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brutale Kopfschmerzen nach Lumbalpunktion

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Algea  fragt am 03.09.2015
Hallo,

ich bin weiblich, 29 Jahre alt und normalgewichtig. Ich habe Anfang Juni eine Gürtelrose am Ohr bekommen. Um eine Hirnhautentzündung auszuschließen wurde eine Lumbalpunktion duchgeführt.

Ich hatte während dessen unglaubliche Schmerzen im Rücken und in den Beinen. Ich hab mich total verkrampft dabei. Ich sollte eine Stunde lang liegen. Ich blieb lieber 3 Stunden liegen. Dann bin ich im Krankenhaus rumgelaufen, weil ich meine Beine wie Gummi waren und ich sie unbedingt spüren wollte. Die Schwester meinte das wäre ok.

Die Nacht darauf habe ich die krassesten Kopfschmerzen meines Lebens bekommen. Ich dachte mir zieht jemand das Gehirn aus dem Nacken. Mein Hirn saß einfach nicht mehr an der richtigen Stelle. Es ist abgesackt. Da ich auf der HNO lag, wussten die Schwestern gar nicht was mit mir los war und riefen in der Nacht in der Neurologie an. Die meinten, das ist normal ich soll viel trinken. Ich fand diesen Zug im Hirn gar nicht normal und hab nur geheult die ganze Zeit.

Am Tag darauf wurde ich entlassen, keine Hirnhautentzündung und Gürtelrose weg - ich konnte aber nicht stehen und sitzen. Wieder der Kommentar, das ist normal und geht schnell weg.

Ich hatte diese Schmerzen 3 Monate lang, alle Ärzte meinten das kommt von der Gürtelrose am Ohr. Da sind wohl andere Nerven im Hirn vom Virus gereizt. Das Problem war, das es beim Liegen nicht signifikant besser wurde und somit das Liquorunterdrucksyndrom ausgeschlossen wurde.

Ich hab dann Tramadol bekommen und sollte 4 x 30 Tropfen am Tag nehmen. Für die Zosterneuralgie habe ich Lyrica bekommen.

Nach 3 Monaten habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten. Bin zum Neurolgen, habe gesagt ich bring mich um, wenn mir jetzt keiner hilft. Ich will sofort ein Blut Patch. Das habe ich im Internet gelesen: [Link anzeigen]

Ich wurde ins Krankenhaus überwiesen. Blut Patch wurde gemacht. Ich hab geheult wie eine Wahnsinnige. Hab mit Nadel im Rücken nur Horror verbunden. Die haben mir nur 5 ml Eigenblut gespritzt. Ich habe gelesen man muss mindesten 15 ml spritzen.

Dann sollte ich einen Tag liegen, auch nicht aufs Klo gehen. Habe ich gemacht. Ich lag drei Tage weil ich einfach nicht Aufstehen konnte. Im Stehen, Laufen und Sitzen dachte ich mein Hirn hängt nur noch an einem Faden und liegt wie ein Fisch auf dem Trockenem.

Ich habe Koffein-Tabletten bekommen, die mir gar nicht gut getan haben, aber wenigsten das Gehirn hochgedrückt haben.

Nach drei Tagen leichte Besserung und Entlassung aus dem Krankenhaus.

Jetzt geht es mir besser, aber es ist genau umgekehrt, jetzt fühlt sich mein Hirn viel zu groß für meinen Kopf an und ich denke es quillt aus allen Seiten raus. Außerdem habe ich Mega Überdruck auf den Ohren.

Mein Rücken tut an der Einstichstelle super weh. Aber das ist kein Vergleich zu den Schmerzen im Kopf. MRT wurde gemacht vor dem Eigenblut-Patch. Nichts auffällig, außer ein Aneurysma von 3mm was aber mit den Schmerzen nix zu tun angeblich. Das muss einfach nur beobachtet werden. Zufallsfund.

Nie wieder werde ich die Punktion machen lassen, mein Leben ist seitdem der Horror, bin seitdem nicht arbeiten und fühle mich wie ein Wrack, weil mein Gehirn total die komischen Sachen macht und ich mich nur fürchte, dass da irgendwas Schlimmes passiert. Mal zieht es nach unten, mal drückt es nach oben.

Was kann ich gegen diesen Über- Unter-druckwechsel und die Missempfindungen im Hirn tun?
 
coffee  sagt am 08.09.2015
Hallo Algea,

ich habe gerade deinen Text gelesen und musste an meine Punktion vor fast einem Jahr denken. Es war die Hölle und ich kann mich körperlich und psychisch davon immer noch nicht erholen.Ich habe auch nur geweint nach der Punktion, direkt danach bin ich in Tränen ausgebrochen und wurde mit tavor schön ruhiggestellt.Ich habe mich währenddessen auch total verkrampft und dieser Schock ist immer noch nicht raus aus meinem Körper.Ich hatte auch das Gefühl mein Gehirn wird nach unten gezogen, mir wurde auch gesagt ich soll nicht darauf achten. Die Punktion war völlig überflüssig. Es ist eine widerliche Untersuchung.Sie wird verharmlost und mit den Folgen wird man allein gelassen und alles wird dann auf die Psyche geschoben.
Was du machen kannst, gehe zu einem gut ausgebildeten Osteopathen. Die Flüssigkeit, die sie dir genommen haben, hat einen eigenen Puls bzw. Rhythmus. Dieser ist vielleicht durcheinander, ein Osteopath spürt diesen Rhythmus und kann Impulse geben, damit er sich normalisiert.Mir hat es damals etwas geholfen.
Du kannst auch zu einem gut ausgebildeten klassischen Homöopathen gehen, die verstehen was du meinst.
Suche aber Leute mit guter Ausbildung , nicht irgendwelche Heilpraktiker von nebenan.

Viele Grüsse und gute Besserung

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