Youtube
Folgen Sie uns auf  

Stimmbandlähmung

220 Beiträge - 69592 Aufrufe
 
fairfax  sagt am 08.11.2012
Hallo Mummelmimi/Birgit!
Wurde gestern entlassen, es kratzt und krabbelt im Hals, wie ein Reizhusten. Mir wurde am Bauch das Fett zum Einspritzen entnommen-hatte nach der OP gleich Sprechverbot! Die Stimme ist nicht die - wie gehabt und ich wurde leider auch in keinster Weise aufgeklärt, wie ich mich bis zur Nachuntersuchung, in 14 Tagen, zu verhalten habe.Lediglich die Info, dass bis dahin keine Logopädie sein soll!
Auch wurde mir vor der OP gesagt, dass diese Aufsprizung mit Eigenfett nur bis 0,5 bis max. 2 Jahre halten würde-ich habe im Internet die Auskunft eines Arztes erhalten, dass es lebenslänglich hält! Was stimmt denn nun ??
Alles in Allem fühle ich mich ganz schön allein gelassen!
 
Mummelmimi  sagt am 08.11.2012
Hallo fairfax!

Von der Aufspritzung mit Eigenfett hab ich noch nicht gehört.kollagen wird meines Wissens auch benutzt. Wie lange sowas hält weiß ich leider auch nicht. Bei mir musste ja, wegen der Atemnot und der beidseitigen Lähmung der Stimmbänder etwas von dem einem Stimmband entfernt werden. Schreib doch bitte mal Dr.Schedler an. Er betreut dieses Forum hier und hat mich auch operiert. Ich bin aus der Nähe von Hildesheim und bin zu ihm gefahren nach Ramstein, weil man mir hier nicht mehr helfen konnte (wollte??). Also von meinem Bauchgefühl her würde ich sagen, sprich so wenig wie möglich umd die Stimmbänder zu schonen. Und bei der Nachuntersuchung:frag nach!!! Es geht um Deine Gesundheit und Du musst damit leben, nicht die leute im Krankenhaus. Wo wurde das gemacht?
Ich war übrigens auch total verzweifelt und am Ende,war überhaupt nicht belastbar, weil ich kaum Luft bekam bei der noch so kleinsten Anstrengung und man sagt mir im Juni: damit müssen sie wohl jetzt leben... Aber ich wollte das nicht akzeptieren und hab durch Zufall dieses Forum gefunden und Dr.Schedler. Vll hat er einen Tip für Dich oder kennt einen Arzt bei Dir in der Nähe...

Viel Erfolg! und liebe Grüße, Birgit
 
fairfax  sagt am 10.11.2012
Hallo Birgit,
vielen Dank für die wirkliche Aufmunterung. Ich werde das Sprechen so viel wie möglich versuchen zu unterbinden, fast 2 Jahre ging es ja auch .
Meine Nachuntersuchung ist in 10 Tagen, mal sehen, was dort erzählt wird. Ich habe einen anderen HNO mit gutem Ruf in Berlin aufgetan und werde erst einmal hören, ob es da irgendwelche Neuigkeiten geben könnte.
Man wollte von der Charite ursprünglich den Eingriff mit einem Schnitt durch die Halsmuskulatur machen- es sollte mit einem "Fremdkörper" unterlegt werden, ich hatte aber Angst davor und von der Fettaufspritzung 4 Wochen vorher irgendwo im Internet gelesen und dann darauf bestanden. Von sich aus hatte mich kein Arzt darauf hingewiesen. Leider ist diese "Kurzatmigkeit nicht wesentlich besser geworden- der Weg also dahin also auch nicht zu Ende.
Man wird allgemein gar nicht aufgeklärt und schafft es nur mit der Sucherei im Internet- alles zeitraubend, aufwendig,... aber gut, dass es das gibt- und die Ärzte reagieren sehr "verschnupft" oder gar nicht auf diese eingebrachten Anregungen... und die netten Hinweise: "Schlimmer kann es ja nicht werden", haben mir noch die letzte Luft genommen!
Wenn Du weitere Einzelheiten wissen willst- b. melden!!Ich danke Dir!
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 10.11.2012
@fairfax,
Hallo fairfax, ich erlaube mir mich kurz in die Korrespondenz einzu mischen. Also prinzipiell gibt es klare Indikationen für Stimmbandunterspritzungen, an die man sich besser halten sollte. Eine Stimmbandunterspritzung macht nur dann Sinn, wenn eine "glottische Insuffizienz" besteht. das heißt, dass sich die Stimmbänder unvollständig schliessen, die Stimme dadurch nicht trägt (Fachterminus: verhaucht!). Kontraindiziert ist die Unterspritzung falls Atemstörungen durch zu enge Stellung der Stimmbänder bestehen, wie es bspw. bei beidseitiger Recurrensparese (=beidseitige Stimmbandlähmung) der Fall ist! Sie können keinesfalls erwarten, dass die Atmung besser wird, wenn sie ein Stimmband unterspritzen lassen, da hierdurch die Stimmritze immer verengt wird!
Welches Material soll man für die Unterspritzung verwenden?
Prinzipiell kommt dafür jeder medizinisch zugelassene Filler, aber natürlich auch körpereigenes Material, wie z.B. Fettgewebe in Frage.
Leider ist die Fettinjektion für kosmetische Zwecke gut untersucht , aber sehr wenig für die Stimmbandunterspritzung, d.h. sie hat eher experimentellen Charakter, da zu wenig Daten dazu vorliegen!
Ein prinzipielles Problem des Fettes und der Grund warum ich es nicht benutze ist, dass die Kanülenstärke, die man braucht einfach zu dick für die zarten Strukturen der Stimmbänder ist und daher auch nicht exakt kontrolliert werden kann. Auch hier gilt das Prinzip, dass man nur mit genügender Erfahrung mit dem Füllmittel auf Dauer gute Ergebnisse erzielt! Falls Sie Fragen haben können Sie mich gerne kontaktieren unter meiner Emailadresse dr.schedler@[Link anzeigen]
Gute Besserung wünscht Ihnen
Ihr Dr.Michael Schedler
 
Mummelmimi  sagt am 13.11.2012
Hallo Faifax! Wie schon gesagt: frag Dr. Schedler. Ich bin ja kein Arzt, aber vom Gefühl her find ich nicht gut, was sie mit Dir gemacht haben jetzt. Schreib Dr. Schedler per mail, mußt hier ja nicht alles öffentlich machen. Mir kannst Du auch per mail schreiben, wenn Du magst: maedelbirgit@[Link anzeigen]

Hallo Dr. Schedler!
Ich hab das Gefühl, manchmal kommt Bewegung in meine Stimmbänder.. ich glaub, ich komm nochmal zur Kontrolle nach Ramstein!
Liebe Grüße, Birgit Blume!
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 14.11.2012
@Mummelmimi
Hallo Frau Blume, immer gerne für Sie da! Ich hoffe die Atmung ist weiterhin ok? Kümmere mich natürlich auch gerne um die Stimmfunktion, besonders dann, wenn sich "etwas tut"! Wie sie wissen vertrete ich ja die Auffassung bis zu 18 Monaten mit der Laterofixation zu warten, da es immer wieder noch zu Späterholungen der Stimmbandnerven kommen kann. Abwarten kommt natürlich nur dann in Frage, wenn keine Atemnot besteht, wie es bei Ihnen der Fall war. Würde mich freuen, wenn dies der Fall wäre, wir hätten auch in diesem Falle gute Chancen die Stimme weiter zu normalisieren, da wir die Laserglottiserweiterung nur im hinteren Stimmbanddrittel durchgeführt haben!
Bis bald Ihr
Dr.Michael Schedler
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 15.11.2012
Hallo Mummelmimi,
habe mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt, Der Satz "würde mich freuen, wenn dies der Fall wäre" bezieht sich natürlich darauf, dass Sie sagten, "dass sich etwas mit den Stimmbändern bewegt"! Und natürlich nicht auf die Atemnot!! Ich denke aber, dass wir die Atemnot schon zum großen Teil beseitigt haben und Sie wußten wie ich das meine?
Ganz liebe Grüße
Ihr Dr.Michael Schedler
 
Mummelmimi  sagt am 15.11.2012
Hallo Dr. Schedler!

Ich habs richtig verstanden! Die Atemnot ist nicht ganz weg, aber es geht mir gut und es ist kein Vergleich zu der Zeit vor der Laserglottiserweiterung bei Ihnen. Ich kann wieder in die Sauna, ich mach größere Spaziergänge und versuch einfach wieder Kondition zu bekommen. Treppensteigen klappt ganz gut und ich bin flott zufuß unterwegs. Ab und an brauch ich halt mal ne Pause und größere Stresssituationen lassen schon mal etwas die Luft wegbleiben, aber ich bin trotzdem ganz entspannt dabei. Und ich hoffe, daß ich Ende Januar bis Anfang Februar einen Versuch starten kann, wieder zu arbeiten..
Liebe Grüße, Birgit Blume
 
Mummelmimi  sagt am 15.11.2012
ach ja.. ich habe Ihren Bericht noch nicht bekommen.. hatte schon mehrfach angerufen.. :-)
 
Pourya  sagt am 18.11.2012
Guten Tag

Danke für die Beschreibung.
Ich habe auch seit 4 Monaten nach einer Erkältung,Heiserkeit und kann nicht richtig und Kraftvoll sprechen!
Ich glaube ich muß eine sehr gute "Logopäde (...in) finden,da ich mit allen Mittel versucht hatte diese heiserkeit loszuwerden,aber bin nicht ganz zufrieden mit meiner Stimme.
Wenn ich anfange zu sprechen,dann wird es mir im Rachenbereich und Stimmbänder etwas weh tun und habe kein Kraft mehr usw...

Bitte geben Sie mir die Addresse der Gruppe der Logopäden.
Dafür bedanke mich sehr bei Ihnen.

MfG
A.Pourya
 
wollemann  sagt am 29.11.2012
Hallo,
Ich habe auch eine Doppelseitige Stimmbandlähmung. In diesem Jahr wurde ich schon drei mal operiert/Laserglottiserweiterung.
Die Luft ist wieder einigermaßen aber die Stimme ist schlecht geworden.Ich habe seit der ersten OP noch eine Tracheotomie/Luftröhrenschnitt.Das möchte ich möglichst schnell schliessen lassen.Die Befürchtungen meiner Ärzte ist, daß ich zu wenig Luft bekomme und ich bald wieder als Notfallpatient eingeliefert werde.
Nun wird mir eine Plastische Glottiserweiterung empfohlen.
Wer hat damit Erfahrung?
 
matze161171  sagt am 01.12.2012
Nach langem Stimm Verlust überwand ich mich doch zum Arzt zu gehen. So kam ich zur HNO-Praxis Michael Schedler. Nach langen versuchen mit einspritzen von kleineren Mengen Betäubungsmittels an meinem Kehlkopf(spanner)(von außen) bekam ich für kurze Zeit meine Stimme wieder. Nach langem vorsprechen bei meiner Krankenkasse wegen der Behandlung mit Botox die mir Dr.Schedler als Behandlung Methode vorschlug für kurze Zeit meine Stimme zu erhalten wurde ich abgewiesen, es sei nicht zulässig hier in Deutschland die Behandlung mit Botox.
Nach kurzer Beratung kam Dr.Schedler und ich zu einem Entschluss es zu versuchen am offenen Kehlkopf die Spanner rechts und links zu trennen. Ein Risiko bestand dabei dass ich dadurch meine Stimme ganz verlieren könnte. Nach der Operation kamen mir teilweise die Tränen als es hieß Lesen sie mir bitte diesen Text aus einem Buch vor. Ich hatte endlich wieder meine Stimme zurück.
Die Leistung die Dr.Schedler mit seinem OP-Team da hin legte ist zu beachten und würde ihn weiter empfehlen der das Problem mit dem Stimmverlust hat.
 
Natal  sagt am 01.12.2012
Frage, sehr eilig an Dr. Schedler
Mein Mann, 84, seit 12 jahren Parkinson, sehr geschwächt aufgrund eines subduralen Hämatoms, das abgesaugt wurde, hat plätzlich eine beidseitige Stimmbandparese. Ursache ist unklat. Ich hatte mich nach Beratung für die Laseroperation entschieden, selbst wenn ein Teil des Stimmbandes etc. aufgrund des Schnittes entfert werden muss. Nun sagte mir der Chefarzt, dass es nur die Alternative Erstickenlassen oder Luftröhrenschnitt gäbe. Ich glaube nicht, dass mein Mann damit leben kann, denn er halluziniert stark und müßte immer angebunden sein, damit er sich die Kanüle nicht aus dem Hals reißt, dazu die anderen Einschränkungen. Ich war der Ansicht, dass ihm mehr gedient ist, mehr Luft, wenn auch weniger Stimme, da er sowie so nicht soviel spricht.
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 04.12.2012
@Natal
Sorry, das Forum war kurz offline und ich komme erst jetzt dazu zu antworten.
Ich helfe natürlich gerne und durfte auch schon verschiedenen Forumsteilnehmern beistehen. Das hat mir sehr viel Freude gemacht und gerne stehe ich auch Ihnen zur Verfügung. Allerdings benötige ich immer die medizinischen Unterlagen, v.a. die Op-berichte, falls Ops durchgeführt worden waren.
Prinzipiell spielt das Alter heute eher eine untergeordnete Rolle und mehr der individuelle Fitnesszustand des Pat.!
Ich würde Sie bitten mir die Unterlagen (Arztbriefe, Op.Berichte etc.) einzuscannen und auf meine Emailadresse - dr.schedler@[Link anzeigen] - zu schicken, wie dies gerade ein Pat. aus Berlin getan hat, der am Wochenende anreist um eine Beurteilung seines Status und ggf. eine Therapie zu erhalten.
Erst wenn ich diese Informationen habe, kann ich Ihnen mitteilen, ob es einen Sinn hat weitere Therapiemaßnahmen durchzuführen. In der Atemwegschirurgie ist heute viel mehr möglich als die meisten Pat. , aber auch viele Ärzte glauben. Gerne werde ich mir die Zeit nehmen und mir Ihren Fall anschauen und meine Meinung dazu abgeben.
Einstweilen alles Gute und die besten Wünsche aus der winterlichen Pfalz
Ihr Dr. Michael Schedler
 
311254  sagt am 29.12.2012
Hallo, ich bin mit meinen Nerven ziemlich blank und hoffe das ich hier auf offene Ohren stosse. Vor 16 Jahren hatte ich eine Re- Strumektomie. Bei dieser O.P. Hat man mir die Ateria Carotis durchtrennt. Wurde anschliessend auf den Kopf gestellt. War aber alles O.K. .2000 entfernte man mir einen Stimmbandpolyp, hatte eine total verrauchte Stimme. Auch da war alles O.K., laut Aerzte. Gute Stimme ,gute Luft. Vor drei Jahren ging ich wegen einer starken Erkältung zu meinem HNO Arzt, der teilte mir mit, das ich rechts eine Stimmbandlaehmung hätte . Schock. Ich hatte bis dahin schon einige Atemprobleme, was ich aber immer auf andere Dinge zurück führte . Dann folgte ein halbes Jahr Atem und Stimmtherapie. Meine Stimme ist klar und laut. Bei starker Anstrengung oder Aufregung , wird die Luft manchmal knapp. Konnte damit aber gut leben. Mein HNO Arzt schickte mich auch zum Schaedel CT und Weichteil CT vom Hals um auszuschließen , ob ich ggf. Irgendwo einen Tumor habe. Nix, alles O.K. Letzte Woche wurde ich dann heisser, fühlte mich total schlapp, Fieber, Husten, Schnupfen. Da es Sonntag war, ging ich zu einem HNO Arzt der Dienst hatte. Er stellte eine starke Kehlkopfentzündung fest. Bettruhe , Antibiotika, Salbeitee. Falls ich keine Luft mehr bekommen sollte ,sofort Notarzt anrufen und ins Krankenhaus. Ich hustete mir die Seele aus dem Leib. Meine Stimme wurde aber besser. Freitag wieder zur Arbeit. Ich bin Krankenschwester und brauche meine Stimme. Wir haben eine gr. HNO Abteilung im Haus, und ich hatte ein schlechtes Gefühl , irgendwas war noch nicht in Ordnung. Ich rief in der HNO Abteilung an, ob ich mal kommen könnte und mal jemand in meinen Hals schauen kann. Gesagt , getan. Die O.A.selbst behandelte mich. Gleich der nächste Schock, mein gesundes Stimmband war dick angeschwollen. Alarm, ich musste sofort Cortison einnehmen, heute nochmals, nichts reden, ruhig bleiben. Nächste Krankmeldung. Heute musste ich zur Kontrolle. Die Schwellung ist schon zurrueckgegangen, bekomme auch besser Luft. Morgen nochmal zur Kontrolle. Egal wem ich Fragen stelle , ich habe immer den Eindruck ,keiner will mir so richtig mal die Wahrheit sagen, was so alles passieren kann, das wird immer so abgetan. So langsam habe ich den Eindruck ,das keiner so richtig weiss was er mit mir machen soll, oder keiner weiss wie man es mir sagen soll. Dabei will man doch nur geholfen bekommen, keine Ausreden oder falsche Hoffnungen. Ich habe Angst mal zu ersticken.
 
Morgensonne  sagt am 30.12.2012
Ich kann ihre Not sehr gut nachvollziehen, da es mir vor einiger Zeit ähnlich erging mit meiner Stimmbandlähmung. Es gab kaum mehr einen zufriedenstellenden Rat, wie ich das Problem in den Griff bekommen könnte. Über dieses Forum bin ich auf Dr Schedler (Ramstein) gestoßen und habe den Weg von Frankfurt nach Ramstein auf mich genommen. Es hat sich gelohnt !!!!! Diagnose, Einschätzung und Behandlung sind Top.

Ich kann diese Praxis sehr empfehlen.

Morgensonne

 
Hoppele  sagt am 02.01.2013
Habe auch eine Stimmband Lähmung nach einer Halswirbel OP.
Mein HNO Arzt möchte mich einem Artzt in Stuttgard vorstellen,der das
mit einer OP beheben würde.

Möchte wissen,wie diese OP verläuftund ob sie eine vollständige
Heilung verspricht.
 
Hope77  sagt am 02.01.2013
Hallo,

nach langen Überlegungen habe ich mich nun auch entschlossen meine Geschichte in diesem Forum mitzuteilen. Ich leide nunmehr seit über 30 Jahren an einer einseitigen Stimmtbandlähmung. Ursache war, dass ich damals als Frühgeburt zur Welt kam und meine Luftröhre nicht vollständig ausgebildet war. Aufgrund meines damals akut schlechter werdenden Gesundheitszustandes (Atemnot etc.) wurde bei mir schliesslich eine Luftröhrenspiegelung durchgeführt. Hierbei wurde allerdings die Luftröhrenverengung durch den Arzt nicht bedacht, worauf eine massive Verletzung der Stimmbänder folgte. Nach Luftröhrenschnitt und weiteren insgesamt 16 OP´s in Deutschland und der Schweiz konnte mein Zustand schliesslich stabilisiert werden. Es folgten einige Monate als "Kanülenkind". In dieser Zeit war es mir nicht möglich zu sprechen. Nachdem die Kanüle entfernt wurde, war dies wieder möglich, jedoch in sehr eingeschränkter Form, da eine einseitige Stimmbandlähmung vorlag unter der ich bis heute leide. Mein Selbstwertgefühl schwankt seitdem enorm und ich kann bis heute sehr schlecht mit den Reaktionen der Mitmenschen auf meine Stimme umgehen. auch leide ich hin und wieder unter Atemnot und einem Stridor und das Sprechen strengt mich mitunter sehr an. Wegen dieser Probleme sind leider auch mehrere Beziehungen in die Brüche gegangen, da ich unter starken Stimmungsschwankungen leide und mich selber kaum ertrage. Vor einer möglichen OP, falls es mittlerweile Behandlungsmethoden gibt, habe ich aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit große Angst - dennoch wünsche ich mir nichts sehnlicher als einmal in meinem Leben "normal" sprechen zu können. Kann mir jemand helfen???
 
wollemann  sagt am 07.01.2013
Erst mal noch ein gesundes Neues Jahr an alle.
Ich bin der Patient aus Berlin, der kurz entschlossen nach Ramstein Gefahren ist.
Ich habe eine beidseitige Stimmbandlähmung . Entstanden ist das warscheinlich durch Reflux. Dadurch kann sich der Ringknorpel entzünden und den bekannten Nerv beschädigen. Und das unbemerkt , auf Dauer kann auch eine Möglichkeit der Stimmbandlähmung sein.
Ich wurde in Berlin an den Stimmbändern gelasert, Da bekam ich aber zu wenig Luft ,so das ein Tracheostoma gelegt wurde. Was natürlich sehr unangenehm ist.
Meine Stimme war nur noch 1/3 der Lautstärke wie vorher. Alles zusammen ist Psychisch sehr belastend.
Die Berliner Ärzte wollten eine Plastische OP im Februar machen. Das ist eine relativ komplizierte OP und nicht ungefährlich. Das wollte ich nicht und das war mir auch zu spät.
So das es zu der oben genannten Reise kam.
Ich wurde von Dr Schedler untersucht und am nächsten Tag gelasert. So das ich ausreichend Luft bekam.
Leider hat sich die Stimme nur sehr wenig verbessert. Aber das Tracheostoma kann geschlossen werden .
Das wird jetzt in Berlin gemacht.
Wichtig war auch, dass in Ramstein eine Diagnose gemacht wurde(oben). Hier in Berlin war sie nicht erklärbar/Ideopatisch.
Ich kann nur jedem empfehlen Dr Schedler zu kontaktieren . Er ist sehr kompetent, leider dadurch auch sehr belastet.
Er hat sehr viel Erfahrung und eine zweite oder dritte Meinung ist sehr hilfreich.
Also nichts gegen die Berliner Ärzte. Sie haben gut gearbeitet und tun es hoffentlich auch weiterhin.
Ich werde berichten wie es weitergeht.
Also nicht den Mut verlieren, ich tue es auch nicht.
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 07.01.2013
@wollemann,
danke für die Mitteilung und Alles Gute im Neuen Jahr noch! hab mich schon gefragt wie es bei Ihnen geht. würde mich natürlich sehr freuen, wenn die Luft jetzt ausreicht, dass das Tracheostoma wieder verschlossen werden kann! Das war ja eines der Therapieziele. Ich denke, dass man die Stimme schon noch verbessern kann, wenn Sie erstmal das "Loch im Hals" los sind! Dann wird die Stimme auch definitiv kräftiger werden. Bei ihnen war das tatsächlich die größere Herausforderung, die Atmung suffizient (ausreichend) zu machen. War nicht mein leichtester Fall, das können Sie mir glauben! Hab mich schon gefragt, ob es für Sie das wert war die weite Strecke nach Ramstein zu machen? Werde versuchen aus der Ferne Sie weiter zu betreuen, so gut es mir mögl. ist.
Die Arztbriefe und Op-berichte kommen im Januar - versprochen!
nochmals alles Gute, viel Gesundheit und Glück für Sieb und Ihre Frau
von Dr. Michael Schedler aus dem Urlaub
 
wollemann  sagt am 25.01.2013
Lieber Herr Dr. Schedler,da nun der Januar fast vorbei ist und ich immer noch keinen Arztbrief und keinen OP Bericht bekommen habe, bin ich etwas beunruhigt.
Am Montag muss ich hier in Berlin zur Untersuchung ins Krankenhaus. Die Herren würden gerne sehen was genau gemacht wurde.
Ich würde gerne bis dann die Berichte erhalten.
Sie haben es versprochen :-(
 
wollemann  sagt am 25.01.2013
Lieber Herr Dr. Schedler,da nun der Januar fast vorbei ist und ich immer noch keinen Arztbrief und keinen OP Bericht bekommen habe, bin ich etwas beunruhigt.
Am Montag muss ich hier in Berlin zur Untersuchung ins Krankenhaus. Die Herren würden gerne sehen was genau gemacht wurde.
Ich würde gerne bis dann die Berichte erhalten.
Sie haben es versprochen :-(
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 25.01.2013
@wollemann,
Sie haben heute den Arztbrief per Email erhalten. Der Op-Bericht kommt am Montag ebenfalls per Email. Wir haben immer noch 5 Krankheitsausfälle zu verkraften und sind daher mit den Berichten in Verzug. Im Nachhinein hätten Sie besser mein Angebot annehmen sollen, das ich Ihnen noch im alten Jahr machte, dass ich Ihnen die Berichte persönlich schreibe und per mail schicke. Wären dann nicht so "elegant" gewesen, Sie hätten aber die Info schon vorab gehabt. Ich war Ihnen natürlich dankbar, dass Sie mir empfohlen hatten, jetzt erstmal den Urlaub und die Feiertage zu geniessen und Ihnen die Berichte im Neuen Jahr zu schicken. Es wäre mir aber angesichts dieses Schreibens lieber gewesen, ich hätte mir die Mühe gemacht...! Sie haben aber sowieso die prä- und postoperativen Befunde als digitale Kopie auf USB Stick mitgenommen, so dass die Kollegen genau sehen können, was gemacht wurde. Im Arztbrief, der sich wohl mit Ihrem Beitrag gekreuzt hat, sind bereits alle relevanten Befunde dargestellt und der Op-Bericht folgt wie gesagt am Montag per Mail. Der Verschluss des Tracheostomas ist, wie Sie mitteilten am Dienstag vorgesehen. Dafür ist übrigens nur relevant, ob Sie bei vollständiger Abklebung jetzt ausreichend Luft bekommen und ob die Stimme gut genug ist, was hoffentlich der Fall ist! Den versprochenen Film von der Op bekommen sie natürlich auch, aber auch hier muss ich warten, bis unsere Personalsituation wieder normalisiert ist. Ich selbst bin leider nicht in der Lage den analog aufgenommenen Film zu digitalisieren.
Einstweilen drücke ich mal ganz fest die Daumen, dass alles gut klappt und bitte um Rückmeldung wie die Sache gelaufen ist!
Von Herzen alles Gute
Ihr Dr.Michael Schedler
 
Tatjana3062  sagt am 15.02.2013
Hallo! Bei mir wurde eine einseitige Stimmbandlähmung diagnostiziert. Ich arbeite seit 25 Jahren als Lehrerin. Ich habe mehrere Stimmtherapien hinter mir, aber sie brachten keine richtige Besserung.Besonders in diesem Schuljahr war ich haüfig krankgeschrieben. Ich mache mir Sorgen um meine berufliche Zukunft.Soll ich trotz der Stimmbandlähmung weiter unterrichten oder ist eine Stimmschonung erforderlich? Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand bei meinem Problem helfen könnte.
Mit freundlichen Grüßen
Tatjana
 
mokabol  sagt am 16.02.2013
Lieber Herr Schedler, ich suche einen guten Phonochirurgen in Österreich für meine Mutter. Können Sie da mit einem guten Tipp aushelfen?
Besten Dank
Monika aus Berlin

Ihre Antwort

Haben Sie bereits ein Benutzerkonto? Anmelden (Login)


Ja, ich möchte Antworten per E-Mail erhalten

Ich stimme den Nutzungsbedingungen und den Datenschutzbestimmungen zu.

War dieser Artikel hilfreich?
Antworten unserer Experten

Fachwissen Stimmbandlähmung »
Stimmbandlähmung
Stimmbandlähmung
Eine Heiserkeit, die länger als drei Wochen anhält, sollte untersucht werden