Youtube
Folgen Sie uns auf  

tinnitus nach lauter musik? kann das wieder verschwinden?

51 Beiträge - 42992 Aufrufe
?
thedancer  fragt am 19.08.2008
hallo, in der letzten zeit war ich wohl zu oft in der disco. vor ca.einem monat hab ich am nächsten tag nach dem disco besuch gemerkt das es im einen ohr piepst/pfeift. es ist ein hoher ton, aber es rauscht auch nebenbei. konnte auch erst auf dem ohr weniger hören, was aber jetzt wieder besser geworden ist. das piepsen ist aber immer noch da. war dann die nächste woche beim hno arzt, der hat ein paar messungen gemacht und gesagt das die ohren sonst gut sind also kein lärmschaden zu merken ist. hab dann vom arzt tabletten verschrieben bekommen die aber eigentlich nichts gebracht haben. als das so nicht wegging bin ich nochmal zum hausarzt gegangen und der hat ein paar mal infusionen drangehängt. ich meine das das pfeifen jetzt ein bischen besser geworden ist aber es ist nunmal immer noch da und nervt mich. jetzt kriege ich keine infusionen mehr weil der arzt meinte das das piepsen sonst wieder schlechter werden kann. kann ich denn sonst noch irgendwas tun das der Tinnitus aufhört? ich nehm schon immer ohrenstöppsel wenn ich in die disco gehe. wie gross sind die chancen das die geräusche weggehen? der arzt meinte das das ein halbes dauern kann, oder vieleicht länger...
 
RobertB  sagt am 23.08.2008
Ich habe auch mal Tinnitus gehabt. Das ist total nervig. Wie lange hast du den Tinnitus schon? Bei mir hat es fast ein halbes Jahr gedauert bis er weg war.
 
thedancer  sagt am 25.08.2008
hi, nich so lange. erst seit fünf wochen. ohh je, ein halbes jahr will ich die geräusche aber nicht ertragen.
 
JumpWater  sagt am 30.10.2010
Hallo , ich bin 22jahre und heiß sascha,mit 17 also vor 5jahren war ich in einer disco genau vor sonner riesen box,seit dem haben ich einen Tinitus der mich nervt...manchmal hör ich es einfach nich und manchmal piepts dann so laut das es wiederum schmerzt im ohr...es wird ohne richtiege behandlung nich mehr weg gehen...
Langsam wirds richtig schlimm zuerst hatte ich Rechts Hör probleme (hatte ich as klein kind schonund hatte röhrchen drinne)...und jez fängts an das ich mit beiden ohren noch wenieger höre...ales is so leise geworden....Montag werden ich einen arzt aufsuchen....könnt durch drehen^^ weil das piepen nich leiser wird^^ aber alles andre verschwindet^^seit heute morgen..
Hab PC kopfhörer große die übers ganze ohr gehen von phillips.
sind eigendlich auch sehr laut voralem geiler bass...selbst da denke ich das is total leise geworden...heul ich will mein gehör nich verlieren^^..
ich hatte einen tv bericht gesehen wie man das beheben kann!
mann müsste ne OP am/im trommelfeld machen...da wird sowas wie ein bändchen drinn befässtigt was impulse ans ohr weiter leitet,somit kann man wieder alles hören.(das wurde bei Tauben gemacht also bei den die nix hören)
durch die zulaute musik(kommt auch immer drauf an wie laut bei mir waren es ca. 10.000watt verstärker und ich stand vor einer 2000watt box.1,5meter breit und 2meter hoch) is diese Spirale im ohr zerstört
 
Strassi  sagt am 01.12.2010
Es geht vorallem darum, wie viel Luftdruck ( hier dB) und wie lange diese aufs Ohr gewirkt haben. Bei mir waren es ca. 4 Stunden bei rund 100dB. Jetzt hab ich rechts einen Tinitus mit Gehöreinbusen in den Mittelfrequenzem.
 
lukas222  sagt am 05.10.2011
Ich habe vllt bei mir 5 min laut gehörd am pc am laptob der nicht so laut ist ,kann sich das bessern?
 
beateeeee  sagt am 08.10.2012
oh gott ich sterbe wenn das.langer als 2 tage so geht.
ich hab vor ner boxgetanzt locker 4std.... ich werd langsam verrueckt....
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 09.10.2012
Klingt a Bisserl verrückt, aber sie können folgendes versuchen:
Nehmen sie 2x 600mg ACC Brausetabletten(NAC,Fluimucil ist das Selbe,)ein und dazu 2x tgl 300mg B6 Vicotrat (Vitamin B6) Tabl. ACC ist nicht nur ein Schleimlöser sondern erhöht auch in Anwesenheit von VitB6, B12 und Folsäure den Gluthathion-Spiegel im Blut und im Innnenohr.
Habe dazu mal ne Studie gemacht, aber nur als Poster auf dem HNO-Kongress 2004 in Bad Reichenhall publiziert.
Funktioniert leider nicht immer, aber doch in vielen Fällen. Die Medikation ist harmlos, obwohl das ACC in der doppelten empfohlenen Dosis (1200 statt 600 mg) eingenommen wird. Wenn man sich überlegt, dass man bei einer Paracetamolvergiftung zum Entgiften 100.000 mg (richtig Einhunderttausend) pro Quadratmeter Körperoberfläche (Erwachsene ca 1,6 bis 2,0 qm!) gibt , ist das aber wirklich kein Problem! Also, gerne mal ausprobieren und bitte Ergebnis mitteilen!
Alternativ zum HNO und sich 1xtgl 250ml HAES + 2Amp ACC (in die Infusion geben) für mindestens 5 Tage anhängen lassen. Das wirkt noch etwas besser und sollte spätestens bei Versagen der og Therapie durchgeführt werden!
Gute Besserung wünscht Ihnen
Dr.Michael Schedler
 
sammyboy  sagt am 18.03.2013
Wie lange sollte die Therapie mit den ACC Brausetabletten + Vitamin B6 maximal dauern und ab wann ist eine Bessrung zu erwarten?
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 02.04.2013
@sammyboy,
sorry war längere Zeit nicht inm Forum! Die Therapie sollte mindestens über 3-4 Wochen, problemlos aber auch länger durchgefüht werden.
Falls keine Besserung eintritt dann eben zum HNO und die o.g. Infusionstherapie machen lassen. Wir haben sehr gute Ergebnisse, auch bei skeptischen Patienten. Die Skepsis ist übrigens durchaus begründet, da sehr viel dummes Zeug über Tinnitus verbreitet wird. Wir haben aber, wie gesagt überdurchschnittlich gute Ergebnisse, aber eine Garantie kann und will ich natürlich auch nicht geben. Auf alle Fälle schaden Sie sich mit dieser Therapie nicht, soviel ist sicher! Halten sie mich bitte auf dem Laufenden, wie es Ihnen geht.
Alles Gute und gute Besserung wünscht Ihnen
Dr. Michael Schedler
 
Piet  sagt am 03.04.2013
Das ist ja mal interessant. Was ganz neues. Darf ich fragen wie sie darauf gekommen sind ?
 
rocker  sagt am 10.08.2013
Ich spielte gestern in meiner band zu laut gitarre. jetzt piepst es
und ich höre irgendwie weniger gut.
Ich spielte so nur ca. eine viertel stunde.
Geht das weg???
Danke im voraus
 
Miewe  sagt am 23.09.2014
Werden die 2 x 600 mg und 2 x 300 mg eigentlich in einem Rutsch eingenommen oder über den Tag verteilt, jeweils 1 x pro oder ist das egal?
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 09.10.2014
Sorry wegen später Rückmeldung, es ist Arbeitsüberlastung geschuldet.
Es ist egal, wie Sie dosieren. Manche nehmen morgens 1200 mg auf einmal, andere verteilen die Tagesdosis auf bis zu 4x 300 mg. Das spielt nach meiner bisher 16-jährigen Erfahrung mit dieser Therapie keine Rolle. Sie können übrigens auch problemlos auf 3x 600 mg/d steigern, ohne dass Sie eine Unverträglichkeit befürchten müssen.
Bei einer Parcetamolvergiftung bekommen Sie 100.000 mg NAC (ACC) pro qm Körperoberfläche infundiert und zwar zur Entgiftung Ihrer Leber und um das toxische Leberkoma abzuwenden! Daher gilt, es gibt praktisch keine Überdosierung und NW sind, wenn überhaupt, durch die Galenik (BrauseTabl.) bedingt und nicht durch die Substanz selbst.
Hoffe das hilft ein Bißchen weiter.
LG und gute Besserung Ihr Dr. Michael Schedler
 
sammyboy  sagt am 09.10.2014
@ Dr. Schedler,
melde mich auch nach längerer Zeit wieder. :)

Mit Ihrer Methode war bei mir das Ohrensausen nach ca. 2 Wochen wieder komplett verschwunden.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 09.10.2014
Danke für die Rückmeldung. Sie kommt auch anderen Forumsteilnehmern zu Gute. Es gibt leider noch viele Menschen die unter Tinnitus leiden und denen man sagt, dass es keine Behandlungsmöglichkeit gäbe, die das auch noch glauben. Natürlich gibt es Tinnitusformen die sehr schwer oder gar nicht behandelbar sind. Die sind aber nach meiner Erfahrung aber die Ausnahme und eben nicht die Regel!
Alles Gute für Sie und hoffentlich weiter Tinnitusfreiheit!
Ihr Dr. Michael Schedler
 
rockford  sagt am 15.10.2014
Durch einen zufall bin ich auf diese,deutsche side gelangt, were morgen Dr.schaedlers receipt gegen tinnitus auspropieren, ist wirlich interessant, auf keiner english side konnte ich etwas finden. Leide seit jahren an tinnitus, besonders verstaerkt durch taubheit auf rechte ohr, und operation vor zwei wochen an ohrenspeichel druese. Hoffe auf einen erforlg und meld Mich wieder
 
lsie  sagt am 21.10.2014
Hallo, ich habe seit 10tagen einen tinnitus. Bor ca. 2wochen habe ich augenflimmern bekommen, ich sehe ganz viele kleine Lichtpunkte. Dazu kam der tinnitus und Kopfschmerzen. Nun habe Aspirin Migräne genommen, weil mir v.meiner äeztin gesagt wurde, ich könnte eine Migräne mit aura [Link anzeigen]r tinnitus wurde jedoch vermutlich wegen dem wirkstoff schlimmer. Ich würde gerne ihren rat mit ACC probieren. Nur frage ich mich, ob es nicht ungefährlich ist, 3wochen lang jeden tag, so ein Medikament einzunehmen. Auch würde mich interessieren, ob man das vicotrat, also das Vitamin B6 auch auf natürliche Weise(Nahrungsmittel),mit gleicher wirkung ersetzen kann.und das augenflimmern bereitet mir auch Kopfzerbrechen und ich weiß nicht, ob das mit dem tinnitus zusammenhängt. Könnte das mit der Migräne (+aura) doch nicht stimmen und sollte ich auf das Aspirin lieber verzichten. Och nehme ohnehin fast nie Medikamente. Aber diesmal weiß ich nicht weiter und vielleicht hilft mir auch geduld.liebe grüße
 
morquai  sagt am 08.04.2015
Hallo,
tolles Portal hier, danke dafür :-).

Wegen zu lauter Musik (harte Bässe) vor 5 Tagen höre ich auf dem linken Ohr nur noch wenig. Ein leichtes Piepsgeräusch habe ich auch, es ist aber erträglich. Bei lauten Geräuschen kracht es unangenehm im Ohr.
Mein HNO-Arzt hat mich an den Tropf gehängt mit HAES und Cortison. Das machen wir nun 5 mal. Es kostet 40€ pro Infusion, da die Krankenkasse es nicht mehr zahlt.
Kann ich zusätzlich ACC und B-Vitamine nehmen?
 
Kimy  sagt am 11.11.2015
Hilft diese Therapie nur bei Akutem Tinnitus? Oder auch nach dem Ablauf von 3 Monaten?
 
19joker70  sagt am 20.02.2016
Hallo.
ich möchte mich herzlich bei Dr. Schedler für die von ihm beschriebene Therapie mit 2x tgl 600mg ACC Brausetabletten(NAC,Fluimucil ist das Selbe,) und dazu 2x tgl 300mg B6 Vicotrat (Vitamin B6) bedanken.
Ich habe mir in der Fasnacht in einer engen Location mit übertrieben lauter Musik total meine Ohren ruiniert. Folge: Grasses Ohrenpfeifen und Hörschädigung in den mittelhohen bis hohen Frequenzen.
Hausarzt und HNO Arzt machte mir nach Hörtest wenig Hoffnung, dass diese Hörschädigung wieder vollkommen kuriert wird. Und dann dieses unerträgliche ständige Ohrpfeifen, was für mich die Hölle auf Erden bedeutete....
Als nach über eine Woche überhaupt keine Besserung in Sicht war und auch die durchblutungsförderten Ginkobil 120mg keine Wirkung zeigten, versuchte ich die von Dr. Schedler empfohlene regelmäßige tägliche Einnahme von ACC Brausetabletten kombiniert mit den B6 Vicotrat Tabletten. Erstaunlicherweise gab es bei mir nach Einnahme schon nach 4-5 Tagen die ersten Teilerfolge. Das Pfeifen wurde weniger und auch merkte ich eine Verbesserung meiner Hörschädigung. Jetzt nach 14 TagenEinnahme ist das Ohrpfeifen komplett verschwunden und der neuerliche Hörtest hat mein Hausarzt in positives Erstaunen versetzt. Unglaublich sagte er und ich bin natürlich total happy darüber. Ich hatte vor diesem Besuch der Fasnachtveranstaltung immer schon ganz leise Ohrgeräusche im linken Ohr und ich wage jetzt sogar zu sagen, dass auch diese verschwunden sind, will aber noch die nächsten Wochen/Monate abwarten, wie sich das weiter entwickelt. Kann mich nur bei Dr Schedler für diesen Tip in diesem Forum bedanken und mich selber glücklich schätzen, auf diese Forenseite gestoßen zu sein. Und natürlich diese Medikamenten Kombi von Dr Schedler zu 100% weiterempfehlen und als total positive Entwicklung meines Leidens schildern. Wie es sich bei anderen auswirkt, keine Ahnung, aber ich bin hin und weg und komplett geheilt.
Grüße an alle
19joker70
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 21.02.2016
Hallo 19joker70,
vielen Dank für die Rückmeldung im Forum. Ich konnte gottseidank mit diesem Tipp schon vielen Pat. helfen, aber die Wenigsten schreiben es im Forum, sondern schicken mir nur Dankesmails an meine Emailadresse, über die ich mich natürlich auch sehr freue!
Diese Therapieform benutze ich bereits seit dem Jahre 1997 und konnte damit Vielen helfen. Wir haben auch 1998 ein Patent darauf eingereicht das leider niccht durchging, da sich ein "Cleverle" alle nur denkbaren Substanzen in einem Patentanspruch eintragen ließ. Der ging natürlich auch nicht durch, aber damit war ACC, neben Aspirin und ca 100 weiteren Substanzen "Stand der Technik" und konnte somit nicht mehr patentiert werden! War sehr schade, da nach Patentierung im Allgemeinen auch eine pharmakologische Verwertung durch die Industrie erfolgt. Ansonsten gilt für die Pharmaindustrie: wenn es nicht für mich schützbar ist, dann muss es bekämpft werden, da es mir Marktanteile für andere Therapeutika weg nehmen könnte! So bin ich nichts als ein Einzelkämpfer der weiß, dass man Tinnitus in sehr vielen Fällen effektiv behandeln kann, aber eine breite Anwendung finden meine Empfehlungen leider nicht!
Falls Sie zufrieden sind, so können Sie ja eine Bewertung in den einschlägigen Bewertungsportalen hinterlassen. Vielleicht findet dann der/die Eine oder Andere noch zu dieser einfachen , aber sehr effektiven Therapie.
Herzliche Grüße Ihr Dr. Michael Schedler
 
RalleG16  sagt am 17.06.2016
Sehr geehrter Herr Dr. Schedler,
ich habe seit Monaten zunehmendes Problem mit Ohgeräuschen. Habe bereits die Ohrnerven untersuchen lassen, sie sind ok., 3-wöchige Ginko-Therapie hat auch nicht geholfen. Habe gerade Ihren Beitrag gelesen (2 x tgl. 600mg ACC Brausetabletten und dazu 2x tgl 300mg B6 Vicotrat (Vitamin B6). Ich habe große Probleme mit meinen Bronchen und nehme regelmäßig 1 x tgl ACC Tablette, damit ich den Schleim besser abhusten kann. Auf der Suche nach der Ursache für meine Ohrgeräusche habe ich heute (!!) den Beipackzettel von ACC 600 tabs gelesen und dort bei Nebenwirkungen folgendes gefunden: "Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths: Gelegentlich Ohrgeräusche (Tinnitus)"
Kann mir Ihre Therapie überhaupt helfen, oder verschlimmert sich u.U. mein Problem?
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 19.06.2016
Lieber RalleG16, ich behandele seit nunmehr fast 20 Jahren mit diesem Regime und wie Sie an den Reaktionen im Netz feststellen, gibt es zum Teil erstaunliche Ergebnisse. Nun zu Ihrer Frage:
1. Beipackzettel werden nicht von Ärzten, sondern von Juristen gemacht! Leider besteht heute die Tendenz Beipackzettel prinzipiell so zu gestalten, dass derjenige, der sie wirklich komplett durchliest völlig verunsichert wird und in vielen Fällen dann sogar auf die Einnahme verzichtet. Als Beispiel bitte ich Sie sich mal den Beipackz. von ASS (Aspirin) vollständig durchzulesen. Wenn Sie dann noch Aspirin einnehmen, dann sind Sie schon mutig!
2. ACC ist das N-Acethyl-Salz, der nicht essentiellen Aminosäure Cystein und damit völlig harmlos. Im Gegenteil, es wird bei Vergiftungen - Paradebeispiel Paracetamol/Acetaminophen- Intoxikation, die zum Leberkoma und Tod führt - in Dosen bis zu 100.000 mg/m2, richtig Einhunderttausend Milligramm, intravenös gegeben. Eigentlich ist ACC oder besser NAC ein sogenanntes Antidot, also ein Gegengift und als solches ist es auch in der angloamerikanischen Pharmakopoe registriert. Eine Zulassung als Schleimlöser gibt es nur in Kontinental-Europa. In den USA und UK ist NAC/ACC ansonsten nur als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Aus genau diesen Gründen kann man auch bedenkenlos ein mehrfaches der empfohlenen Tagesdosis von 600 mg ACC einnehmen, ohne negative Effekte befürchten zu müssen. Was die befürchtete "Verschlimmerung" von Tinnitus angeht, so möchte ich Ihnen mitteilen, dass selbst bei den extrem hohen intravenösen Gaben von mehr als 100.000 mg pro Tag keinerlei Probleme mit Tinnitus oder Hörstörungen bekannt sind. Im Gegenteil, die Gabe von NAC führt zu einer Erhöhung des Glutathionsspiegels im Blut, der wiederum den Glutathionspiegel des Innenohrs beeinflusst. Ein hoher Glutathionspiegel des Innenohrs wiederum ist ein Schutz gegen Lärmbelastung und sonstiger Schädigungen des Innenohrs. Für uns ist es bei der Behandlung des Hörsturzes, den wir ebenfalls mit Antioxidantien wie NAC behandeln, ein gutes Zeichen, wenn es zu einer Lautstärkeänderung des Tinnitus komm, auch wenn er mal etwas lauter werden sollte. Ich arbeite seit dem Jahre 1997 mit dieser etwas ungewöhnlichen Methode und habe im Jahre 2004 auf dem HNO-Kongress darüber publiziert. Gerne schicke ich Ihnen einen Zugriff auf meine Dropbox und das Rational unserer Therapie, das wir als Patentanmeldung im Jahre 1998 einreichten.
Gerne stehe ich Ihnen zu weiteren Auskünften zur Verfügung.
Alles Gute Ihr Dr Michael Schedler
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 19.06.2016
Hier noch unser Beitrag aus dem Jahre 2004:

6 Jahre Erfahrung in der Behandlung von Innenohrerkrankungen mit systemischer Gabe von Antioxidantien–Bericht über ein deutsches Behandlungspatent Schedler MGJ 1, Lind A1, Hoffmann A1 Informationen 2004  Thema: 8 Innenohr      8.37
1Privat,
Das Tripeptid Glutathion ist das wichtigste intrazelluläre Antioxidans. Es ist erforderlich für ein optimales intrazelluläres Redoxpotential als Voraussetzung für einen normalen Zellstoffwechsel, insbesondere für die empfindlichen Sinneszellen des Funktionssystems Innenohr. Ausreichend hohe Glutathionspiegel sind nicht nur für die Protektion, sondern auch für die Regeneration des Innenohres essentiell. Die Glutathionsynthese hängt von der exogenen Cysteinzufuhr und vom extrazellulären Verhältnis von Glutamat zu Cystein ab. Cystein besitzt antioxidative Eigenschaften gegenüber vielen Radikalen, das Cystein/Cystin-System hat ein negatives Redoxpotential und ist als starkes Antioxidans einzustufen. Cystein wird leicht zu Cystin oxidiert, N-Acetyl-Cystein (NAC) ist chemisch wesentlich stabiler und eignet sich besser für eine Substitutions-Therapie. Methionin ist eine essentielle Aminosäure. S-Adenosyl-Methionin (SAM) ist die stoffwechselaktive Form und Vorstufe von Cystein, aus der Glutathion entsteht. Bei der Übertragung von Methylgruppen entsteht aus Methionin Homocystein. Vitamin B12 und Folsäure sind erforderlich, um daraus wieder Methionin zu regenerieren. In Anwesenheit hoher Dosen an Vitamin B6 entsteht aus Homocystein Cystein, das zur Glutathionsynthese zur Verfügung steht. Seit Februar 1997 erhielten Patienten mit Hörsturz und/oder Tinnitus, welche erfolglos mit Infusionstherapie (Stennertschema u. Variationen) vorbehandelt waren, eine Behandlung mit Aminosäurederivaten, v.a. NAC. In 42% der Fälle konnte eine klinisch signifikante Besserung bis zur Beschwerdefreiheit (in 17%) erzielt werden. Bei Nonrespondern wurde in Einzelfällen durch zusätzliche Gabe von SAMe und Vit. B6 eine Vollremission erreicht. Letztere sind bisher nur anekdotische Fälle, allerdings scheint SAMe einen additiven Effekt aufzuweisen. Auf Grund der Wirksamkeit und ausgezeichneten Verträglichkeit (NAC ist auch ein Detoxikans!) wurde diese Therapieform von uns als Behandlungspatent, Priorität 28.10.1998, beim Deutschen Patentamt angemeldet. Bei praktisch fehlender Toxizität und mithin ausgezeichneter Verträglichkeit stellt dieses Behandlungskonzept eine Alternative zu anderen teils kostspieligen Therapieformen dar, ist aber im Bedarfsfall durchaus auch mit weiteren Massnahmen, wie z.B. HBO (Hyperbare Sauerstofftherapie) kombinierbar.
Keywords: Antioxidantien, Glutathion, Hörsturz, Innenohr, NAC, S-Adenosyl-Methionin, Tinnitus, Vitamin B6
8.36   |   8.38
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York. Alle Rechte vorbehalten. Verantwortlich für diese Seiten: hno@[Link anzeigen]
1. Germanamerican Hospital Ramstein

Ihre Antwort

Haben Sie bereits ein Benutzerkonto? Anmelden (Login)


Ja, ich möchte Antworten per E-Mail erhalten

Ich stimme den Nutzungsbedingungen und den Datenschutzbestimmungen zu.

War dieser Artikel hilfreich?