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Körperliche arbeit mit künstlichem Hüftgelenk

11 Beiträge - 9891 Aufrufe
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andy2005  fragt am 05.08.2009
hallo

ein freund von mir soll eine künstliche Hüfte bekommen!

bei unserem letzten treffen haben wir diskutiert ob er noch weiter arbeiten kann danach!

un er arbeitet als Messebauer wo er sehr schwer heben muss, auserdem ist er noch im Lager tätig!

bitte sagt mir was mann mit einer künstlichen hüfte so alles noch machen kann!

er ist 39 Jahre!

falls das was zur sache tut!

Ich danke schon mal für eine antwort

LG
Andy
 
malena71  sagt am 24.11.2012
Hallo Andy,
grundsätzlich rät man davon ab, mit einer künstlichen Hüfte allzu schwer zu heben. Bis 10,15 kg ist es, denke ich, in Ordnung. Mein Stiefvater ist Orthopäde, er meint auch, einen Beruf auszuüben mit schwerer körperlicher Arbeit ist nicht ratsam. Jedoch ist zu sagen, manche haben mehr, manche weniger Probleme.... Dein Freund sollte es langsam angehen, er wird es schon merken, was geht...
Portrait Prof. Dr. med. Fritz Thorey, ATOS Klinik Heidelberg, HKF - Zentrum für Hüft-, Knie- und Fußchirurgie, Empfehlung durch FOCUS Ärzteliste Orthopädie, Heidelberg, Orthopäde, Orthopäde und Unfallchirurg
Prof. Dr. Thorey  sagt am 11.12.2012
Lieber Andy,
ich bin selber Hüft- und Kniechirurg und implantiere u.a. Hüft- und Knieendoprothesen. Abhängig von der Belastbarkeit der Prothese im späteren Berufs- und Freizeitleben ist es enorm wichtig, wie die Prothese eingesetzt wurde (muskelschonend, minimal-invasiv) und um was für eine Prothese es sich handelt (Kurzschaft, Standardschaft, Keramik-/Metallkopf, Keramik-/PE-Einsatz). Heutzutage kann man aber davon ausgehen, dass leichte bis mittelschwere Belastungen mit einem künstlichen Hüftgelenk möglich sind. D.h. es sind durchaus schwerere körperliche Arbeiten möglich. Was vermieden werden sollte, sind Aktivitäten mit Druckspitzen, d.h. Springen. Daher ist selbst Skifahren, Tennis, Golf, Joggen möglich.
Ich gebe bei meinen Patienten in vielen Fällen diese Aktivitäten ohne weiteres frei.
Wie bereits gesagt, hängt das jedoch stark von der Operationstechnik und dem Implantat ab.
Genauere Information können Sie gerne bei mir erfragen oder bei mir einen Termin vereinbaren.
Mit freundlichen Grüßen
Priv.-Doz. Dr. F. Thorey
 
heinz1956  sagt am 27.09.2013
Hallo ich bin nun 57 Jahre und meine beide Hüftgelenke sind im laufe meines leben zu kaputt gegangen, das ich nun zwei neue Hüftgelenke brauche. Erst soll im November dieses Jahres die rechte Seite gemacht werden.

Der verlauf war schleichend Ich hatte schon als Kind einen Haltung Fehler, Plattfüsse, und O Beine. Ich bin ein Heimkind In meiner Kindheit lag ich in der Nacht im Gips Bett und hatte auch Therapeutische Anwendungen plus Fußeinlagen. Spähter mit 11 Jahren kam ich in ein Erziehungsheim, wo nichts mehr dies bezüglich gemacht wurde. Mit 14 Jahre meine arbeit lehre machen und arbeiten. Viele Jahre spähter ab und an rücken Schmerzen aber immer gearbeitet.Erst in den letzten Jahren hat es sich so richtig verschlechtert. Untersuchungen neue Fußeinlagen und sonst nichts. wieder Jahre spähter MRT da sah man meine angegriffene Bandscheibe und nun auch noch die Verengung des spinal Kanal plus Adrosse. Man kam in den früheren Jahren nie auf die Idee auch mal mein Becken zu Untersuchen.Nun muss ich den Weg des Künstlichen gelenk gehen und der Arzt macht eine Protease aus Titan. Wie sieht mein leben danach aus, den ich wollte schon aufgeben, weil ich nicht weis, was mich alles erwartet.

bitte um eine Antwort von Ihnen
mit besten grüßen

heinz1956
 
heinz1956  sagt am 27.09.2013
Zeit mir die Tatsachen bewusst geworden sind, fühle ich mich so alleine und würde mich am liebsten ins bett legen und nicht mehr aufstehen, in meinen träumen versinken und in einer anderen Welt verschwinden. Ja ich weiß auch, das mich meine Familie braucht, aber das ist momentan sehr weit weg von mir. Ich sehr Emotional und Labil, den dafür habe ich in meinen leben zu viel durch leben müssen. Was soll ich nur machen, damit das negative denken von mir weg geht?

heinz1956
 
heinz1956  sagt am 29.09.2013
ich hätte so gerne mal eine antwort auf meine Schreiben
 
Malaika  sagt am 18.10.2013
Hallo Heinz,
ich habe gut Reden, aber in einer Depression zu versinken bringt Sie auch nicht weiter. Ich will es mal so versuche. Sie schreiben, Ihre Familie würde Sie brauchen. Schön, dass Sie eine Familie haben.
Ich bin nun 52. Weiß seit ca 10 Jahren von der Coxarthrose und bin ebenso lange darauf vorbereitet, eine TEP zu bekommen. Leider mußte ich das aufschieben, weil ich vor 3 Jahren an Hautkrebs erkrankte und das erstmal wichtiger war. Als das halbwegs überstanden war, mußte ich mich einer schweren Unterleibs OP unterziehen, was mich auch Kraft kostete. Dann lag ich im Krankenhaus weil mein Magen beleidigt war wegen der vielen Schmerzmittel die ich wegen der Hüfte einnehmen mußte.
Kurz vor der geplanten OP im letzten Jahr erkrankte mein Mann an
Krebs. Nachdem sein Unterkiefer teilweise entfernt und in mühsamer Arbeit wieder aufgebaut wurde, hat er hoffentlich Ende diesen Monats wieder Zähne im Mund und seine Behandlung ist abgeschlossen. Ich fahre ihn immer 200 km nach Münster, weil er nie einen Führerschein gemacht hat.
Ich habe nun einen erneuten Termin im Dezember und hoffe, diesen wahrnehmen zu können. Ich bin seit 32 Jahren Altenpflegerin und möchte dies noch lange machen, aber jetzt laufe ich schlechter als viele meiner Bewohner.
Leider haben wir beide, mein Mann und ich, nur noch uns. Kinder sind uns versagt geblieben. Aber wir kämpfen um jeden Tag und hoffen nun, dass wir im nächsten Jahr fit einen schönen Urlaub machen können. Sicher tröstet Sie das nicht, aber ich wünsche Ihnen Kraft und Mut um fit zu werden für SICH und die Familie,
die ich leider nicht habe.
Alles Gute
 
Tonreg  sagt am 14.09.2016
Hallo Heinz ,
auch ich durchlitt meine schwer defekte Hüfte , probierte sämtliche
Mittelchen , nur um die Op herumzukommen . Aber der Schmerz wurde immer stärker , das war eigentlich nkein Leben mehr .
Gekränkt hat es mich , dass ich ob meiner gut sichtbaren Bewegungseinschränkung hinter meinem Rücken als "Säufer" abgestempelt wurde : "Guck doch mal , säuft schon am frühen Morgen...!"
Schließlich wurde es mir zu viel . -
Und heute , 3 Wochen nach der OP , sag ich mir , mein Gott warum
bist du nicht früher gegangen .
Meine riesige Angst vor dem "Op-Gemäuer samt Rundum " waren mir ein Graus .
Im Vorbereitungsgespräch mit der Anästhesieärztin trug ich ihr all dies vor und sie hat mir ein traumhaft angenehmes Schlafen verschafft , einzigartig gut . Ich habe rein garnichts mitbekommen.
Und genau dies machte mich böse mit mir selbst - als ich aufwachte , überwand ich meine Ängste und Bedenken nicht viel früher !
Also , lieber Heinz , pack all Deinen Mut zusammen uund geh , möglichst noch nächste Woche . LG und alles Gute für Dich .
 
Hugo Trollmann  sagt am 17.11.2016
Hallo Herrn Dr. F. Torey,
Mein Name ist Hugo Trollmann und bin 41 Jahre ich hatte vor ca. 4 Wochen eine Hüft OP! Ich habe eine Oberflächenprothese (Mc minn ) in Erwitte bekommen! Meine Frage ist, kann ich wieder meine Arbeit als berufskraftfahrer im Nahverkehr mit be und entladen wieder aufnehmen? Und wenn, wie lange sollte ich damit warten? Ich arbeite mit hubwagen und Ameise Fahrzeit täglich ca 4 Stunden.
Ich würde mich sehr über wissen freuen!!!
LG Hugo Trollmann
 
nelly2016  sagt am 22.02.2017
Hallo, meine Hüft OP ist heute genau 3Wochen aus und da ich in ÖSTERREICH wohne sind die
Behandlungen etwas anders.
Bin nach 4Tagen nach Hause ,könnte und kann ohne Krücken gehen. Bei uns mus man aber 6Wochen mit ihnen gehen und anschließend erst auf Reha.
Ich hab mich auf die OP gefreut dass endlich die Schmerzen weg sind und sie sind weg.
Ich kann kaum erwarten wieder zu golfen und sonst alles ohne Schmerzen zu machen.
 
Morgenrot  sagt am 10.04.2017
Ich (damals 50Jahre) habe seit Januar 2016 ein künstl. Hüftgelenk und komme damit sehr gut zurecht. Vor allem habe ich keine Schmerzen u. Bewegungseinschränkungen mehr. Natürlich gibt es Sachen, die man nicht mehr tun sollte , z.B.: Springen u. Joggen. Aber das ist für mich auch nicht wichtig. Ich gehe gern spazieren und fahre gern Fahrrad und das geht super. Also! Positiv denken!

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