sich weißliche, cremige oder trocken-brockige Beläge. Ist die Hefepilzart Candida albicans daran beteiligt, dann wird das Krankheitsbild als Soor bezeichnet.

Der Einzeller Trichomonas kann zu Scheideninfektionen mit grünlichem, oft schaumartigen Ausfluss mit sehr unangenehmem Geruch, Brennen und Juckreiz führen (Trichomonaden-Kolpitis).

Ein Herpesbefall der weiblichen Genitalien führt zu Ausfluss und schmerzhaften Bläschen.

Diagnose

Am Anfang der Untersuchungen steht das Gespräch zwischen Patientin und Arzt. Die Patientin schildert ihre Beschwerden und gibt Auskunft über weitere gesundheitliche Angelegenheiten. Um die Ursache herausfinden zu können, wird z. B. auch nach den sexuellen Aktivitäten und Geschlechtspartnern gefragt. Dann untersucht der Arzt die Betroffene körperlich und betrachtet auch das Innere der Scheide sowie den Muttermund (Untersuchung mit dem Spekulum). Färbung, Geruch und Konsistenz eines eventuellen Ausflusses werden beurteilt, und ein Abstrich wird genommen, um im Labor Krankheitserreger auffinden zu können. Der pH-Wert in der Vagina kann auf einfache Weise ermittelt werden, so dass der Arzt sehen kann, ob die Erscheinungen mit einem ungünstigen Milieu zusammenhängt. Ein Urintest und ein Bluttest können ebenfalls manchmal aufschlussreich sein.

Des Weiteren untersucht der Arzt, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder vorliegen könnte. Danach entscheidet sich, ob bestimmte Medikamente bedenkenlos gegeben werden können oder nicht.

Differenzialdiagnose

Entzündungen der Scheide sind meist gut festzustellen und können auch von der Art her oft gut unterschieden werden. Dennoch kann hinter den Beschwerden auch eine andere Erkrankung stecken. So können unter anderem auch Infektionen, die nicht direkt die Scheide betreffen, Fremdkörper oder Tumore zu Scheidenbeschwerden führen.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 13.08.2015
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sagt bonitavb4   vor 2 Tage  99521

bernicesz18

 
sagt Zystine   vor 6 Tage  126

Ergänzung zu meinem Schreiben: ich war gestern beim Frauenarzt, den das nicht weiter interessiert und vor 3 Wochen beim "Diagnostiker", der diesmal ... mehr

Portrait Dr. med. Wolfgang Hirsch, FRAUENÄRZTE AM POTSDAMER PLATZ DR. KIEWSKI / DR. HIRSCH, Mutterschaftsvorsorge - Intimchirurgie - Schamlippenverkleinerung, Berlin, Frauenarzt
sagt Dr. Hirsch   vor 9 Tage  156

Eine Geschlechtsbestimmung wäre an einer Eileiterschwangerschaft nur durch aufwendige Laboruntersuchungen möglich und wird nie!! gemacht.

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