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Klettern - Indoor

Indoor-Klettern in Kletterhallen, sowie Bouldern und Hochseilgarten!

Das Klettern ist eine Sportart mit langer Tradition, die auf viele Menschen eine große Faszination ausübt. Ging es in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten vor allem um das alpine Klettern, bei dem die Erreichung eines Gipfels und nicht so sehr die Kletterroute im Vordergrund stand, so haben sich in den letzten Jahren neue Formen des Kletterns etabliert.

Klettern stellt hohe körperliche und psychische Anforderungen, aber gerade dies macht für viele Menschen den Reiz aus. Man kann die eigenen Grenzen testen, erlebt das Gefühl, auch schwierige Situationen erfolgreich zu meistern und sich dabei voll auf seine Kameraden verlassen zu können.

Neben dem Klettern im Freien ist in letzter Zeit das Klettern in Kletterhallen immer beliebter geworden, ja es erlebte einen regelrechten Boom. Diese Kletterhallen werden vom Deutschen Alpenverein oder von freien Trägern betrieben und bieten dem Anfänger und Fortgeschrittenen viele Möglichkeiten, ihren Sport auszuüben.

Das Klettern in einer Kletterhalle ist weniger gefährlich als das Klettern im Freien, da vor allem die Witterungseinflüsse wegfallen, jedoch sind auch hier Unfallgefahren vorhanden, die es bei Einhaltung gewisser Regeln weitgehend zu vermeiden gilt.

Wer im Freien klettert und sich einmal auf den Weg zum Gipfel gemacht hat, kann nur sehr schwer wieder zurück, an der Kletterwand ist dies immer möglich. Der Kletterer in der Wand wird durch eine Person, die unten steht, gesichert und kann so in Situationen, wo er nicht weiter kommt und die über seine physischen und psychischen Kräfte gehen, jederzeit die Route abbrechen und von der Sicherungsperson nach unten zurückgelassen werden. Wichtig ist, dass die Sicherungsperson erfahren ist und über genaue Kenntnisse der Sicherungstechnik und des Kletterns im allgemeinen verfügt. Der Kletterer in der Wand muss sich auf diese Person voll verlassen können. Nur so ist seine Sicherheit gewährleistet.

Kletterhallen gibt es mittlerweile in jeder größeren Stadt. Die Hallen sind zwischen ca. 15 und 40 m hoch, die Kletterrouten können jedoch viel länger sein. Es gibt sowohl sehr leichte, mittelschwere als auch extrem schwierige Routen für absolute Könner. An der Kletterwand befinden sich Klettergriffe aus Kunststoffe oder Holz. Diese variieren in Form, Größe und Anordnung. Die Routen sind umso schwieriger, je kleiner die Griffe sind. Bei den leichten Routen sind die Griffe sehr groß und handlich, sodass auch ein durchschnittlich begabter Anfänger hier schnell zurecht kommt. Der Stand auf diesen Griffen ist gut möglich und sie sind auch mit den Händen gut zu greifen. Für absolute Könner gibt es Griffe, die sich kaum noch von der Wand abheben. Manchmal ragen sie nur einige Zentimeter oder gar nur einige Millimeter aus der Wand heraus.

Ein weiteres Unterscheidungskriterium für die Schwierigkeitsgrade der Kletterrouten ist der Neigungswinkel der Kletterfläche. Schräge Teile in der Wand, auf denen der Kletterer das Gefühl hat, sogar noch stehen zu können, sind natürlich leichter als eine senkrechte Wand oder gar Überhänge. Letztere sind für absolute Könner geeignet. Diese verfügen nicht nur über normale Kletterfähigkeiten, sondern sind wahre Akrobaten.

Die Grundausrüstung für das Klettern in der Halle besteht aus dem Klettergurt, Kletterschuhen, Sicherungsgerät, Schraubkarabiner, Kletterseil, Espressset und Magnesiabeutel. Sehr wichtig ist, es die Anlegung des Klettergurtes und die Anwendung der Technik sehr genau zu beherrschen. Dies gilt sowohl für den Kletterer als auch die Sicherungsperson. Andernfalls kann es lebensgefährlich werden.

Neben Kletterwänden unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade gibt es in vielen Kletterhallen noch andere Klettermöglichkeiten. Einige Hallen haben einen Hochseilgarten, andere einen Kletterbaum, große Hallen haben auch beides.
Ein Indoor-Hochseilgarten ist ähnlich aufgebaut, wie ein Outdoor-Hochseilgarten und wird auch Skywalk genannt. Hier sind verschiedene Hindernisse mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad zu überwinden. Der Kletterer wird von einem Schienensystem bewegt und mit Seilen gesichert.

Ein Kletterbaum wird ebenfalls sehr gern von Sportlern aller Altersgruppen genutzt.

Wichtige Indoor-Kletterformen sind das Sportklettern, Speedklettern und Bouldern. Diese Formen sind auch im Outdoor-Bereich an Felsen möglich.

Beim Sportklettern werden ca. 15 - 40 m hohe Wände mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad bestiegen. Erforderlich sind Kraft, Ausdauer sowie eine gute Technik und Taktik. Jeder Kletterer muss sich auf seine Kameraden verlassen können. Das Ziel des Sportkletterns ist es, eine Route innerhalb eines festen Zeitlimits möglichst sturzfrei zu meistern. Die Schwierigkeitsgrade beim Klettern werden in Skalen eingeteilt. Der Grad 1 ist die niedrigste Schwierigkeitsstufe. Sie zeichnet sich durch große Griffe und eine gute Standfläche aus. Es handelt sich jedoch auch hier nicht mehr um Geländewandern. Die Hände müssen auch bei diesem Schwierigkeitsgrad bereits mit zur Sicherung eingesetzt werden. Schwierigkeitsgrade von 4 - 6 sind schon sehr anspruchsvoll und Schwierigkeitsgrade von 8 oder 9 den absoluten Könnern und Profis vorbehalten. Hier sind akrobatische Fähigkeiten gefragt. Um die Schwierigkeitsstufe genauer differenzieren zu können, werden sie nicht nur in Zahlen, sondern zusätzlich auch noch in Buchstaben eingeteilt. So gibt es dann z.B. den Schwierigkeitsgrad 6b, der anspruchsvoller ist als Grad 6a.

Beim Speedklettern entscheidet die Klettergeschwindigkeit über den Sieg. Hier sind Maximal- und Schnellkraft sowie hohe Greif- und Trittpräzision trotz höchster Geschwindigkeit gefragt.

Das Bouldern ist Klettern in Absprunghöhe. Es erfolgt ohne Seil. Die Sicherung erfolgt über Weichbodenmatten, die eventuelle Stürze abfangen. Die Bewegungsabläufe sind auch hier oft akrobatisch. Gute Kenntnisse im Geräteturnen sind von Vorteil.
Es gibt zahlreiche Wettkämpfe, die in Kletterhallen durchgeführt werden. Diese können auf regionaler Ebene durchgeführt werden, als auch überregional. Höhepunkte sind die Deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften. Die Wettkämpfe werden sowohl im Sportklettern, Speedklettern als auch im Bouldern durchgeführt.

 

Welche Voraussetzungen sind für das Klettern erforderlich und wer kann überhaupt klettern?

Sicherlich ist es von Vorteil, bereits als Kind mit dieser Sportart zu beginnen, da das Erlernen viel leichter fällt. Dies heißt jedoch nicht, dass es zu einem späteren Zeitpunkt, zum Beispiel als Jugendlicher oder Erwachsener, keinen Zweck mehr hätte. Wer gesund ist und über eine normale Beweglichkeit verfügt, kann es versuchen. Dabei ist es ideal, die ersten Kletterversuche nicht im Freien, sondern in der Halle zu unternehmen. Hier ist es viel leichter, bei Schwierigkeiten und Problemen sofort einzugreifen. Klettern erfordert nicht nur Kraft, sondern auch Koordination und Beweglichkeit. Auch ist der psychische Aspekt nicht zu unterschätzen. Das Gefühl, in einer senkrechten Wänd zu hängen und dort weitergehen zu müssen, führt oft zu Ängsten und Blockaden, obwohl man körperlich durchaus dazu in der Lage wäre.

Selbstvertrauen, Geschicklichkeit, Flexibilität und Risikobereitschaft sind die wichtigsten Eigenschaften, über die ein Kletterer verfügen sollte.

Klettern hat jedoch auch eine guten gesundheitlichen Effekt. Durch die anspruchsvollen, vielseitigen Bewegungen wird die Muskultur, vor allem die Rückenmuskulatur gestärkt. So kann Rückenbeschwerden vorgebeugt werden. Nicht zu unterschätzen ist auch die positive Wirkung auf die Psyche. Klettern bietet die Möglichkeit, aus eigener Kraft Schwierigkeiten zu meistern, die doch nicht ganz alltäglich sind. Immer wieder stößt man auf der Kletterroute auf Grenzen, wo es nicht mehr weiterzugehen scheint. Hier ist dann die Mobilisierung aller körperlichen und geistigen Kräfte gefragt, um eine Lösung zu finden. Dies geschafft zu haben, hat positive psychische Auswirkungen. Hier werden Ressourcen aufgebaut, die auch bei der Meisterung anderer Probleme eingesetzt werden können.

Letzte Aktualisierung am 18.04.2012.
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