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Schulterop vor 8 Wochen und immer noch schmerzen

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Schulterop vor 8 Wochen und immer noch schmerzen
Orthopädie

hallo,
ich habe am 25 mai 2011 eine schulterathroskopie gemacht bekommen.
es wurde ein riss geglätet,starke arthrose,starke bursitis,und das schulterdach wurde abgefräst.
dann wurde ein gilchris angelegt den ich aber nach 10 tagen weggemacht hatte da ich total steif in der hws war.
der arzt meinte ich bräuchte es nicht mehr.
ich bekam von der krankenkasse eine bewegungsschiene das ganz gut ging.
habe kg gemacht was es aber nicht besser machte sondern jedesmal schlimmer.
nun war ich vor 3 tagen bei meinem arzt und er spritze mir cortison in die schulter,das höllisch weh tat.
nun gehts mit dem schmerz etwas besser aber sobald ich mein arm hebe tuts eben weh.
kann nix über kopf machen dann hab ich schmerzen ohne ende.
ist das den alles normal das es so lange so schmerzt?
ich kann auch überhaupt nicht auf die schulter liegen,und da ich nur auf der seite schlafen kann schmerzt die andere auch schon sehr.
ist das den normal oder hab ich einfach nur zu wenig geduld?

lg conny

Schulterop vor 8 Wochen und immer noch schmerzen
Orthopädie

hi du...ja ick muss leider sagen...letzteres trifft zu...du hast zu wenig geduld...wie die meisten patienten...gerade schultern dauern sehr sehr lange...weil das schultergelenk das komplizierteste gelenk im körper ist...die gelenkpartner passen anatomisch nicht zusammen...die die gelenkpfanne ist sehr klein und flach...sie umschließt den oberarmkopf nicht mal zu einem drittel...daher müssen die die bänder, muskeln, sehnen und die kapsel für stabilität sorgen und daher ist das schultergelenk ein sehr muskel- und bandgeführtes gelenk...außerdem ist der sog. subacriomialraum anatomisch schon sehr eng...das ist der raum zwischen schulterdach, schlüsselbein und oberarmkopf...und durch diesen ohnehin schon engen raum ziéhen noch jede menge sehnen und bänder...naja und son paar schleimbeutel liegen da auch noch rum...durch die reizung schwellen bursae (=schleimbeutel), sehnen und nerven an und behindern sich ebenfalls...folge eine heftige entzündungsreaktion entsteht und daraus schmerz als warnsignal...daraufhin schonst du das gelenk und die eigendlich sehr weite kapsel schrumpft und verklebt...folge der raum wird noch enger...und der prozess verschlechtert sich weiter...bei der op gehen die ärzte nicht grad zimperlich mit dir um...sin halt chirurgen...wie in ner werkstatt...und irgendwie müsen se ja ans gelenk ran...also wühlen se sich im wahrsten sinne des wortes durch die muskulatur durch...und halten die mit ihren instrumenten fest...das se was sehen und arbeiten können...folge...es entstehen kleine mikroverletzungen und risse in den kleinsten muskeleinheiten (actin und myosin) und die struktuiren werden überdehnt...das dauert lange...weichteilverletzungen heilén langsamer als z.b. ein knochenbruch...deshalb dauert das so lange.
zum thema physiotherapie...die ist ungeheuer wichtig...eben um zu verhindern das das gelenk einsteift und die kapsel verklebt...und ein guter physiotherapeut arbeitet viel mit weichteiltechniken und erarbeitet sich in kleinen schritten ein größeres bewegungsausmaß und geht nicht gleich voll rein in die bewegung...auch wird immer nur bis an die schmerzgrenze heran gearbeitet aber nie darüber hinanus...weil sonst der dehnungsreflex anspringt und reflektorisch zum schutz vor verletzungen dicht macht...meine schulterpat. betreue ich durchschnittlich etwa n halbes bis dreiviertel jahr mit regelmäßiger krankengymnastik...manche mehr manche weniger...kommt auf die ausgangslage an...ein junger sprotlich aktiver mensch ist schneller wieder fit als ein über 80jähriger der nur im sessel sitzt (wobei es natürlich auch >80j.-akive & faule 20j. sesselpupser gibt -> da trifft das natürlich genauso zu)...und die angaben beziehen sich nur auf sg-arthroskopien...nach TEP-Einsatz (=Gelenkprothese) dauert es noch länger...
bekommst du nur krankengymnastik oder auch lymphdrainage...erfahrungsgemäß sprechen schultern auch sehr gut auf mld an...insbes. wenn se stark geschwollen sind und deshalt keine bewegung zulassen...mal beim arzt nachfragen. gute besserung...ansonsten einfach mal die physio wechseln...alles gute.

Schulterop vor 8 Wochen und immer noch schmerzen
Orthopädie

hallo,
erstmal vielen dank für die ausführliche antwort.
kein arzt hat es mir so ausführlich erklärt wie du...danke.
ja ich denke auch das ich eben ein bisschen wenig geduld habe,aber ich habe auch schon dauerschmerzen seit okt.
krankengymnastik soll ich gar keine mehr laut arzt machen.
der physiotherapeut ist von der 3 ten woche an voll aufs ganze gegangen.
gleich mit ner 2 kg handel den arm belasten.
dann im liegen den arm mit der handel nach oben durchstrecken und so weiter.
irgendwann in der 4 ten woche bekamm ich mein arzt nur noch mit ganz viel schmerzen und überwindung hoch.
musste sogar handdrücken mit ihm machen.
na und ich sagte oft genug ich kann nicht da es echt schlimm weh tat und danach immer noch schlimmer wurde.
lympdrinage bekamm ich nie.
wobei ich oft denke das meine schulter echt geschwollen ist den selber der leichteste bh träger tut weh.
na nun hab ich nach der cortison spritze bis heute kaum schmerzen gehabt...
aber seit heute mittag spannts wieder und schmerzt.
nur die cortisonspritzen kann ich normal nicht bekommen da ich diabetikerin bin und damit meine zuckerwerte echt hoch gehn.

ich weiss nun echt nicht was gut ist...
der arzt meint ich könne in einer woche wieder arbeiten,da sind es dann 9 wochen nach der op.
ich fange ja einen neuen job an wo ich auch leute aus dem bett heben muss und mal halten.
ich habe aber keine anhnung ob ich das kann und auch darf.
ich kann doch nicht anfangen und nachher jammern weil es weh tut ohne ende.
soll ich mich lieber weiter krank schreiben lassen oder es einfach machen und den schmerz aushalten?
sorry für mein langes schreiben,aber man bekommt vom arzt einfach keine gescheite auskunft.
lg conny

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