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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Lesezeit: 2 Min.

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart des weiblichen Körpers

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist ein bösartiger Tumor in der Brust. Bei Frauen ist Brustkrebs der häufigste bösartige Tumor. Zu fast einem Viertel aller Krebsfälle von Frauen handelt es sich um Brustkrebs. Etwas mehr als zehn Prozent der Frauen erkranken im Laufe ihrer Lebenszeit daran. Brustkrebs kann, wenn auch sehr selten, aber auch beim Mann auftreten. Wie alle bösartigen Neubildungen hat auch Brustkrebs die Eigenschaft, streuen zu können, also Metastasen (Tochtergeschwülste) an anderen Körperstellen zu bilden. Ungefähr 30 Prozent der Betroffenen versterben an den Folgen der Brustkrebserkrankung.

Weil der Tumor verhältnismäßig häufig vorkommt, ist eine regelmäßige Früherkennung besonders wichtig. So kann der Brustkrebs schon in einem niedrigen Stadium festgestellt und behandelt werden. Die Behandlung von Brustkrebs geschieht meist mittels einer Operation zur Entfernung des Tumors. Chemotherapie, Hormontherapie und Bestrahlung können ebenfalls zum Einsatz kommen.

Ursachen

Die genaue Ursache von Brustkrebs konnte bisher nicht ermittelt werden. Bei der Erkrankung ist es eher sinnvoll, die Risikofaktoren zu beschreiben. Einige Einflüsse begünstigen die Entstehung des Tumors in der Brust.

Das Risiko, Brustkrebs zu bekommen, kann vererbt werden. Wenn bereits eine nahe Blutsverwandte von dem Tumor betroffen ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit für eine Frau erhöht, selbst einen Brustkrebs zu entwickeln. Je mehr Verwandte einen Brustkrebs bekommen haben und je früher er bei diesen aufgetreten ist, umso höher ist das Risiko.
Es gibt darüber hinaus sogar spezielle Gene (BRCA 1 und BRCA 2), die zu einem sehr hohen Brustkrebsrisiko (50 Prozent bis fast 90 Prozent) führen. Wenn mehrere Verwandte bestimmte Formen von Krebs entwickelt haben, dann ist ein Gentest auf diese Tumorgene sinnvoll.

Auch eine eigene, bereits abgelaufene Brustkrebserkrankung erhöht das Risiko, dass ein zweites Mal ein Brustkrebs neu entsteht. Andere Krebsarten wie Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) oder Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) führen jedoch auch zu einer Risikoerhöhung für Brustkrebs.

Hormone spielen bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle. Deshalb sind einige bestimmte Zustände, die mit dem Hormonhaushalt zu tun haben, Risikofaktoren. Insbesondere ist es ein hoher Spiegel des Hormons Östrogen. Zu den östrogenabhängigen Risikofaktoren gehören ein frühes Eintreten der ersten Monatsblutung im Leben und ein später Eintritt in die Wechseljahre. Auch eine Frau, die kein Kind zur Welt gebracht hat, hat ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Eine Einnahme von Hormonen, beispielsweise auch die Anti-Baby-Pille, lässt die Möglichkeit um einen geringen Anteil steigen, dass ein Mammakarzinom entsteht.

Auf dem Boden einer Mastopathie (ein krankhafter Umbau des Brustgewebes) entsteht häufiger ein Brustkrebs als in einer unveränderten Brustdrüse. Ebenso ist dies der Fall, wenn eine gutartige Vermehrung der Drüsenlappen besteht.

Allgemein erhöhen Übergewicht (Adipositas) und eine ungesunde Ernährung mit viel Fett und Fleisch die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken. Rauchen und hoher Alkoholkonsum sind weitere Faktoren, unter denen das Brustkrebsrisiko verstärkt ist.

Das Alter ist ebenfalls als eine Art Risikofaktor anzusehen. Nach den Wechseljahren steigt die Erkrankungshäufigkeit, das Durchschnittsalter liegt bei 63 Jahren. Doch nicht selten können auch jüngere Frauen Brustkrebs bekommen. Schon aus den Medien sind Frauen bekannt, die bereits mit Mitte oder Ende 20 oder Anfang 30 an Brustkrebs leiden. Insgesamt ist nur ein relativ geringer Teil der von Brustkrebs Betroffenen unter 35 Jahre alt. Trotzdem macht es deutlich, dass schon junge Frauen ihre Brust selbst immer einmal wieder untersuchen sollten.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 20.10.2015
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sagt Dr. Hirsch   vor 4 Tage  67

Es ist bekannt, dass nach einer Entfernung beider Eierstöcke eine Gewichtszunahme eintreten kann, wenn keine Hormone ersetzt werden.

 
sagt dawala   vor 4 Tage  125161

Hallo steffy,

zur Feststellung eines Teils des Hormonspiegels ist der Endokrinologe zuständig. Das ist ein Facharzt, der sich nur auf unseren sehr ... mehr

?
fragt Luna2379   vor 7 Tage  38

Guten Morgen
Ich bin seid 7 Monaten steriliesiert und habe auch immer meine blutung bekommen für waren sehr unterschiedlich.
Mal waren es 12 Tage ... mehr

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