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unsystematischer Schwindel nach Hws C5/6 Operation

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Manou  fragt am 22.09.2011
Hatte August 2010 Op an der Halswirbelsäule C5/C6.Ich habe eine Bandscheibe ersetzt bekommen. Es verlief alles wunderbar (OP, Reha und anschließend Urlaub). Ein halbes Jahr später fing ich an zu arbeiten- erst 2 Std. tgl. dann 3Std. tägl- dann fings an mit starkem Kopfweh und extremen Schwindel und fiel prompt wieder aus. Mittlerweile sind 7 Monate vergangen und bin immer noch nicht beschwerdefrei. Anfangs kippte ich ohne Bewusstlos zu werden um ca. 3 mal.War 3x im Krankenhaus habe alle mögl. Ärzte durch und jetzt soll ich versuchen damit zu leben, kann dann auch eine Depression sein laut Neurologe. Hat jemand ähnliche Erfahrungen und irgendwo Hilfe bekommen? Gehe zwar wieder arbeiten habe aber täglich Probleme. Danke im voraus Manou
 
peter911  sagt am 13.10.2011
Hallo, ich habe so ähnliche Probleme wie sie. Auch einen BS Vorfall in C5/6 allerdings nicht operiert. Habe den ganzen Tag einen merkwürdigen Druck am Hinterkopf, bin desorientiert und habe, wenn ich laufe, das Gefühl ich würde auf einem Schiff mit Wellengang laufen. Zudem leide ich unter Muskelverspannungen an Schulter und Rücken, die das noch verstärken.

Ich bin mittlerweile weg von der Ursache des BS Vorfalls. Es gibt kaum ein Arzt, der bestätigt, dass sowas solche Auswirkungen haben könnte. Vielmehr glaube ich, dass das Problem die gesamte Wirbelsäule betrifft.

Sind sie über 30? Haben sie viel in den letzten 15 Jahren gesessen?
Wenn ja, dann haben sie mindestens 5000 Leidensgenossen in Deutschland, die auch keine Antwort darauf haben. Ich selbst glaube nicht, dass das alles nur eine Ursache hat.

 
Manou  sagt am 15.10.2011
Hallo Peter911!
Das mit dem desorientiert sein kenn ich auch. Ich fühle mich täglich wie benebelt und habe auch diesen Druck im gesamten Kopf. Ich weiss auch das dies von Verspannungen hervorgerufen werden kann. Beim Arbeiten habe ich Konzentrationsschwierigkeiten und sehr oft mit Schwindel zu tun. Gehe schon seit Monaten 2x wchtl.zur Physiotherapie. Ganz langsam merk ich das Besserung eintritt. Aber bei normalen Aktivitäten mit meinem Freundeskreis muß ich immer wieder passen, weil ich mich körperlich nicht mehr fit fühle. Ziehe mich immer weiter zurück.Ich bin schon 45 und arbeite erst seit 7Jahren wieder, da ich 2 Kinder habe und solange zuhause war. Ich glaube auch das es noch andere Ursachen sein können, aber ich habe die Probleme erst nach der OP bekommen.Vielleicht braucht es einfach noch mehr Zeit oder ich muß wirklich damit leben.Danke für Ihre Antwort, anscheinend hat jeder ein Päckchen zu tragen in welcher Weise auch immer. Grüße Manou
 
Waldmaus  sagt am 03.03.2012
Ich bin (glücklicherweise) nicht direkt akut betroffen, aber es gibt eine Erklärung für den Schwindel nach HWS-Eingriffen. Das ganze könnt ihr in dem Buch "Das HWS-Trauma" von Bodo Kuklinski nachlesen. Es handelt sich in der Regel um eine Bänderschwäche zwischen Atlas und Dreher, die alleine schon durch die Voll-Narkose-Lagerung bei OPs ausgelöst wird. Die Schwächung (Überdehnung) der Bänder führt zu einer unnatürlichen Beweglichkeit im obersten Wirbelgelenk und dadurch werden seitlich in den Wirbelkanälen die Nerven irritert, was zu Schwäche, Schwindel, Tinitus, Kopfdruck, Sehstörungen und verschiedenen unspezifischen Stoffwechsleerkrankungen führt, die sekundär durch einen Vitamin B12 Mangel ausgelöst werden. Die gereizten Nerven verbrauchen die Vit. B12 Vorräte im Körper in rasender Geschwindigkeit, so dass dann viele normale Körperfunktionen ausfallen. Spätestens dann wird die Diagnose "posttraumatisches Belastungstrauma gestellt" und man muss zusehen, dass man mit dem Knacks leben lernt, statt das die Ärzte einem das dringend notwendige B12 spritzen (!). B 12 ist so billig, dass sich die Verordnung "nicht lohnt". Andererseits ist es nicht verschreibungspflichtig, so dass man das mit ein bisschen Mut selber tun kann. Der Erfolg ist verblüffend.

Ein Freund von uns hatte vor 2 Jahren einen schweren Fahrradunfall und seit dem jede Menge der o.g. Beschwerden. Wegen der Gleichgewichtsstörungen konnte er keine Verkehrsmittel mehr benutzen, der Tinitus machte ihn wahnsinnig und die Ganganomalie und Sprachstörungen führten dazu, dass er ständig für betrunken erklärt wurde. Da ihm die Ärzte nicht helfen wollten (Harzt IV-Empfänger) haben wir die Sache in die Hand genommen. Heute, nach 10 Tagen Spritzen-Kur kam die Mail, dass er zum ersten Mal wieder eine ganze Stunde ganz normal gehen konnte.

Nehmt die Sache selber in die Hand, lasst euch nicht an der Nase herumführen, weil eure Symptome nicht in den Handbüchern der Schulmedizin stehen. Das Internet macht es möglich.

Waldmaus
 
Manou  sagt am 04.03.2012
Hallo Waldmaus!
Das ist ja mal eine gute Nachricht, die ich gleich in die Tat umsetzen werde. Mittlerweile habe ich jetzt seit einem Jahr Probleme mit dem Schwindel und co. Es ist wirklich schon etwas besser aber ich habe auch gelernt damit einigermaßen klarzukommen. Aber ein leichtes Leben ist das nicht mehr. Ich werde gleich die nächste Woche mit dem Vitamin beginnen und mache Meldung wie es wirkt. Vielleicht ist das ja die Lösung für meine (und auch bestimmt von anderen) Probleme. Ach es könnt ja sooo einfach sein-manchmal.
LG Manou
 
spatzilein  sagt am 22.06.2013
Hallo Waldmaus,
ich kann aber dann die Ärzte nicht verstehen, wenn man uns dann sagt, das wäre, wie bei mir, eine seltene Art von Migräne?
das Ganze passierte bei mir auch nach meiner OP an der HWS C5/6, falle des Öfteren einfach um,kann mich dann nicht bewegen und nach ein oder zwei Minuten, gehts wieder.
Selbst Neurologen,Gefäßchriurgen und und und, sagen, das es nicht von der OP her kommt und man such weiter und weiter und dann heißt es...Panikanfälle oder eben wieder Migräne?? und man müsse einfach damit leben! Meine Meinung ist, das sich die Ärzte nicht mehr soviel Zeit nehmen zu suchen, wenn du Kassenpatient oder aber EU Rente oder generell in Rente bist...zu forschen, was bei der Narkose oder bei der OP hier schief gegangen sein KÖNNTE, dazu fehlt ihnen die Zeit, das mehr zu durchleuchten, warum und wieso
ich sage nur armes Deutschland, man zahlt 40 Jahre und mehr Beiträge und wenn man dann jemanden braucht, ist keiner da.
Natürlich nehmen wir uns dann die Zeit um zu forschen und aus zu probieren, aber du machst dich im Endeffekt systematisch kaputt, weil du einfach alleine da stehst und teilweise sogar für verrückt angesehen wirst wenn du deine Symtome immer und immer wieder erklärst und keiner dich mehr für voll nimmt...Laut Arzt gibt es hier keinerlei ähnliche Fälle (sagte meiner),weder Kollegen noch im Internet haben sie da was gefunden
sind jetzt wir die Ärzte? müssen wir forschen und testen? es ist einfach schade, das sich kein Arzt mehr Zeit nehmen darf oder kann
es beruhigt mich, hier Leute gefunden haben, die das selbe erleben wie ich....DANKE
 
Manou  sagt am 22.06.2013
Hallo Spatzilein!
Bin jetzt wieder an die richtige Stelle gekommen, wo mein Bericht stand. Das hier schreibe ich jetzt mal hier im Forum, habe dir aber auch nochmal privat geschrieben. Ich war ja im Februar in einer Schwindelklinik in Großhadern, wo man mir ebenfalls diagnostiziert hat, das dies wahrscheinlich eine vestibuläre Migräne sei. Eine seltene Form. Es gäbe da eine Studie wo man mitmachen könnte. Ein halbes Jahr geht dies und man nimmt ein Medikament ein, wo ich nicht weiss, ob es Placebo ist oder das richtige. Ich habe mich dagegen entschieden, einfach weil ich regelmäßig kommen müsste und weil ich diese Art von Betablockern (soll so was sein) wahrscheinlich nicht vertrage. Hatte früher schon weg. Herzrythmusstörungen einige ausprobiert. Ging daneben. Ich glaube es gibt jede Menge von diesen "Schwindelpatienten", denn sonst wäre diese Klinik nicht so voll gewesen.LG Manou
 
spatzilein  sagt am 23.06.2013
Hi Manou...private Zeilen sind unterwegs :-)
das meine ich ja, nur wenige setzen das ins Internet, weil sie einfach keine Lösung mehr finden und man einfach bei vielen Dingen dann als Versuchskaninchen eingesetzt wird...durch Tabletten ruhig gestellt und das passt dann schon, braucht man nicht weiter suchen, kostet jja alles nur Zeit und Geld :-(
Es wäre vielen geholfen wenn sie was ins Netz stellen, da die Ärzte ja immer sagen, es gibt keine vergleichbaren Fälle, was ich hier ja sehe, das dies eben nicht der Fall ist und es wohl viele davon gibt, die das durchleben.
Das letztere das ich gelesen habe, ist eine Untersuchung per Upright-MRT, sprich Funktions-MRT, wo die Wirbel und alles per Belastung/Bewegung aufgezeichnet wird und vielen schon eine Diagnose dann auch bekommen haben, die sich eher mit den Anzeichen deckt...Nerven werden immer nur bei Bewegungen eingeklappt oder es verrutscht etwas und und und.
Leider können nur Privatpatienten diesen "Komfort" in Anspruch nehmen oder Privatzahler (Kosten zwischen 800/1400 Euro) was eben keiner so mir nichts dir nichts aus dem Ärmel schütteln kann.
Andere werden mit Vermutungsdiagnosen, Migräne,psychische Störung, Panikstörungen und und und vertröstet(sozusagen)bekommen Tablettchen usw.damit man sich still hält oder einfach damit zufrieden ist, das man was an der "Klatsche" hat....sorry, so kommt es mir einfach vor.
In meinem letzten Bericht steh:
es ist eher unwahrscheinlich was die Patienten von sich gibt, da es keinerlei Fälle gibt, die diese Symtomatik bestätigen!!
man wird als sogenannter Hypochonder hingestellt, der sich soetwas ausdenkt oder sich in etwas hineinsteigert, wo nichts ist.
Man muss so aufpassen, wie man etwas formuliert...da denke ich mir manchmal das kann doch nicht sein, wie das dann interpretiert wird in den Berichten,die dein Hausarzt dann bekommt?!
Meinte z.B. vielleicht ist bei der OP etwas passiert und erklärte meine Meinung dazu, erzählte wie das abgelaufen ist usw. dazu meinte er...ich glaube eher, das sie da Panikstörungen haben, weil sie nicht wissen ob und was da gemacht wurde?????!!! zitierte das dann auch mit Rufezeichen und meinen Wörtern wie ich das erklärte, meinem Arzt...stellte mich also hier als sehr unglaubwürdig dar, was mich sehr ärgerte....aber vielleicht lesen das hier noch einige und schreiben vielleicht doch noch etwas dazu? was sehr hilfreich für viele Menschen die das erleben, wäre,
liebe Grüße....spatzilein
 
Spondy  sagt am 28.10.2013
Hallo,

Ich wurde auch mit einem Peek Cage in Höhe C5/C6 versehen. Dieser wurde nicht verschraubt oder mit einer Platte fixiert. Es stellte sich nun heraus, dass das Cage locker ist.
Seit fast 2 monaten habe ich teils heftige Schwindelattacken, Tinnitus und Kopfschmerzen.
Zusätzlich noch Sehstörungen. Das ganze wurde von einer unglücklichen Bewegung ausgelöst. Die
Ärzte sagen, dass die Beschwerden vom Kopfgelenk ausgelöst werden. Die ganzeStatik hat sich seit
Der OP verändert. Wenn ich zur Osteopathin gehe wird es einige Tage etwas besser.
Ich finde es absolut inkompetent, wenn Ärzte, diese Probleme auf psychische Erkrankungen schieben. Diese sind höchstens eine Folge davon. Zwischendurch kann ichnichts anderes machen als liegen und warten, dass es nach einigen Tagen besser wird. Ich empfinde dies als absolute Einschränkung. Da diese Probleme als Folge der OP erstmalig auftreten, muss dieses auch ursächlich sein. Lg spondy
 
Manou  sagt am 19.01.2014
Hallo Spondy
Wie geht es dir mittlerweile? Deine Symptome hören sich genauso an wie meine.
Schwindelattacken, Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen. Wie lange ist deine Op her?
Bei mir war es wirkich ein halbes Jahr nach der OP sehr schlimm. Dann lernte ich damit zu leben mit vielen Einschränkungen und irgendwann wurde es dann auch besser. Aber jetzt ist´s wieder sehr schlimm - 3,5 Jahre nach Op. Muß aber sagen, das ich gerade mit meiner Familie ein Haus gekauft habe und ein paar Dinge mache die ich nicht machen sollte. Aber das kann ja nicht gleich so Auswirkungen haben? Ich muß Mittwoch zum Orthopäden und hoffe das ich ein Mrt machen lassen kann, zur Absicherung. Meld dich doch mal. LG Manou
 
delfin  sagt am 24.01.2015
Hallo ! Bin ganz neu in diesem Forum. Vielleicht kann mir wer von euch einige Tipps geben. Ich muss morgen ins KH und werde am Montag operiert. HWS Bandscheibenvorfall C6/7 und Vorwölbung C4/5. Habe panische Angst. Am meisten von Querschnittlähmung. Hat wer von euch Erfahrung??? Lg. Frosch
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 24.01.2015
Hallo Delfin,

ich melde mich hier mal nicht als Fachexperte (auch wenns mein Bereich teilweise ist) sondern als operierter Patient. Hatte einen Bandscheibenvorfall mit Schwäche des Ellenbogenstreckers 2008, bin sehr zügig operiert worden-und bin schmerz- und beschwerdefrei aufgewacht!
Ich weiss, dass dies nicht immer so ist-aber das Risiko einer Querschnittslähmung ist wirklich seeeehr gering. Ich würde mich jederzeit wieder operieren lassen-es war eine echte Erleichterung, die Schmerzen los zu sein und den Arm bewegen zu können.

Kopf hoch und nicht verzagen!
Grüsse aus Hessisch Lichtenau,
Ihr Tobias Radebold
 
guggy  sagt am 11.05.2015
Hallo alle miteinander,
Ich gehöre leider auch zu der geplagten Gattung, welche nach einer HWS-OP mit Schwindel zu kämpfen hat.
Meine Frage nun an Euch, da diese Situation bei mir noch recht neu ( seit 5 Wochen Dauerschwindel ) ist:
Gibt es irgend etwas, womit man entgegen wirken kann,
Medis, spezielle Übungen usw. ?
Wie lange hielt diese Situation an,gibt es Besserungen?
Wie sieht die berufliche Situation aus?
Es wäre schön, falls sich jemand, auch nach so langer Zeit
noch melden würde.
Danke - guggy

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