Die Chorionzottenbiopsie oder die Plazentabiopsie erfolgt meist ohne Betäubung, weil in der Regel keine größeren Schmerzen auftreten. Die Gabe eines Beruhigungsmedikaments kann aber sinnvoll sein.
Zur Biopsie durch die Bauchwand erfolgt eine Hautdesinfektion. Unter Ultraschallkontrolle wird die Nadel vorsichtig eingeschoben, bis sie an der gewünschten Stelle in der Gebärmutter liegt. Die Zellen aus dem Mutterkuchen werden durch Absaugung gewonnen. Daraufhin wird die Nadel wieder entfernt.
Beim Zugangsweg der Chorionzottenbiopsie über die Scheide wird ein feiner Katheter durch den Muttermund bis zum Mutterkuchen vorgeschoben. Dazu erfolgt eine Ultraschallkontrolle. Die Gewinnung des Materials geschieht ebenfalls durch Absaugen.Mütter mit rhesus-negativem Blut erhalten noch ein Medikament, welches eine Rhesusfaktor-Unverträglichkeit mit dem Kind verhindert.
Das Zellmaterial wird in ein Labor zur Untersuchung gebracht. Das Ergebnis steht nach zwei oder drei Tagen fest. Es finden aber noch Langzeituntersuchungen statt, deren Resultate erst nach zehn Tagen erhalten werden können.
Letzte Aktualisierung am 22.07.2010.