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Wer hat diese Op und kann mir helfen?

187 Beiträge - 117843 Aufrufe
 
carstendd  sagt am 28.04.2012
Hallo Leidensgenossen,
habe die OP (Mandeln/ Zäpfchen/ Gaumensegel) vor 8 Tagen über mich ergehen lassen- der Anfang (4 Tage stationär) war Spaß!Bin jetzt seit 4 Tagen wieder zu Hause und ohne regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln geht nix. Alles was mit schlucken, Nase putzen, gähnen,normal reden einhergeht verursacht mittlere bis starke Schmerzen. Nachtschlaf erfolgt zweigeteilt; die ersten Stunden im Bett- bis ich vor Halsschmerzen munter werde, dann mit warmen Tee den Hals beruhigen und im Sessel weiterschlafen ( in sitzender Position),früh erster Griff zu den Schmerzmitteln. Hoffe mal das ist alles unter Heilungsprozess zu verstehen und gibt sich in den nächsten Tagen!! Euch eine weniger schmerzhafte Heilung, herzlich Carsten aus dresden
 
ATobias  sagt am 30.04.2012
Ich habe das noch vor mir und frage mich, ob ich das nach diesen ganzen Berichten hier überhaupt noch möchte.... Bei mir würde es nur um eine Gaumensegelstraffung gehen - geht das auch unter Vollnarkose?
 
azrazr  sagt am 08.05.2012
Hi!

Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wieso diese OP ohne Vollnarkose überhaupt angeboten wird.

Klar kann man sie unter Vollnarkose durchführen. Meiner Meinung nach gibt es überhaupt keine alternative Option.
 
rudbert  sagt am 09.05.2012
Hallo zusammen,


nachdem ich über Google auf diesen Beitrag aufmerksam wurde, möchte ich auch hier meine Erfahrungen zur Gaumensegel-OP Preis geben, um dem einen oder anderen nötige Infos zu geben.


Bitte beachtet, dass ich zusätzlich die Mandeln entfernt bekommen habe; wie die Schmerzen bei einer nur-Gaumensegel-OP aussehen kann ich leider nicht beurteilen!


Bei mir wurde vor genau 15 Tagen eine OP mit folgenden Eingriffen durchgeführt:

- Mandelentfernung
- Gaumensegel gestrafft und Zäpfchen gekürzt
- Nasenscheidewand begradigt
- Gewebe in den Nasenmuscheln abgetragen
- Chronische Entzündung in der Kieferhöhle entfernt

Ursprünglich war nur gedacht die Mandeln und die Kieferhöhlenentzündung zu entfernen; da sich bei mir aber nach und nach ein extremeres Schnarchen einstellt (zwar keine Atemaussetzer, aber zum Teil stündlich wach, da Mund ausgetrocknet) bat ich den Arzt die Gaumensegel-OP gleich mit zu machnen.


Der Schmerzverlauf stellte sich wie folgt da:

- OP-Tag
Schmerzen: keine Schmerzen da noch Schmerzmittel von Narkose intus
Medikamente: Antibiotika-Infusion, 2x Voltaren 50 dispers
Sonstiges: 2 Teller klare Suppe abends flutschten ohne Probleme

- 1. - 3. Tag nach OP
Schmerzen: leichte Schmerzen (3/10)
Medikamente: Cortision-Infusion, Antibiotika-Tabletten, 3x Voltaren 50 dispers, Dolo-Dobendan Lutschtabletten
Sonstiges: wir haben ganz normal gegessen im Krankenhaus (Frühstück Toast/Semmel mit Wurst/Käse, Mittag normal, Abend normal); habe kaum durchgeschlafen da ich in der Nase Tamponaden (von Nasenscheidewand-OP) hatte und der Mund und somit die Gaumen-/Mandelwunden ständig ausgetrocknet sind

- 4. - 5. Tag nach OP
Schmerzen: heftige Schmerzen im Gaumen- und Mandelbereich, essen ohne zusätzliche Schmerzmittel nicht möglich
Medikamente: Antibiotika-Tabletten, 3x Voltaren 50 dispers, Dolo-Dobendan Lutschtabletten, Novalgin-Tropfen (haben nicht geholfen bei den heftigen Schmerzen),3x Tilidin (starkes Schmerzmittel - Opiat; wirkt sehr schnell, nach 10 Minuten, macht auch ein wenig high/benommen - praktisch ;-)) )
Sonstiges: Der Arzt hat nicht untertrieben, die Schmerzen im Gaumen- und Mandelbereich sind extrem (8/10),aber mit Tilidin auszuhalten. Habe am 3. Post-OP Tag die Tamponaden herausbekommen (grausam wenn die rausgezogen werden, anschliessend 1h seitlich liegen, damit das restliche Blut aus der Nase läuft) und am 5. Post-OP Tag die Plastikschienen aus der Nase (war ok nur kurz Schmerzhaft); ein Gefrierfach mit Eis-Flatrate auf der HNO-Station war praktisch wir sind auch ständig mit Eiskrawatten rumgelaufen - das lindert den Schmerz zusätlich

- 6. - 9. Tag nach OP
Schmerzen: die Schmerzen haben nun Ihren Höhepunkt erreicht; kann nicht durchschlafen ohne Tilidin und Eiskrawatte. Hinzu kommt noch, dass von der Nasen-OP alter blutiger zäher Schleim ständig in den Rachen über die Gaumen- und Mandelwunden läuft und somit zusätzlich schmerzt
Medikamente: 4x Voltaren 50 dispers, Tilidin in Maximaldosis täglich
Sonstiges: Essen ist nur noch nach vorheriger Tilidin-Einnahme möglich; die Schmerzen im Gaumen- und Mandelbereich sind extrem (10/10) ich wünsche mir nachts einfach vor Schmerzen ohnmächtig zu werden; teilweise wirkt sogar das Tilidin nicht mehr; habe mir vom Arzt ein 2. Fläschen besorgt (10 ml sind ruck zuck weg bei der max. Tagesdosis ca. 2 Tage); war mittlerweile 2x beim HNO zur Kontrolle - dieser saugt den Blutschleim in der Nase mit einem Röhrchen ab - sehr angenehm danach! Am 9. Tag der Schock, nach Reinigung der Nase mit Salzwasser eine Nachblutung an den Mandeln (normal sofort Notarzt, da ich ca. 40 min. vom Krankenhaus entfern wohne) - aber Entwarnung nach Kühlung mit Eis im Nacken und Hals nach 1 min. die Blutung vorbei - puh!

- 10. - 14. Tag nach OP
Schmerzen: die Schmerzen lassen nun nach, ich benötige nur noch vereinzelt Tilidin
Medikamente: 4x Voltaren 50 dispers, Tilidin nach Bedarf
Sonstiges: Langsam ist Besserung in Sicht; ich kann endlich voll durchschlafen und schnarche schon nicht mehr! (lt. Freundin merkt man gar nicht dass ich nachts anwesend bin); der Blutschleim in der Nase geht auch zurück

- ab 15. Tag nach OP
Schmerzen: Mandelwunden schmerzen kaum noch; das Gaumensegel zieht allerdings mächtig beim Schlucken/Rülpsen/Gähnen ich nehme allerdings seit heute keine Schmerzmedikamente mehr
Medikamente: ab heute nehme ich keine Schmerzmedikamente mehr
Sonstiges: Langsam sind die Wunden verheilt; das Zäpfchen und Gaumensegel ziehen noch schmerzhaft bei Belastung (Schlucken/Gähnen/usw.); ich muss sagen, dass das Zäpchen/Gaumensegel meinem Eindruck nach am längsten braucht zu heilen - der HNO hat allerdings gesagt der Heilungsprozess verläuft nach Plan also gehe ich davon aus, dass das normal ist.


Sonstige Punkte:
- Habe während des gesamten Verlaufs nur stilles Wasser getrunken, um die Wunden zu schonen
- Habe während des gesamten Verlaufs normal gegessen (3x täglich) mal schneller mal langsamer mal weniger mal mehr je nach Schmerzen
- geduscht hab ich (Empfehlung des Arztes erst nach 14 Tagen, wegen Nachblutungsgefahr Mandel-OP) am 8. Post-OP Tag kurz und lauwarm da ichs nicht mehr ausgehalten habe ;-))
- Die Nachblutungsgefahr habe ich sehr ernst genommen! Habe die Anweisungen der Ärzte und Pflegerinnen sehr genau befolgt (nicht Rauchen, bücken, Kopf waschen, usw.) - da mein Zimmernachbar 3x eine Nachblutung hatte während unseres stationären Aufenthalts (Gott sei dank ohne Nach-OP aber trotzdem stressig, jedes mal neuen Zugang - Infusion - usw.)
- Der Heilungsprozess des Gaumensegels/Zäpfchens kommt mir am längsten vor; heute (15 Tage nach OP) habe ich noch Schmerzen beim Gähnen/Rülpsen/Schlucken und das Zäpfchen ist noch nicht ganz abgeheilt (laut HNO ok so)
- Die Voltaren-Tabletten wirkten erstaunlich gut gegen die Schmerzen, ich dachte immer die sind nur gegen die Entzündung
- Lasst euch immer Schmerzmittel geben, um einen gewissen Pegel zu halten - wenn Ihr drauf wartet bis die Schmerzen kommen und erst dann nach Tropfen schreit, erlebt Ihr unangenehme Schmerzsspitzen!
- Stärkere Schmerzmittel (Tilidn, Tramal) helfen vor allem an den extremsten Tagen (6. - 9. Tag bei mir waren halt die Mandelwunden noch zusätzlich) allerdings die Opiate nicht auf eigene Faust einnehmen sondern nur nach Anweisung des Arztes! Die Horrorgeschichten wenn man "Tilidin" bei Google eingibt lassen mich kalt - ich bin weder aggressiv noch abhängig geworden...
- Schnarchen ade! Ich schlafe nun tief und fest ohne wach zu werden; ich schnarche überhaupt nicht mehr lt. Freundin


Hoffe euch geholfen zu haben!

-sd
 
Ka307  sagt am 15.05.2012
Hallo ihr Lieben,

ich habe auch Anfang des Jahres eine Mandel-OP mit gleichzeitiger Gaumensegelstraffung machen lassen...
das war der größte Fehler meines Lebens!!!!!!
Ich würde JEDEM sofort davon abraten!

Ich bin 24 Jahre alt, weiblich, nicht übergewichtig, ernähre mich vernünftig und mache Sport...jedoch waren meine Mandeln sowie mein Gaumensegel viel zu groß, sodass ich nachts keine Luft bekam (-> Schlaflabor...)!

Die Schmerzen nach der OP waren unerträglich, insgesamt habe ich 3 Wochen starke Schmerzmittel genommen und 1 weiteren Monat versucht, ohne Schmerzmitteln auszukommen.

Um es vorne weg zu sagen: Ja, ich schnarche nicht mehr!!! Das ist der einzige Vorteil, den ich daraus gezogen habe...mittlerweile würde ich lieber wieder schnarchen...

Mittlerweile besuche ich einmal in der Woche eine Logopädin (was mich 1/4-jährlich ca. 160€ kostet) da ich seit der OP weder richtig Essen, noch Trinken kann...die Getränke kommen mir jetzt, nach mittlerweile 5 Monaten, immer noch aus der Nase raus; beim Essen gluckse ich, weil mein Gaumensegel nicht mehr richtig funktioniert und ich beim Schlucken Luft durch die Nase ziehe...und ich kann kein "R" mehr aussprechen. Anfangs gingen auch "G", "K" und "CH" nicht, aber dank Logopädie klappt das zumindest wieder!

Ich habe mittlerweile herausgefunden, dass das alles wahrscheinlich nie wieder wie früher klappen wird, mein Arzt macht mir da auch wenig Hoffnungen...er umschreibt es immer schön, aber im Endeffekt habe ich wohl "Pech gehabt...!"

Sicherlich lief diese OP bei anderen Leuten gut und bei wenigen Leuten schlecht...meine Ärtze sagen, sie wüssten zwar, dass es diese Risiken gibt, aber sie hätten das noch nie erlebt!

Also: Es gibt diese Risiken wirklich und sie sind nicht schön!!!
Dennoch allen viel Erfolg, die diesen Eingriff noch vor sich haben!

Liebe Grüße!
Ka
 
azrazr  sagt am 15.05.2012
Hallo Ka!

Ja, diese möglichen Nebenwirkungen sind im Beiblatt zur OP beschrieben.
In vielen Fällen gehen aber die Symptome mit der Heilung zurück. Bei mir fließt auch ein wenig Flüssigkeit in die Nase, allerdings mit der Abnahme der Schmerzen immer weniger, weil dadurch der Druck des Gaumensegels beim Schlucken wieder höher wird und so der Gaumen besser schließt.

Zu den Schmerzen: da muss man einfach durch. Vergängliche Schmerzen sind meiner Meinung nach kein Argument gegen eine Maßnahme, die hilft.

Bezüglich der von Dir beschriebenen Risiken muss man sich allerdings vorher entscheiden: nehme ich sie auf mich, oder nicht. Ich habe fürmich "ja" gesagt und dann bleibt es dabei - komme was wolle, zu meiner Entscheidung muss ich stehen. Dies ist keine Vorgabe gegenüber Anderen, sondern allein für sich selbst, um nicht unnötig mit meinen Entscheidungen zu hadern. Schlecht ist, wenn man vorher nicht informiert wurde, und man dann den Schaden hat. In eine solche Situatioan wünsche ich niemandem zu kommen... (mir auch nicht).
 
Ka307  sagt am 15.05.2012
@ azrazt:
leider ist mein Hals seit ca. 2 Monaten verheilt, sagt der Arzt...das ist ja das Ärgerliche...aber noch gebe ich nicht auf, schließlich hilft die Logopädie bis jetzt ja noch :-)
 
phb36  sagt am 15.05.2012
@Ka307:

Das "R" kann man recht einfach umlernen, das wirst Du auch noch hinbekommen. Normalerweise wird das "R" im Rachen gerollt. Man kann es aber auch vorne im Mund mit der Zunge rollen, also die Zungenspitze hinter den oberen Zähnen an den Gaumen und durch den Mund ausatmen. Das dauert etwas, bis man das kann. Tatsächlich kann ich nur dieses "R" sprechen, das ich aber auch erst gelernt habe, als ich Spanisch gelernt habe. Die Spanier sprechen nämlich so ihr "R". Deine Logopädin wird aber sicherlich am besten wissen, wie Ihr das hinbekommt.

Ansonsten hoffe ich, dass das mit dem Gaumensegel allgemein besser wird. Mein Arzt hat bewusst wenig abgeschnitten / koaguliert, um dieses Risiko gering zu halten. Dafür werde ich mich wohl noch einmal operieren lassen müssen, da ich immer noch schnarche. Allerdings habe ich keine Apnoe mehr, was medizinisch gesehen schon ein wichtiger Erfolg ist. Der Grat zwischen zu viel und zu wenig ist offenbar recht schmal.
 
Wanner04  sagt am 21.05.2012
Hallo zusammen, erst einmal vielen Dank für diese interessante und informative Forum alle Schnarchgeplagten. Sicher erscheint kurfristig der Gedanke warum habe ich mir das angetan solche Schmerzen zu erleiden, aber langfristig erscheint es mir wohl, dass sich die Leidenszeit gelohnt hat und sich und den Lebenspartner belohnt. Ich hatte zwar keine Operation im Rachenraum, aber halt Nasenoperation mit Tamponage und kann daher den Schmerz nur erahnen, aber der Erfolg nach der OP mit verbundener Wartezeit hat mich für alles entlohnt. Aber zurück zu meinem eigentlichen Thema: Schon der Gedanke morgens auszuwachen und ausgeschlafen zu sein,wäre für mich der Schritt wert und daher komme ich dann schon zu meiner Frage, wer hat Erfahrungen in NRW oder Ruhrgebiet für mich, bin sehr starker Schnarcher , jedoch seitdem ich Sport mache (Kieser Krafttraining),habe ich so gut wie keine Atemaussetzer. Bitte beachten Sie, dass ich kein Mediziner bin und es u.U. vielleicht garnicht damit zu tun hat. Also ich kenne in Essen das Alfried Krupp KH, wo ich mich an der Nase habe operieren lassen, eigletlich war ich sehr zufrieden, habe aber keine Erfahrung ob ich bei einer "Schnacrch - OP" dort ebenfalls gut aufgehoben weäre.
Falls Empfehlungen ausgesprochen werden, bitte wenn es geht mit Namen der Ärzte. Vielen Dank und ich freue mich auf Ihre Antworten!
 
wuschel68  sagt am 10.06.2012
Oh je, bei mir steht jetzt Donnerstag, 14.6.12, die OP an. Gaumensegel straffen und Zäpfchen verkleinern. Ich habe panische Angst davor, vor allen Dingen vor den Schmerzen. Habe nun gerade auch neuen Job und natürlich noch mehr Angst, länger als eine Woche krank zu sein. Allerdings muss ich berufsmäßíg "viel reden".... mal sehen, ob ich wirklich mit nur einer Woche hin komme.
 
azrazr  sagt am 10.06.2012
Hi wuschel68!

Abschminken, keine Cahnce! Realistisch ist drei Wochen Urlaub/Krankschreibung. Mutig ist zwei Wochen Urlaub/Krankschreibung. Völlig abwegig, geradezu verrückt ist eine Woche davon.

Ich habe nach zwei Wochen gearbeitet. Meine Leistung war aber in der Folgewoche das Gehalt nicht wert - aber das ist zum Glück nicht aufgefallen, weil meine Arbeit nicht punktuell überprüfbar ist (wie z.B. bei Jobs im Callcenter oder wenn Termine eingehalten werden müssen).

Verschieb die OP auf die Zeit nach der Probezeit (so habe ich das gemacht).
 
wuschel68  sagt am 21.06.2012
So, ich habe es überlebt :-)Zäpfchen gekürzt, Gaumensegel gestrafft.
Die Op dauerte ca. 40 Minuten, ist gut verlaufen. Nach der OP sollte ich schon beginnen zu trinken. Bekam auch eine Schmerzinfusion und habe dadurch kaum Schmerzen gehabt. Am nächsten Tag durfte ich schon raus. Die Schmerzen ließen sich mit ibuprofen gut in den Griff kriegen; das Schmerzempfinden mit Medikamente war wie ungefähr eine leiche Mandelentzündung; ohne Medikamente bedeutend schlimmer.
Die OP ist jetzt eine Woche her, und mir geht es jeden Tag etwas besser. Heilungsverlauf so gut, dass ich nächste Woche tatsächlich wieder arbeiten kann. Das Sprechen bereitete mir nur am 1./2. Tag nach der OP Probleme. Wie gesagt, alle 5 Std. eine Schmerztablette zu Anfang, und es war auszuhalten.
Heute komme ich mit 2 Tabletten täglich aus. Aber essen kann ich noch nicht alles, obwohl mir schon im Krankenhaus keine Auflagen gemacht wurden (bekam 1,5 Std. nach OP sogar schon Schnitzel als Mittagessen, und konnte es auch essen unter Medikamenteneinfluss). Heute probierte ich mein erstes Glas O-Saft - das kam nicht ganz so gut und brannte doch sehr.
 
gracyboy  sagt am 10.07.2012
hallo leute, hatte heute vor genau 7 tagen eine uppp (Gaumensegelstraffung,Mandelentfernung und Zäpfchenverkleinerung)
Es ist 03.10 Uhr ich sitze hier am PC und es ist die Hölle, bin schön X male operiert worden mit Knochenbüchen und Bänderrissen (ok, habe ein schmerzliches Hobby) aber was ich jetzt an schmerzen habe, der wahnsinn. Schlucken,essen,trinken fast unmöglich. nehme am tag mind. 6 schmerztabletten von denen die wirkung max. 2-3 std. anhält. bin echt am boden. dachte so schlimm wird es nicht, doch es kam um ein x-faches schlimmer. ich weiß nicht, ob ich mir das nochmals machen liese...

gruß
markus
 
Ka307  sagt am 10.07.2012
hey Markus!

Bzgl. Essen: Versuch es mal mit Nudeln! Die konnte ich am besten essen, als ich zu Hause war (hat mir im Krankenhaus natürlich niemand gesagt)...kleine Nudeln mit Käse und Butter, die rutschen sehr gut :-)
Ich hab 8 Schmerztabletten genommen, insgesamt 3 Wochen lang immer weniger werdend - also ein bisschen hast du leider noch vor dir :-/ Irgendwann werden die Schmerzen schlagartig besser - aber das mit dem Essen dauert noch etwas, bis es wieder klappt...

Gute Besserung wünsch ich dir!!! Ich hab den gleichen Kram ja anfang des Jahres mitgemacht...

Liebe Grüße!
Ka

und p.s.: Ich würde das auch nie wieder machen lassen...
 
azrazr  sagt am 10.07.2012
Billiger Tip an alle Schmerzgeplagten- und ich wiederhole ihn nur...

Wick Sulagil in den Hals sprühen!

Zusammen mit den Schmertabletten macht dieses kleine Spraxchen das Leben wieder lebenswert.

Bezüglich wuschel68 - hast Du mit Laser oder mit dem herkömmlichen Messer operieren lassen?

Heute ist übrigens der dritte Monatstag meiner Operation.
Status:
- der Hals fühlt sich immer noch wie ein Fremdkörper an. Vor allem beim Zähneputzen muss ich deswegen regelmäßig würgen, aber ich bin da auch recht empfindlich.
- das Schnarchen ist stark reduziert. In der Rückenlage immer noch vorhanden, aber ohne Luftabdrehen. In jeder anderen Position ist das Schnarchen weg (vorher: in jeder Position geschnarcht, egal ob Bauch, Rücken, Seite oder Kopfstand)
- ich konnte vorher mit dem Gaumensegel komische Töne produzieren, zum Beispiel "grunzen" (seit meiner Kindheit). Das geht jetzt nicht mehr. Ich kann aber nicht entscheiden, ob das mangels Masse ist, oder ob ich keine Kontrolle mehr über den Bereich habe, weil Nerven verletzt wurden. Naja, halb so wild...
- Essen ging nach der OP schon mal von hinten die Nase hoch. In letzter Zeit immer weniger. Man darf den Mund eben nicht zu voll nehmen.
- Nach der OP habe ich auch schon mal ein wenig genäselt. Dies ist jetzt nicht mehr der Fall.
- Da ich das "R" schon immer vorne gerollt habe, gibt es keine Änderung. Da ich aber nicht mehr "grunzen" kann, kann ich mir gut vorstellen, dass andere Operierte Probleme mit dem "R" kriegen...

Weiterhin gute Besserung an alle frisch Operierten und keine Bange an alle, die sich operieren lassen wollen. Schmerzen gibt es, aber sie sind zu überleben :-)
 
wuschel68  sagt am 10.07.2012
ich wurde mit Laser operiert. Es hatte sich zwar nah ein paar Tagen eine offene Wundfläche gebildet und das brannte wie feuer, wenn ich z. B. tomatensuppe aß.... habe auch iboprophen genommen (an die 6 Stk.)... aber es war wirklich auszuhalten. Und ganz viel Salbeitee und Salbeibonbons habe ich zu mir genommen.
 
wuschel68  sagt am 10.07.2012
ach ja, sprachprobleme hatte ich gar keine. nach einer woche ging ich wieder arbeiten. bin call-center-agentin. ok, je später der tag, desto mühsamer wurde es, aber es ging. habe heute zwar noch ein fremdkörpergefühl manchmal im hals, aber ich denke das liegt an den sich auflösenden fäden.
 
wuschel68  sagt am 10.07.2012
ach ja, sprachprobleme hatte ich gar keine. nach einer woche ging ich wieder arbeiten. bin call-center-agentin. ok, je später der tag, desto mühsamer wurde es, aber es ging. habe heute zwar noch ein fremdkörpergefühl manchmal im hals, aber ich denke das liegt an den sich auflösenden fäden.
 
azrazr  sagt am 10.07.2012
Oha - Fäden? Bei LaserOPs werden doch keine Fäden gesetzt... Da wird einfach nur verbrannt und was übrig bleibt, tut halt weh...
 
azrazr  sagt am 10.07.2012
Oha - Fäden? Bei LaserOPs werden doch keine Fäden gesetzt... Da wird einfach nur verbrannt und was übrig bleibt, tut halt weh...
 
Ka307  sagt am 10.07.2012
bei mir haben sie auch die Mandeln gelasert und das Gaumensegel weggeschnitten und vernäht! Ich hatte auch Fäden im Hals, die sehr genervt haben...
 
azrazr  sagt am 10.07.2012
AH! OK, das erklärt Einiges... Weil mit einem gelaserten Gaumensegel im Callcenter Kunden bedienen dürfte eine Woche nach der OP einem Wunder gleichkommen. :-)
 
wuschel68  sagt am 10.07.2012
ist aber so....:-) sorry, hatte mich falsch ausgedrückt. ja, mandeln laser und rest skalpell. Mein Fehler.
 
gracyboy  sagt am 11.07.2012
Erfahrungsbericht Tag 7 und 8 nach OP:
Habe in meinem leben noch nicht solche schmerzen gehabt, schlucken des eigenen speichels fast unmöglich. essen absolut unmöglich. nach aufsuchen des arztes teilte er mir mit das der heilungsverlauf aber gut voran ginge und es "optisch" gut aussehe. wo die starken schmerzen herkämen könne er sich nicht erklären. bekomme zusätzlich nun Novalgin und Antibiotika...die novalgin helfen null!!!!und die voltaren sollen ja den magen kaputt machen, teilte er mir mit und vor allem, sie halten nur maximal solange an, bis man mit dem essen fertig ist und dann gehts erst richtig ab mit den schmerzen.zumindest bei mir. auf ein stärkeres medikament angesprochen gab er mir nicht mal richtig auskunft da es jetzt langsam doch besser werden sollte. momentan ist es jedenfalls noch die hölle. habe in einem bericht vorher was über Tilidin gelesen. habe morgen nochmal einen termin, sollte er mir nicht abhilfe schaffen können und die medikamente hochfahren, werde ich wohl den dotor wechseln..

derzeitiges Fazit: wenn es nur ums schnarchen geht wie bei mir..
-bist du jung und wachst öfters in fremden betten auf würd ich es mir nach 100000000facher überlegung viellcht wieder machen lassen.
-ich bin 23 Jahre verheiratet (kein Egoist darum die OP) allerdings nie mehr wieder, lieber schlafe ich auf dem Sofa.
vllt. und auch hoffentlich bin ich die ausnahme und andere oder vllt. sogar die meisten haben nicht ansatzweise meine probleme. würd ich euch zumindest wünschen.


@K307:: das mit den nudeln werd ich gleich heute probieren, danke

gruß
markus
 
Ka307  sagt am 11.07.2012
Hey Markus!

Novalgin hilft gar nicht und schmeckt ätzend - ich habs trotzdem genommen, zusammen mit Ibuprofen!
Trinkst du Wasser mit Eiswürfeln? Das hilft, den Speichel zu schlucken! Auch beim Essen damit spülen!!! Anders hab ichs auch nicht runter bekommen :-(

Mein Arzt hat mir auch gesagt, es sieht alles toll aus und ich bin vor Schmerzen fast eingegangen...wie gesagt, so ca. 3 Wochen hast du Freude daran...danach hab ich die Schmerzmittel komplett abgesetzt, weil ich diesen plötzlichen Schmerz, wenn die Mittel nachgelassen haben, nicht mehr ertragen habe!

Viel Erfolg mit den Nudeln!

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