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"Zeitaufwand" für und nach Stapedektomie

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carlias  fragt am 24.07.2017
Hallo,

aufgrund einer Otosklerose wurde bei mir bereits im Alter von 18 Jahren eine Tympanoplasik durchgeführt, bei der die Gehörknöchelchen erhalten werden konnten.
Inzwischen (ich bin nun 32) hat sich nach vielen guten Jahren mein Hörvermögen (auf dem gleichen Ohr) in den letzten 2 - 3 Jahren derartig verschlechtert, dass nun wohl eine Stapedektomie ansteht.

Da ich inzwischen als Altenpflegerin in einer kleinen beschützenden gerontopsychiatrischen Einrichtung arbeite, möchte ich meinen "Ausfall" gerne so betriebskonform wie möglich planen.
Ich habe viel gegoogelt und auch bei meinem HNO angefragt, aber bezüglich der zu erwartenden Krankschreibung für die / nach der OP so ziemlich alles von 2 Wochen bis 4 Monaten gehört.
Meine PDL braucht aber einen etwas konkreteren Wert, um damit arbeiten bzw planen zu können.

Also zu den spärlichen Details:
Die letzte Tympanoplastik erfolgte in Vollnarkose.
Ich hatte im Anschluss überraschend starke und für mein Empfinden mit über einer Woche auch recht lang andauernde Schmerzen (konnte mich nur langsam bewegen, nicht flach sondern nur mit erhöhtem Oberkörper schlafen etc).
Leider weiß ich nicht mehr, wann ich damals wieder in die Schule gegangen bin.
Nun arbeite ich in einem Beruf, der sowohl hohe körperliche Anforderungen (angefangen vom Schichtbetrieb über das Heben von Bewohnern bis hin zu einer reinen "Laufleistung" von ca 15 km pro Dienst über 3 Etagen) als auch emotionale Belastungen (körperliche Gewalt durch psychisch belastete Bewohner, hohe Lärmbelastung durch Menschen, deren einzig verbliebene Kommunikationsform das Schreien ist etc) zu bieten hat.
Und ich habe ein bisschen Sorge dass ich nicht nach 3 Wochen wieder bei "meinen" Bewohnern sein könnte?
Für schwere körperliche Tätigkeiten könnte ich mir im Team durchaus Hilfe holen, und die psychisch "belastenden" Faktoren sind für mich eher die liebgewonnene Herausforderungen neben den vielen schönen Momenten mit den mir anvertrauten Menschen.
Mir wäre ein rascher Wiedereinstieg nach der OP das Liebste, aber nach der Erfahrung der ersten OP und der Lektüre im www bezweifle ich das irgendwie.
Und dann möchte ich eben auch dem Team nicht über Gebühr zur Last fallen ... was bedeutet, je länger der erwartete Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit ist, desto überlegter müsste ich den Zeitpunkt festlegen.

Mir ist klar das sich das vermutlich ziemlich schräg anhört.
Meine Schwerhörigkeit schränkt mich ein, aber ich mag meinen Beruf, die fachlichen Voraussetzungen, die Menschen mit denen ich arbeite. Und ich schätze meine Kollegen und das, was wir als Team leisten in dieser speziellen Sparte der Altenpflege.
Ich möchte nur versuchen, ALLE meine Interessen unter einen Hut zu bringen und würde mich freuen, wenn Sie mir mit Ihrer fachlichen Einschätzung dabei helfen könnten.

Im Voraus vielen Dank,
carlias
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 25.07.2017
Zunächst ist bei Ihnen erst einmal die Indikation zur Op zu klären, da Sie nach eigenen Angaben an Otosklerose leiden, andererseits bei Ihnen eine Tympanoplastik durchgeführt wurde. Hierzu ist zu bemerken, dass sich die Diagnose Otosklerose und Hörverbesserung durch eine Tympanoplastik gegenseitig ausschließen. Allenfalls könnte damals eine sogenannte Stapesmobilisation, eine heute völlig verlassene Op-Technik durchgeführt worden sein. Folgende Informationen wären wichtig, um Ihnen korrekt Auskunft geben zu können: OP-Bericht, aktuelles Tonschwellen- und Sprachaudiogramm. Gerne können Sie mir diese per Email an dr.schedler@[Link anzeigen] zu kommen lassen. Eine moderne hörprothetische Versorgung sollte auf jeden Fall in Erwägung gezogen werden.
Alles Gute Ihr Dr. Michael Schedler

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