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Darm klebt an der Bauchwand

29 Beiträge - 19247 Aufrufe
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Hahn  fragt am 01.10.2010
Nach einer CD wurde festgestellt: der Darm klebt an der Bauchwand, geht es von alleine wieder weg oder muss man operiert werden. Die Schmerzen sind teilweise unerträglich obwohl ich schon Opiate nehme, die da aber nicht helfen.
 
Liss  sagt am 03.10.2010
Ich kenne das Probelem, was Verwachsungen an geht. Man muss nicht operieren, allerdings sollte man sich an einen Chirurgen wenden, wenn die Scmerzen so schlimm sind. Normalerweise werden solche Operationen nicht so gerne gemacht, da bei jeder kleinsten Op Verwachsungen entstehen können. Aber wenn die Beschwerden so stark sind, würde ich eine Op oder zumindest ein Gespräch dringend enpfehlen.

Lg
 
Liss  sagt am 03.10.2010
Eine Frage habe ich noch : Welche Symptome zeigen sich?
Und wo genau?
Lg
 
Liss  sagt am 03.10.2010
Eine Frage habe ich noch : Welche Symptome zeigen sich?
Und wo genau?
Lg
 
Hahn  sagt am 03.10.2010
Lieben Dank für die Antwort.Ich hatte vor 2 Jahren eine Diverdikel-OP und dabei wurde mir der Dünndarm verletzt. Lag ein viertel Jahr auf den Intensiv und ich habe alles Überlebt wobei ja da die Sterberate nach so einem Vorfall sehr hoch ist. Nun hab ich eine rießige Narbe ca.50 cm.lang und teilweise ca. 3-5cm breit ist, die nicht vernäht werden konnte sondern von innen heraus zugewachsen musste da dort die ganze Haut vom Gallensaft verätzt war. Geht unterhalb der linken Brust zum Bauchnabel und von dort bis zum Schambein. Sieht aus wie ein Popo, nur das es halt jetzt auch vorne so ist.Jetzt hab ich am oberen Narbenbereich (Brust bis zum Nabel) nach einen Niesanfall einen starken Schmerz bekommen weil ich nicht schnell genug dagegen gedrückt hatte. Da ist also innerlich etwas gerissen ich hab es genau gespürt und ein starkes Brennen war auch, was jetzt nicht mehr so stark ist und jetzt tut es bei jeder unbedachten Bewegung sehr weh, das mit scharfen Schmerzstichen verbunden ist.
War nun in der Klink ampulant auf anraten meines Hausarztes weil ich jetzt einen Narben-und Bauchdeckenbruch habe. Bei der CT wurde eben auch fest gestellt, das Teile vom Darm an der Bauchwand zwischen Brust und Bauchnabel verklebt sind. Die Schmerzen hören nicht mehr auf, nur durch verstärkte einnahme von Opiate und Buscupan kann ich mir Linderung verschaffen. Ich habe schon im Oberbauch ein Netz, das wegen der misslungenen Divertikel-OP oben links gelöst werden musste.Habe auf der rechten Oberbauchseite eine 30x30 cm Naht als ich einen neuen Gallenggang vor 5 Jahren bekommen hatte. Da waren 3 Narbenbrüche und darum wurde mir vor 4 Jahren ein Netz eingezogen.
Sitzen geht auch schlecht weil sich ja dann der gespaltene Bauch auf den Seiten heraus drückt. Eine Bauchbinde, auch keine ganz leichte darf ich nicht tragen, weil sich dann die anderen Organe verschieben.
Bekomme am Di.-Mi. vom Chirurgen bescheid wie es mit mir weiter gehen soll. Der damalige Chirung meinte vor ca. 4 Monaten, das bei mir nur noch im äußerstem Notfall eine OP auszuführen sei, weil bei mir erhöhte Gefahr besteht, das andere lebenswichtige Organe beschädigt werden könnte. Meine Lebensqualität ist sowieso ohnehin gleich Null seit der Divertikel-OP, aber immer jetzt mit so starken Schmerzen zu leben ist auch keine Lösung und meine Opiate noch weiter zu erhöhen, nehme z.Z. 40 mg tägl. finde ich auch nicht so gut. Bin weiblich und 58 Jahre alt. Darf sowieso nicht einfach mal so verreisen, sondern muss immer erst schaun ob eine Uniklinik in der Nähe ist, weil bei mir immer erhöhte Gefahr besteht. Darmverschluß, Darmriss oder das andere Organe sich einklemmen. Fahre darum nun überhaubt nicht mehr weg, denn wie soll ich mich da erholen und entspannen können.
Deswegen war es mir jetzt wichtig zu wissen, ob jetzt wegen der Verklebung unbedingt eine OP sein muss oder ob sich die Verklebungen wieder von alleine lösen.
Ups, jetzt hab ich aber sehr ausführlich geschrieben.
M.f.G. U.Hahn
 
Hahn  sagt am 10.10.2010
mein Arzt hat mich noch nicht angerufen. Würde mich freun wenn ich erfahren könnte ob die Verwachsung nur per OP zu lösen ist. Danke
LG U.Hahn
 
Hahn  sagt am 17.10.2010
Mein Arzt hat gestern angerufen und mich vor weiternen OPs gewarnt.
Hm, gibt es denn keine Alternative??? Wer weiß Ratschläge, die ich gerne anhören würde.
LG U.Hahn
 
Hahn  sagt am 17.11.2010
Habe jetzt wieder eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung gibt es da einen Zusammenhang? Wer steht mir mit Ratschlägen zur Seite ???
U.Hahn
 
Zick-Zack  sagt am 25.11.2010
Wenn ich das alles richtig verstanden habe, sind die Probleme hauptsächlich auf deinen Darm zurückzuführen oder? :-?

Falls ja, hat man bei dir schonmal einen Test auf bestimmte chronische Darmerkrankungen machen lassen?
Habe einen Bekannten der hat auch den ganzen Darm verklebt, allerdings krankheitsbedingt. Ich bin auch daran erkrankt und es gibt mittlerweile super Medikamente dagegen.
Sind deine Entzündungswerte im Blut sehr hoch?
Ist der Calprotectinwert(Entzündungswert) im Stuhl sehr hoch?
lg und gute besserung :-)
 
Hahn  sagt am 25.11.2010
Danke für deine Antwort. :-)
Ist bei mir nicht klar zu trennen, da ja der ganze Oberbauch in Mitleidenschaft gezogen ist. Die Calprotectinwert- diese Untersuchung ist bei mir nicht gemacht worden. Meine Leuko sind immer so immer ca. 16 000-20 000. Leber- und Bauchspeicheldrüsenwerte sind auch immer zu hoch und da es schon ne Weile so ist heißt es dann immer:
"Es ist uns alles bekannt Frau Hahn"
Kann mich nicht mehr erinnern wann mein Labor mal gut gewesen sind.
Der Darm klebt ja an der Oberbauchdecke links und rechts jetzt auch und da ist leider auch mein gespaltener Bauch und da weiß nun keiner genau was er mit mir machen soll. Es traut sich keiner an eine OP ran und wenn doch, dann sagt ein anderer Arzt wieder nein. Vor 2 Tagen sagte man mir nun, das ich es darauf ankommen lassen soll/muss und nur wenn es gar nicht mehr geht und größerer Schaden entstehen sollte nur dann wäre eine OP angebracht.
LG U.Hahn
 
Zick-Zack  sagt am 25.11.2010
Klingt, als seien deine Ärzte, bzw. dein besuchtes Krankenhaus, sehr unentschlossen. Gut wäre es sich mal eine zweite Meinung einzuholen, ich bin momentan in einer Uni-Klinik in Behandlung, die haben wirklich Top Ärzte! Wenn bei dir in der Nähe eine Uni-Klinik ist, dann fahr einfach mal hin und lass dich dort beraten.

Lass mal deinen Calprotectinwert im Stuhl prüfen, der gibt Aufschluss, ob im Verdauungstrakt starke bzw. wenigerstarke Entzündungen sind.
Falls ja, würde ich mich einfach mal einer Darmspieglung unterziehen und schauen, ob es möglicherweise doch mit einer Krankheit zu tun hat.
Wenn deine Werte so hoch sind, dann sind Stellen in deinem Körper entzündet.
Verstehe nicht, wieso dein Krankenhaus und deine Ärzte so zögerlich handeln!!!
So etwas kann ich nicht haben, am besten lässt du mal deinen ganzen Körper durchchecken inklusive: Koloskopie, Calprotectin, großes Blutbild, Abstriche.
Es kann nicht sein, dass du Schmerzen hast und ein Arzt sag: Lass es drauf ankommen! Wie gesagt, eine zweite Meinung kann nicht schaden.
Bin früher auch erst nach 5 Ärzten auf den Richtigen gekommen, der mir helfen konnte.
Welche bzw. nimmst du überhaupt Medikamente???
glg Zick-Zack :-)
 
Hahn  sagt am 26.11.2010
Hallo Zick-Zack
Hatte schon div. Operationen,
Kurzfassung:
Neuer Gallengang,ist schon wieder chronisch entzündet,
4 Unterleibsoperationen,
div. Bauchspiegelungen
und vor 2 Jahren ist bei der OP-Divertikelentfernung der Dünndarm verletzt worden, lag ein viertel Jahr auf den Intensiv mit offenem Bauch, man sagte mir, das nur sehr wenige dies Überleben. Jetzt ist mein Bauch gespalten (ca. 45 cm vom linken Brustbein zum ehemaligem Bauchnabel weil meine Bauchdecke von innen heraus zuwachsen musste und von da dann zum Schambein) und mein gesamtes Innenleben ist mehr oder weniger ein verwirrtes Knäul und darum zögert man mit einer erneuten OP, weil nichts mehr liegt wo es liegen sollte. Jede OP bedeutet starkes Risiko einer erneuten Verletzung der Innereien. Du siehst ich hab so einiges zu bieten und darum zögert man jetzt, weil ich kein leichter Fall bin, so sagte man es mir. Aber die Verklebungen verursachen zusätzlich Schmerzen. Soll das Opiat erhöhen, damit ich mit all den Beschwerden besser zurecht komme.
Aber ich will die Dosis nicht noch mehr erhöhen. Darum meine Frage ob man sonst noch was gegen die Verwachsungen machen kann weil sie zusätzlich so viele Schmerzen machen.

Also hier mal meine Medikamente.

Opiat
 
Hahn  sagt am 26.11.2010
Hallo Zick-Zack- bei dem Senden ist was schief gelaufen, darum jetzt noch einmal mit Medikamentenlieste.
Hatte schon div. Operationen,
Kurzfassung:
Neuer Gallengang,ist schon wieder chronisch entzündet,
4 Unterleibsoperationen,
div. Bauchspiegelungen
und vor 2 Jahren ist bei der OP-Divertikelentfernung der Dünndarm verletzt worden, lag ein viertel Jahr auf den Intensiv mit offenem Bauch, man sagte mir, das nur sehr wenige dies Überleben. Jetzt ist mein Bauch gespalten (ca. 45 cm vom linken Brustbein zum ehemaligem Bauchnabel weil meine Bauchdecke von innen heraus zuwachsen musste und von da dann zum Schambein) und mein gesamtes Innenleben ist mehr oder weniger ein verwirrtes Knäul und darum zögert man mit einer erneuten OP, weil nichts mehr liegt wo es liegen sollte. Jede OP bedeutet starkes Risiko einer erneuten Verletzung der Innereien. Du siehst ich hab so einiges zu bieten und darum zögert man jetzt, weil ich kein leichter Fall bin, so sagte man es mir. Aber die Verklebungen verursachen zusätzlich Schmerzen. Soll das Opiat erhöhen, damit ich mit all den Beschwerden besser zurecht komme.
Aber ich will die Dosis nicht noch mehr erhöhen. Darum meine Frage ob man sonst noch was gegen die Verwachsungen machen kann weil sie zusätzlich so viele Schmerzen machen.

Also hier mal meine Medikamente.

Opiat
 
Hahn  sagt am 26.11.2010
Hallo Zick-Zack
Hatte schon div. Operationen,
Kurzfassung:
Neuer Gallengang,ist schon wieder chronisch entzündet,
4 Unterleibsoperationen,
div. Bauchspiegelungen
und vor 2 Jahren ist bei der OP-Divertikelentfernung der Dünndarm verletzt worden, lag ein viertel Jahr auf den Intensiv mit offenem Bauch, man sagte mir, das nur sehr wenige dies Überleben. Jetzt ist mein Bauch gespalten (ca. 45 cm vom linken Brustbein zum ehemaligem Bauchnabel weil meine Bauchdecke von innen heraus zuwachsen musste und von da dann zum Schambein) und mein gesamtes Innenleben ist mehr oder weniger ein verwirrtes Knäul und darum zögert man mit einer erneuten OP, weil nichts mehr liegt wo es liegen sollte. Jede OP bedeutet starkes Risiko einer erneuten Verletzung der Innereien. Du siehst ich hab so einiges zu bieten und darum zögert man jetzt, weil ich kein leichter Fall bin, so sagte man es mir. Aber die Verklebungen verursachen zusätzlich Schmerzen. Soll das Opiat erhöhen, damit ich mit all den Beschwerden besser zurecht komme.
Aber ich will die Dosis nicht noch mehr erhöhen. Darum meine Frage ob man sonst noch was gegen die Verwachsungen machen kann weil sie zusätzlich so viele Schmerzen machen.

Also hier mal meine Medikamente.

 
Hahn  sagt am 27.11.2010
Hallo Zick Zack, mal sehn ob es jetzt klappt.

Also hier mal meine Medikamente.

Opiat
 
Hahn  sagt am 27.11.2010
letzter Versuch:
gegen die Verwachsungen machen kann weil sie zusätzlich so viele Schmerzen machen.

Also hier mal meine Medikamente.

Opiat
 
Hahn  sagt am 27.11.2010
Soll wohl nicht sein. :((
U.Hahn
 
Hahn  sagt am 27.11.2010
Hallo Zick Zack.
Kann die Mediliste nicht schicken, wird nicht angenommen :-((
LG U.Hahn
 
Zick-Zack  sagt am 27.11.2010
Hallo Fr. Hahn,
macht nichts mit der Medikamentenlist, kannst du ja auch ein andermal scicken. ;-)
Aber mal Hand aufs Herz, trotz deiner wirklich unangenehmen Situation, gibt es einen Lösungsweg; den gibt es immer. :-)
Natürlich ist dieser Weg auch mit Strapazen verbunden, anders kommt man in so einem Fall nicht weiter.
In deinem Bauch ist also einiges durcheinander und in deinem Körper sind so manche entzündete Stellen.
Ich bin kein Facharzt, aber kenne mich aus Erfahrung relativ gut mit dieser Gegend aus und vorallem auch mit Ärzten und deren Qualitäten.
Ich kann dir nur ans Herz legen, suche mal einen anderen Arzt auf und hole dir eine Zweitmeinung ein. Dürfte ich vielleicht erfahren, aus welchem Bundesland du kommst, um dir ein geeignetes Krankenhaus zu empfehlen?
Wie gesagt, es muss ja auch ohne Opiate gehen und der Lösungsweg wird auch mit Strapazen verbunden sein.
Deswegen ist es immer wichtig, das du eine optimistische Einstellung zu deinem Leben und deiner Situation hast. Allein die menschliche Psyche kann dir sehr bei der Krankheitsbewältigung helfen.

So nun noch eine Frage und vielleicht ein paar Tipps die dir helfen könnten:
Hast du schonmal Probleme im gesamten Verdauungstrakt gehabt (Mund bis After)?
Hast du bei irgendwelchen Tätigkeiten besonders starke Schmerzen (z.B. Stuhlgang, wenn du irgendetwas Spezielles isst...) ???

Jetzt noch 2 Tipps:
Um die Dosis des Opiates zumindest runtersetzen zu können, gibt es sogenannte Schmerztherapien. Die gibt es an fast allen Krankenhäusern. Dort lernst du mit deinen Schmerzen umzugehen und sie durch bestimmte Techniken zu kontrollieren und sogar zu unterdrücken. Ein Bekannter ist in solch einer Therapie und es hilft ihn wirklich sehr gut.
Und noch etwas, da in deinem Körperinneren ja mehrere Entzündungen sind, kann es nicht schlecht sein, deine Nahrung ein bisschen darauf abzustimmen. Was sehr gut und entzündungshemmend wirkt, ist "Grüner Tee Sencha" (der zum Aufbrühen, nicht der aus dem Tetra Pack ;-))
So 2 Tassen an einem Tag wirken sehr beruhigend auf den ganzen Körper.

LG Zick-Zack

P.S. Klappt die Medikamentenliste jetzt? :-)
 
Hahn  sagt am 28.11.2010
Hallo Zick Zack. Danke für deine Antwort und den Tipps. Ich habe im großen und ganzem eine sehr positive Einstellung zu meinem Körper und meinen Baustellen. :-) Das ich hin und wieder einen hänger hab ist ganz normal denk ich. Ich wohne in Berlin und war schon in folgenden Krankenhäusern in den letzten 25 Jahren:
Martin Luhter Krankenhaus-hauptsächlich div.Unterleiboperationen und Coloskopien.
Seit 1997
Benjamin Fränklin Krankenhaus- Galle entfernt und seit damals vermehrte Beschwerden im Ober- und Unterbauch.

Gertrauten Krankenhaus-Unterleibsoperation und bekam dann noch eine Bauchfellvereiterung, Gallengang MRCD, danach Rippenfellentzündung.

2006
Charite Vircho Krankenhaus- div (14x)MRCD dann Gallengangsoperation, danach PDCD weil der neue Gallengang gleich wieder verstopft war. Die Drainage musste aber wieder entfernt werden, da erhebliche Beschwerden auftraten.

2008
Divertikeloperation und dabei wurde mein Dünndarm verletzt. Ich möchte diese Klink hier nicht aufführen. Von dort wurde ich ins
Neukölner Krankenhaus gebracht und die retteten mir mein Leben und ich war immer die lachende Fr. Hahn, weil trotz allem ein positiv denkender Mensch geblieben bin.
Nur hin und wieder lass ich auch zu, das meine Psyche etwas hängt.
Die Idee mit dem grünem Tee greife ich gerne auf.

Akute Beschwerden z.Z. : Schwindel,Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchkrämpfe mit Koliken verbunden (chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung). Sodbrennen mit Reflux, Schmerzen oder Krämpfe im gesamten Darmbereich, nach Toilettengang lassen sie nach, Fettstühle mit Gelbstich. Mehr oder weniger immer Fieber schon bei leichten Bewegungen- 38.0 und geht bis zu 39.5 wenn ich es ignoriere. Lege ich mich hin, geht das Fieber in 1-2 Std. wieder auf 38.0 zurück. Aber dann ist der Tag gelaufen für mich.

Diät: Laktose- Gluten- und Fruchtzuckerfrei. Diabetes Mellitus 2, noch auf Diätbasis.

Hab schon 1 Schmerztherapie hinter mir und man sagte mir dann zum Abschluß, das ich wohl die berühmte Ausnahme sei und Medikamente weiter nehmen müsste und ich noch einen Gang langsamer werden sollte. Aber noch langsamer geht es ja nicht, ich mach ja schon alles im Schneckentempo. :)

So, nun versuch ich die Medikamentenliste hier einzufügen. Hoffe das es klappt. Sage aber schon mal Tschüß. U.Hahn
Medikamentenliste:
Also hier mal meine Medikamente.

Oxygesic Tabl. 40 mg -Schmerzmittel

Novaminsulfo Tropf. 1-3 x 40 Tropf. -Schmerzmittel

Cholit-Ursan 3x tägl. -Leberschaden und chronische
Gallengangsentzündung.

Pangrol 4000 3x tägl. - Pankrea (chronische Pankrea)

Laxatan 2x tägl. Doppelbeutel.-Weichmacher-Darm

Rifun 40 mg 2x tägl.-Magen

Buscopan Plus Zäpf. -bei Koliken nach bedarf 2-3x wöchentlich

Sab Simplex bei Völlegefühl

MCB Tropf. nach bedarf -Magen-Übelkeit

Amitriptylin 150 mg. tägl.-Psyche

Biso Hennig 2,5 mg. 1x tägl. Blutdruck



 
Zick-Zack  sagt am 28.11.2010
Hallo Fr. Hahn,
zuerst einmal; meinen größten Respekt für deine Einstellung zu der Lage der Dinge. Ein paar Durchhänger sind ganz normal, sonst wäre das ganze sowieso nur aufgesetzt. Man muss eine unglaublich starke Person sein um solch eine Einstellung zu haben. Die meisten Leute haben gar keine körperlichen Erkrankungen und denken negativer. Super Einstellung, behalte sie. :-)

Was ich dir jetzt sage, könnten vermeintliche Gründe sein.
Fettstühle können dadurch entstehen, dass die Fette im Dünndarm durch die entzündliche bzw. geschädigte Schleimhaut nicht richtig verarbeitet werden. Der Dickdarm zersetzt diese Stoffe dann in entzündungsfördernde Stoffe. Somit ist es logisch, dass die Schmerzen nach dem Stuhlgang nachlassen (die entzündungsfördernden Stoffe sind ausgespühlt).

Was mir bei dir fehlt, ist eine eigentliche Ursache für deine Probleme.
Es muss einfach eine Ursache haben, die es vom Kern an zu bekämpfen gilt.
Es kommt nicht von ungefähr, dass deine Bauchspeicheldrüse ständig entzündet ist, dass du nur Bauchkrämpfe hast und dass du ständiges Fieber hast.
Das ständige Fieber ist ein Zeichen dafür, dass dein Körper andauernd gegen etwas ankämpft, sei es die entzündete Bauchspeicheldrüse oder dein Dünndarm.
Wenn wir mal versuchen uns einen Überblick zu verschaffen würde ich deine zusätlichen Beschwerden so deuten:
Schwindel, Übelkeit, Erbrechen - verursacht durch Medikamente und deren vielfältige Kombinationen
Oberbauchkrämpfe und Koliken(sind übrigens typische Sympthome bei Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) - verursacht durch Dünndarm und Bauchspeicheldrüse
Sodbrennen - entweder auf Medikamente zurückzuführen oder Ernährung, kann aber auch etwas ganz normales sein, haben ja viele, da gibt es aber abhilfe; Luvos Heilerde 1 hiflt prima
Schmerzen und Krämpfe im Darmbereich - typisches Anzeichen der oben genannten Darmerkrankungen

Hat man dich mal koloskopiert bzw. endoskopiert (Darmspieglung) und Zellproben entnommen? So können die oben genannten beiden Krankeheiten ausgeschlossen werden bzw. bestätigt werden.
Apropos, lass am besten mal den vor kurzem erwähnten Calprotectin-Wert im Stuhl prüfen, der gibt auch Infos über die Lage und die Entzündungen im Darm.

Im Notfall gäbe es noch die Möglichkeit einer Darmtransplantation.
Ein Verfahren, das immer mehr auf dem Vormarsch ist. Vorzugsweise wird der Dünndarm transplantiert. Das Universitätsklinikum Tübingen in Baden Würtemmberg führte solche Eingriffe als Erstes in Deutschland durch.
Wenn dich dein Dünndarm so plagt (ich meine, er ist Überlebenswichtig und wohl das Hauptproblem deiner Beschwerden) würde ich mich darüber mal genauer informieren.

Deine Medikamentliste ist ja ziemlich vielfältig wissen deine Ärzte von allen Kombinationen, nicht dass das die Probleme zusätzlich unterstützt?
lg Zick-Zack
 
Hahn  sagt am 28.11.2010
Hallo netter Zick Zack. Danke für deine Aufführungen. Werde mir den Calprotectin-Wert machen lassen. Auch das mit der Heilerde hört sich gut an.
Koloskopien hatte ich schon mehrere, die letzte was aber 1997. Man hatte immer Polypen entfernt, die aber gutartig waren. Man hatte die letzten Jahre darauf verzichtet, weil mein Darm immer entzündet war und eine Kolo nicht möglich war. Ist bei mir auch gar nicht so einfach, wegen den vielen Verwachsungen und Darmschlingen, da ist die Kolo auch mit viel Schmerzen verbunden und das Rosiko erhöht den Darm zu verletzen.
Ich habe 2 Ärzte die mich behandeln und beide wissen von meinen Medikamenten. Wollte das eine oder andere schon mal weg lassen, aber beide rateten mir, dies nicht zu machen.
Ach was mir noch einfällt, meine Triglyceride sind immer sehr erhöht Wert vor 2 Wochen 495, ansonsten ist mein Kolesterinspielel bei 200 und HDL ist sehr gut.Habe meinen Internisten wegen den Triglyceride angesprochen und ob man da nicht was machen muss. Er verneinte und meinte nur,"sie müssen ja auch was Essen". Die Antwort hat mich nicht befriedigt, aber wir sind dann im Gespärch davon abgekommen. Meine Harnsäure ist auch erhöht.
Meine Ärzte (Hausarzt, Internist und Neurologe) wissen von meinen Medikamenten bescheid und keiner hat etwas beanstandet, ich solle sie nur immer regelmäßig nehmen.

Mein Essverhalten ist nicht immer gut, denn vieles vertrage ich nicht, dann hab ich mal Tagelang keinen Appetit, Wurst, Fleisch und Käse verursachen nur Übelkeit. Joghurt esse ich tägl. bei Obst und Gemüse ist es wieder schwieriger. Vollkornprodukte vertrage ich gar nicht.
War ja auch schon bei einem anderem Internist, aber der meinte ja auch nur: "bei so vielen Baustellen die sie haben, kann man nichts weiter machen und ich sei doch schon gut versorgt mit den Medikamenten.
Charite Vircho Krankenhaus ist direkt spezialisiert auf Leber, Galle, Darm und Bauchspeicheldrüse. Aber die können im Moment auch nichts weiter machen. Also abwarten, abwarten auf was??
Ja, auf meinen Humor und im großem und ganzen auf meine Einstellung bin ich auch sehr STOLZ, denn so schnell gebe ich mich nicht auf. Kämpfen und positiv war schon immer eine Stärke von mir. :))
Bin ein Schreiberling und schreibe Märchen und Geschichten und neuerdings auch Thriller und Krimis. Flüchte mich dann in eine andere Welt und das hilft mir vieles auch zu ertragen. Da sitze ich nicht nur nutzlos herum und ergebe mich dem Schicksal, nein sonderen da verarbeite ich auch vieles von mir persönlich. So eine Art Ventil ;)
Mal ne andere Frage, was für eine Erkrankung hast du denn?? Ich mein weil du so gut bescheid weißt. ;-)In welchem Bundesland lebst du denn? Ich bin 58 Jahre alt und du? Jetzt bin auch ich etwas neugierig auf dich. :)
LG U.Hahn
 
Zick-Zack  sagt am 28.11.2010
Hallo nette Fr. Hahn :D
Ich fang mal so an, ich bin 14 Jahre alt und komme aus dem Saarland habe mir das ganze Wissen über 3 Jahre hinweg angeeignet. Vor 3 Jahren hat man bei mir die Krankheit "Morbus Crohn" festgestellt. Das war natürlich erst mal ein Schock, aber mittlerweile bin ich fast froh dass ich sie habe. :-) Weil ich musste damit zwar einiges wie sie mitmachen (sprich Opiate, starke Medikamente, Schmerzen) aber diese Krankheit hat mir die Welt der Medizin gezeigt.
Mittlerweile führe ich sehr lange Gespräche mit meinen (sehr guten und erfahrenen) Ärzten, sodass ich einige hieraufgeführte Tipps nicht zuletzt von denen habe. ;-)
Trotz meinem noch jungen Alter habe ich das ganze Wissen aus unzähligen (auch privaten) Gesprächen mit meinen Ärzten, Krankenhausaufenthalten, Internet- und Zeitungsrecherchen und Erfahrungen gesammelt.
Ich habe sehr viele Parallelen zwischen uns beiden entdeckt sprich:
- Schmerzen
- Essstörungen
- Probleme beim Stuhlgang
- viele Medikamente
- positive Einstellung :-)
- Darmbeschwerden
- Darmentzündungen

Mittlerweile bin ich allen Ärzten und der Uniklinik Homburg sehr dankbar für alles. Die ganze Sache lässt einen reifer und erfahrener werden. :-)
Bald werde ich auch in der Uniklinik Homburg ein Praktikum machen, worauf ich mich riesig freue! :D
Und in 3 Jahren will ich dann ein Medizinstudium anfangen. :-)

Ich bin mal gespannt auf deinen Calprotectinwert, der gibt Auskunft ob eine Entzündung so stark ist, wie es bei Morbus Crohn der Fall ist.

Nun kommen wir mal zum Punkt; durch die vielen Parallelen könnte ich mir bei dir gut eine Erkrankung mit Morbus Crohn vorstellen.
Auch deine Nahrungsunverträglichkeiten passen gut ins Bild der Krankheit.
Aber keine Panik, solltest du das haben, könnte man wunderbar darauf aufbauen und Medikamente verabreichen. Ich bekomme zurzeit Remicade und im Moment geht es mir richtig gut. :-)

Diese Diagnose kann allerdings nur anhand einer Zellprobe die dem Darm etnommen wird gemacht werden. Gäbe es vielleicht irgend eine andere Möglichkeit an deinen Darm ranzukommen, als eine Koloskopie???

Ich habe einen Bekannten, der auch an Morbus Crohn erkrankt ist, dessen Werte waren zum Teil sogar noch höher als deine, aber auch ihm hat Remicade gut geholfen. :-)

Abwarten ist hier nicht angesagt, denn ohne Fleiß kein Preis :-)
So wie ihr Ventil das Geschichtenschreiben ist, ist meines der Sport und die Musik. :-)
So etwas ist immer gut.


LG Zick-Zack :-)
 
Hahn  sagt am 28.11.2010
Hallo lieber Zick Zack, ich hoffe ich darf dich so nennen? Ja, es stimmt Erkrankungen lassen einen schneller reifen und man wird auch schneller erwachsen find ich. Ich sprech da auch aus eigener Erfahrung mit meinen Erkrankungen im Unterleib. Es fing bei mir mit 10 Jahren an, wo ich dann sehr oft im Krankenhaus war.
Ich finde auch eine Diagose ist gut auch wenn sie noch so schlimm ist, denn dann weiß man woran man erkrankt ist und kann gezielter behandelt werden.
Der Gedanke mit Morbus Crohn ist mir auch schon gekommen, aber ich hab das Gefühl, das da meine Ärzte meine Gedanken nicht teilen. Ich weiß auch, das Morbus Crohn keine einfache Erkrankung ist, denn bei so vielen Krankenhausaufenthalte teilte ich oft mein Zimmer mit Patienten, die daran erkrankt waren.
Es wird bestimmt eine Möglichkeit geben um an Proben aus meinem Darm zu kommen. Kann so etwas auch ein Proktologe machen?? Ich war zwar schon länger Zeit nicht bei ihm, aber das wäre das geringste Problem bei ihm wieder einen Trmin zu bekommen, denn ich weiß nicht ob da meine 2 anderen Ärzte diesen Test und Blutuntersuchung machen lassen würden.
Das du ins Medizinische gehen willst find ich gut und du wärst bestimmt auch ein guter Arzt, denn du weißt wovon du sprichst und hast die Erfahrungen nicht nur aus einem Buch. Kannst dich ja auch in den Patienten hineinversetzen, was die meisten Ärzte ja nicht können.

Ich glaube, dieses Jahr werden die Ärzte keine große Untersuchungen mit mir machen, denn die Kassen sind ja jetzt zum Jahresende leider leer. Aber falls ich jetzt wieder kurzfristig als Notfall ins Krankenhaus muss, werde ich die Ärzte darauf ansprechen.

Schön dass du aber Sport machen kannst und dir die Musik auch viel Kraft gibt, denn zum Ausgleich brauchen wir alle etwas, denn sonst würden wir nur untergehn. Ich liebe auch Musik (Soul, Hip Hop und vieles mehr, nur keine deutsche Lieder ausser die von Xavier Naidoo) denn die lange Zeit auf der Intensiv (Einzelzimmer) wäre ohne Musik schrecklich gewesen.
Ich danke dir für deine Hilfe und wünsche dir weiterhin gute Besserung und ich werde hier weiterhin vorbei schaun und wenn sich bei mir etwas NEUES ergibt melde ich mich dann sofort. Sag ruhig weiterhin DU zu mir. :-)Musst du noch lange im Krankenhaus bleiben??
LG U.Hahn


 
Zick-Zack  sagt am 29.11.2010
Hallo liebe Fr. Hahn,
ja natürlich :-)
Es ist genauso wie du es beschreibst, solche Erfahrungen lassen einen schneller reifen und machen vorsichtiger. Doch das schöne ist, dass wenn man keine Beschwerden hat das Leben umso lebenswerter ist.
Natürlich ist man nur ein Mensch aber man hat seinen Mitmenschen immer etwas vorraus, ich weiß nicht genau was, vielleicht handelt man überlegter oder so... ich weiß nicht genau, aber irgendetwas gibt es da.

Um auf Morbus Crohn zurückzukommen.
Ich würde mal einen Internisten aufsuchen, der kennt sich in diesem Gebiet ganz gut aus. Dieser kann auch Proben entnehmen und auch den Calprotectinwert bestimmen.

Ich habe insofern Glück, dass ich bei Ärzten in Behandlung bin, die selbst viel in der Crohn Forschung tätig sind. So habe ich immer die neusten News. Ich war auch einer der ersten Minderjährigen, die in Deutschland überhaupt mit dem Medikament "Remicade" behandelt worden sind. (Es war damals erst seit 3 Monaten für Minderjährige zugelassen worden)
Sollte sich etwas derartiges bestätigen oder auch nicht, ich werde dir in beiden Fällen noch mit Tipps und Ratschlägen soweit mein Spektrum noch reicht zur Seite stehen. :-)

Ich denke auch, dass die Tatsache, dass ich mich in den Patient hineinversetzten kann ein guter Vorsatz ist um einen medizinischen Beruf anzustreben. Ich werde mein Bestes geben. ;-)

Genau so ging es mir auch, Krankenhausaufenthalte ohne Musik... das wäre ein Ding der Unmöglichkeit.

Momentan bin ich zum Glück nicht im Krankenhaus, muss da immer alle 8 Wochen für 1 Nacht hin, damit ich meine nötige Portion Remicade wieder gespritzt bekomme. Vorraussichtlich noch so 5 Jahre.
Außerdem hat mir mein Arzt vor kurzem gesagt, dass ich noch die Hoffnung haben kann, dass ich es miterleben werde, wenn man ein Heilmittel für diese Erkrankung findet.
Naja, solange es mir gut geht, nehme ich die paar Nächte im Jahr gerne in Kauf. :-)

OK, bin gespannt auf die neusten INfos.
bis dahin
LG. Zick-Zack
:-)

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