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liposuktion marcumar

2 Beiträge - 99 Aufrufe
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tira  fragt am 14.12.2016
Guten Tag. Ist eine liposuktion bei lipödem in denOberschenkeln möglich, wenn man marcumar nimmt, bzw.auf Heparin umstellt für die Operation? MFG tira
 
Salomon  sagt am 19.12.2016
Hallo tira,

also ich habe gerade bisschen gegoogelt, es gibt auf jeden Fall mehrere Fälle, bei den marcumar vor einer OP abgesetzt wird, ich würde das aber immer mit dem behandelndem Arzt besprechen. Es existieren auf jeden Fall auch nicht-operative Methoden zur Behandlung von einem Lipödem. Die folgenden Infos habe ich von der Webseite von Dr. Dominik von Lukowicz & Kollegen (Ästhetik in München). Neben den unten geposteten Infos findest du auf der Webseite auch noch mehr Informationen.

""Es gibt einige Mög­lich­kei­ten, die Belas­tung non-ope­ra­tiv etwas zu lin­dern. Die fol­gen­den Maß­nah­men zie­len meist dar­auf ab, den Was­ser­ein­la­ge­run­gen ent­ge­gen­zu­wir­ken und den Lymph­fluss wie­der anzu­kur­beln. Dadurch sol­len die Schwel­lun­gen in Armen und Bei­nen zurück­ge­hen und die Bewe­gungs­frei­heit kann Betrof­fe­nen ein Stück weit zurück­ge­ge­ben wer­den. Neben durch­aus seriö­sen The­ra­pien, gibt es jedoch auch Medi­ka­mente, die Betrof­fe­nen eher scha­den, als zu hel­fen und zu lin­dern.""

""Bewegungstherapie

Zwar kann man das Lipö­dem nicht „weg­spor­teln“, den­noch hält regel­mä­ßige Bewe­gung das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem fit und regt zudem den Lymph­ab­fluss an. Die Schwel­lun­gen der Beine kön­nen jedoch durch Sport zuneh­men, des­halb sollte bei sport­li­cher Betä­ti­gung immer Kom­pres­sionswäsche getra­gen wer­den. Diese ver­hin­dert, dass das Blut bei Anstren­gung den Weg nicht mehr nach oben zum Her­zen schafft und in das Gewebe oder unter die Haut gepumpt wird. Da die Gelenke bei Lipö­dem-Pati­en­ten meist stär­ker bean­sprucht sind, eig­nen sich Sport­ar­ten wie Schwim­men, Aqua­gym­nas­tik und Aquacy­cling.""

""Entstauungstherapie

Durch Lymph­drai­na­gen­ der betrof­fe­nen Extre­mi­tä­ten wird zunächst der Lymph­fluss ange­regt, so dass über­schüs­sige Lymph­flüs­sig­keit leich­ter abflie­ßen kann. Im Anschluss erfolgt eine Ban­da­gie­rung, die über Nacht belas­sen wer­den kann, sodass der Effekt der Lymph­drai­nage län­ger anhält. Die Ent­stau­ungs­the­ra­pie bewirkt tem­po­rär eine leichte Umfangs­re­du­zie­rung und in vie­len Fäl­len einen Rück­gang der Schmer­zen. Anhal­tende Bes­se­run­gen blei­ben aber lei­der aus, da das Grund­pro­blem nicht behan­delt wird.""

""Entwässerung mit Medikamenten

Neben den unge­woll­ten Fett­an­samm­lun­gen haben Pati­en­tin­nen, die vom Lipö­dem betrof­fen sind, mit Was­ser­ein­la­ge­run­gen zu kämp­fen. Des­halb wer­den häu­fig ent­wäs­sernde Medi­ka­mente ein­ge­nom­men, die das Pro­blem jedoch ledig­lich ver­schlim­mern. Die Wirk­stoffe in den Medi­ka­men­ten ent­zie­hen den Blut­ge­fä­ßen selbst das Was­ser. Die Was­ser­ein­la­ge­run­gen, wie sie beim Lipö­dem vor­kom­men, befin­den sich jedoch zwi­schen den Zel­len und genau dort wir­ken die ent­wäs­sern­den Medi­ka­mente nicht. Fol­gen die­ser fal­schen Anwen­dung kön­nen ein Man­gel an Elek­tro­ly­ten sein und Throm­bose. Aus die­sem Grund soll­ten Betrof­fene Ent­wäs­se­rungs­ta­blet­ten mei­den.""

""Diäten – Lipödem und die Ernährung

Lei­der sind Diä­ten weit­ge­hend nutz­los in Bezug auf das erkrankte Fett­ge­webe. Das betrof­fene Areal gibt die Ener­gie­spei­cher selbst bei regel­mä­ßi­gem Sport und stren­ger Diät nicht frei. Das Fett bleibt, wäh­rend der Rest des Kör­pers – ins­be­son­dere der Ober­kör­per – immer weni­ger wird. Dies bedeu­tet jedoch nicht, dass Lipö­dem-Pati­en­tin­nen nicht wie alle Men­schen auf eine gesunde und aus­ge­wo­gene Ernäh­rung ach­ten soll­ten. Denn Gewichts­zu­nah­men haben einen nach­weis­lich schlech­ten Ein­fluss auf das Lipö­dem.""

""Gemeinsamer Nachteil aller konservativen Therapien

Wie in den Leit­li­nien der Gesell­schaft für Phle­bo­lo­gie fest­ge­hal­ten ist, kommt es durch die kon­ser­va­tive The­ra­pie nicht zur Reduk­tion von Fett­zel­len, son­dern ledig­lich zu einer Ent­stau­ung durch den ver­bes­ser­ten Lymph­fluss. Damit kann Pati­en­tin­nen zwar kurz­zei­tig gehol­fen wer­den und im bes­ten Fall schrei­tet die Erkran­kung durch kon­ser­va­tive Maß­nah­men nicht wei­ter fort, eine dau­er­hafte Bes­se­rung tritt aber nicht ein.
Da es sich wie erwähnt beim Lipö­dem nicht um die Folge mas­si­ven Über­ge­wichts han­delt, kann die Fett­re­duk­tion auch nicht durch strenge Diä­ten erzwun­gen wer­den. Eine lang anhal­tende Lösung bie­tet hier eine Fett­ab­sau­gung, auch Lipo­suk­tion genannt. Bei die­sem Ein­griff kön­nen die vie­len Fett­zel­len scho­nend, sanft und vor allem nach­hal­tig abge­saugt wer­den.""

Ich hoffe du findest die Infos, die du brauchst. Wie gesagt solltest du dich hier mit dem Spezialisten absprechen. Ich denke aber, dass eine Operation trotzdem möglich sein sollte.

LG,

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