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Stimmbandlähmung

220 Beiträge - 69641 Aufrufe
 
charlene10  sagt am 01.03.2011
Hallo,
vor heute genau drei Monaten hatte ich eine Herz-OP. Es war ein Aneurysma am Aortenbogen. Dabei wurde der Stimmbandnerv (der darum verläuft - wer hat sich das ausgedacht???) offensichtlich geschädigt, sodass seitdem mein linkes Stimmband stillsteht. Erst hieß es, die leise Krächzstimme sei durchaus normal nach einer OP wegen der Beatmung, dann wurde selbst in der (Herz-)Reha kein HNO Arzt hinzugezogen, obwohl ich auf die nach wie vor gruselige Stimme hingewiesen habe. Wieder zu Hause bin ich dann sofort zum HNO, der die Stimmbandlähmung feststellte und mich auch gleich an die Logopädie überwiesen hat. Mittlerweile habe ich die ersten acht Stunden hinter mir und habe das Gefühl, da tut sich noch gar nichts. Für mich ist das auch eine richtige Katastrophe, ich bin selbständig, muss ständig reden, habe kleine Kinder, singe sehr gerne - und fühle mich völlig "falsch" in meiner (Rest-)Stimme.
Ich hoffe einfach sehr, dass sich da etwas tut. Die Idee mit der Stimmheil-Reha klingt ja sehr gut, vielleicht sollte ich dass mal angehen ....
Liebe Grüße,
Mareile
 
hedi  sagt am 25.03.2011
Hallo Höhlenmensch, ob Sie mir die Adresse der Logopädin und Gesangslehrerin geben könnten? Hedi
 
corneliazick  sagt am 01.04.2011
Hallo,
ich wurde am 07.03.2011 an der Schilddrüse operiert und habe seit dem eine einseitige Stimmbandlähmung. Ich brauche niemandem hier zu erzählen, wie es mir dabei geht. Der Nerv wurde anscheinend bei der OP überstreckt und ob er sich regeneriert, kann mir keiner sagen. Im Entlassungsbrief des KH steht, dass der Patient beschwerdearm entlassen wurde. Das empfinde ich als Farce... Weiß jemand, wie hoch der Prozentsatz ist, dass sich der Nerv wieder erholt?
Ich weiß nicht, ob ich hoffen soll oder vom Schlimmsten ausgehen sollte.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Viele Grüße
Conny
 
Nickypr  sagt am 02.05.2011
Stimmbandlähmung rechts nach Schilddrüsen-OP am 19.04.11
 
Nickypr  sagt am 02.05.2011
Hallo an alle,

ich hatte Struma-OP am 19.04.11 seitdem Stimmbandlähmung rechte Seite. Cortisontherapie habe ich gemacht in der Hoffnung, dass Besserung eintritt.
Es ist ja Wahnsinn wieviele Leute an einer Stimmbandlähmung leiden!! Das hätte ich nicht gedacht und dass das so lange dauert bis Besserung eintritt, das ist der Hammer. HNO-Arzt sagte heute, dass es keine Medikamente dagegen gibt, positives Denken, Flüsterton und einen Krankenschein.. nur ich frage mich gerade, wie lange ich denn krankfeiern soll??? Ich bin Sprechstundenhilfe, schmeisse in einer Arztpraxis die Anmeldung, aber ohne Stimme ist dies kaum zu bewältigen, ich weiß gar nicht wie ich meine Gefühle ausdrücken soll...
Nicole
 
corneliazick  sagt am 02.05.2011
Hallo,
wie geht es Ihnen nun?
Ich habe seit fast 2 Monaten eine einseitige Stimmbandlähmung, leider ist das Stimmband auch noch seitlich stehen geblieben und nicht mittig. Darunter leidet meine Stimme gewaltig und ich kann lediglich nur sehr leise sprechen mit viel wilder Luft. Die Selbstlaute bekomme ich nur gehaucht heraus, telefonieren ist sehr schwierig und ich bin sehr kurzatmig beim Sprechen.
Die ganze Situation empfinde ich als sehr belastend, da ich trotz toller Logopädie nur ganz kleine Fortschritte mache. Beruflich ist es sehr anstrengend. Ich bin selbständig und arbeite seit meiner OP wieder, da ich mich nicht selber krank schreiben kann. Aber telefonieren ist extrem schwierig. Hat Ihnen ein Arzt ein paar Infos gegeben bezüglich des Therapieablaufes und der Heilungschancen? Ich bin mit betretenen Gesichtern aus dem Krankenhaus entlassen worden und um alles weitere musste ich mich selbst kümmern. Wissen Sie, ob es berechtigte Hoffnung gibt, dass alles wieder in Ordnung wird? Eine Cortisontherapie wurde mir nicht angeboten. Können Sie mir sagen, was das ist?
Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören und hoffe, dass es Ihnen einigermaßen gut geht...
Viele Grüße
 
McFly  sagt am 04.05.2011
Hallo Mareile, ich hatte die exakt gleiche OP (Aneurysma am Aortenbogen) und jetzt einseitige STimmbandlähmung. Bei mir ist das ganze mittlerweile 11 Monate her aber das Stimmband will immer noch nicht. Wäre sehr dankbar wenn wir uns mal austauschen könnten! Meine email ist blanc_et_noir@[Link anzeigen]
Lieben Gruß
Christian
 
Nickypr  sagt am 05.05.2011
Hallo, wofür das Cortison war, hat mir keiner erklärt, ich weiß nicht, warum ich dies genommen habe. Gestern mit Logopäden gesprochen, man benötigt Atem-Therapie, tief in den Bauch einatmen und mit der entweichenden Luft sprechen. Ganz wichtig ist das tiefe "in den Bauch" atmen, nicht das es zu einer "Hochatmung" kommt. An einen leckeren Duft denken und gedanklich dran riechen, funktioniert ist nur anstrengend und natürlich eine Umstellung. Heilungschancen bei richtiger Logopädie fifty fifty. DAUMEN DRÜCKEN!!!
Wie es mir sonst geht?? Bei den Selbstlauten hapert es auch bei mir. Ehrlich, es ist schwierig diesen Mist anzunehmen, versuche mich aber zu bemühen. Meine Freundin sagte, Du musst mit der Krankheit leben nicht dagegen. Positiv Denken!!! Wie gesagt, ich bemühe mich...
Liebe Grüße und alles Gute für Sie corneliazick!!
 
corneliazick  sagt am 05.05.2011
Hallo,
ich habe mich über Ihre Antwort gefreut und finde, dass Sie sich wirklich schon ganz positiv anhören,- das ist sicher gut so.
Ich denke auch nicht ständig an mein Handicap, doch es gibt Momente, wo ich große Angst habe, dass ich bei der Heilung wieder zu den Pechprozenten gehöre, die es ja nun laut Statistik leider mal gibt.
Ich nerve schon seit geraumer Zeit meinen Phoniater wegen eines vocastim-trainers. Er möchte mir auch ein Rezept darüber verschreiben und verspricht es mir seit ca. 2 Wochen, doch leider kommt er nicht in die Hufe. An der Situation merkt man, dass ich mich verändert habe: ich bin hartnäckig geworden weil es mir wichtig ist, auch wenn ich Gefahr laufe, alle damit zu nerven. Falls ich dieses Gerät tatsächlich von der KK bekommen sollte, werde ich berichten, ob es mir Fortschritte bringt.
Ich möchte auf jeden Fall alles versuchen, denn nur abwarten ist nicht meine Stärke.
Ich drücke uns beiden die Daumen, dass sich der ganze Spuk in einem Jahr in Luft aufgelöst hat,- das wäre schon toll...
Auf jeden Fall würde ich mich über weitere Nachrichten des Therapieerfolges freuen.
Einen schönen sonnigen Tag noch
 
Sabine15  sagt am 06.06.2011
Hallo Gela,
bei mir wurde jetzt eine beidseitge Stimmbandlähmung diagnostiziert. Eine einseitige ist seit vier Jahren bekannt. Zudem habe ich noch Reincke-Ödeme, wodurch ich überhaupt nur sprechen kann, wenn auch sehr heiser und leise. Meine Atemnot wird allerdings immer schlimmer, so dass die Ärzte nun die Stimmbändern lasern wollen. Mein 'etwas' Stimme wird dann wohl gänzlich verschwunden sein. Ich habe Angst. Allerdings kann das mit der Luftnor auch nicht so weiter gehen. Hat jemand Erfahrungen, ob man trotz beidseitiger Stimmbandlähmung wieder sprechen lernen kann? LG Sabine
 
Sabine15  sagt am 10.06.2011
Der Beitrag war natürlich für alle bestimmt und ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. LG Sabine
 
gela0  sagt am 10.06.2011
Hallo Sabine
das Lasern wurde bei mir in Göttingen gemacht. Dabei kam die Luft einen Hauch besser als vorher. Der Nachteil: alles was die Luft besser macht geht auf Kosten der Stimme.
Meine Tochter war damals ein Baby und ich brauchte die Luft, um wenigstens ein bißchen mit ihr spazieren zu können.
Man muss gut überlegen wofür man sich entscheidet, denn den Ärzten bei den Operationen vorher ist es wohl egal, mit welchen Ärztefehlern die Patienten ihr Leben lang kämpfen müssen. Bei mir hat sich die operierende Ärztin nicht ein einziges mal gemeldet, geschweige denn entschuldigt.
Naja, hätte ich die Wahl, würde ich mich wieder lasern lassen und dann mit logopädischer Anleitung die Stimme trainieren.
Wünsche dir viel Erfolg und alles Gute
gela
 
Sabine15  sagt am 10.06.2011
Hallo Gela,

danke für deine Antwort. Genau, was du da schreibst, ist es. Den Ärzten ist das egal. Die Alternative dazu wäre ein Luftröhrenstoma. Da bekäme man genug Luft und die Stimmbändern mit den Ödemen könnten bleiben, also würde auch die Stimme so bleiben, wie sie nun ist.
Bei mir ist nun dieser Eingriff, 'Weglasern der Ödeme' für nächsten Freitag geplant. Ich habe große Angst, den Rest Stimme zu verlieren, den ist noch habe. Habe auch gestern in der Klinik nach einer Logopädin gefragt. 'Was wollen Sie denn damit??', bekam ich zur Antwort.
Du schreibst, die Luft sei nun bei dir einen Hauch besser. Darf ich das so verstehen, dass du immer noch kurzatmig bist? Und wie ist das nun mit deiner Stimme??
Du, das interessiert mich brenndend. Denn noch wurde der Eingriff nicht bei mir gemacht. Noch kann ich absagen!
In der Klinik, in der ich mich zuerst vorgestellt habe, wollte man mir sofort ein Luftröhrenstoma setzen. Wenn es nach denen gegangen wäre, hätte ich das schon.
Was ist nun besser??? Ich bin 53 und ohne Stimme leben, das geht doch gar nicht!
Danke im Voraus für deine Antwort.
LG Sabine
Portrait Dr.med. Michael GJ Schedler, Germanamerican Hospital, Ramstein, HNO-Arzt, Arzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
Dr. Schedler  sagt am 10.06.2011
Hallo Sabine,
Ich schicke hier nochmal meinen Beitrag vom Sept. letzten Jahres, der die Gesamtproblematik darstellt! Was Ihren speziellen Fall angeht, so ist bei Vorliegen von Reincke-Ödemen, davon auszugehen, dass Sie Rauchen und möglicherweise auch noch eine Refluxerkrankung (sog. laryngo-pharyngealer Reflux) vorliegt. Das Rauchen sollten sie unter allen Umständen vermeiden und - im Falle des Refluxes - diesen behandeln lassen! Dies erfolgt z.B. durch Gabe von Omeprazol (PPI) o.ä. und zusätzliche Einnahme von MCP (Paspertin! Die Ergebnisse können sich häufig sehen, bzw. hören lassen! Gerne Näheres per Email, wennn Sie das wünschen sollten!?
Hier nochmal mein Beitrag:
"Bei der beidseitigen Stimmbandlähmung, fachchinesisch Recurrensparese genannt, ist die Stimme häufig relativ gut, aber die Atmung schlecht! Falls dies der Fall ist, so muss der Fachmann, in der Regel ein HNO-Arzt, die Diagnose sichern und dann von einem in Phonochirurgie (Stimmchirurgie) Erfahrenen die Operation durchführen lassen! Diese ist technisch aufwändig aber relativ ungefährlich. Das Prinzip ist: je besser die Stimme, um so schlechter die Atmung, da sich die Stimmlippen bei der Einatmung nicht mehr öffnen können! Umgekehrt gilt, je besser die Atmung, umso schlechter die Stimme, was klar ist, da sich die gelähmten Stimmlippen natürlich auch nicht mehr schliessen können! Die Kunst ist durch die OP (sog. Laterofixation) ein Stimmband soweit nach seitlich zu verlagern, dass ein guter Kompromiss zwischen ausreichender Atmung und tragender Stimmfunktion besteht! Leider sind die erwähnten Stimmprothesen noch in der Erprobungsphase und auch von der Theorie her problematisch! Hier empfehle ich noch Zurückhaltung bis belastbare Ergebnisse und eine Zulassung (die es bisher noch nicht gibt!) vorliegen. Zur Frage: die Operation ist in der Hand eines erfahrenen Phonochirurgen kein Problem und hat eine hohe Erfolgsrate! Wichtig wäre noch darauf hinzuweisen, dass Späterholungen der Stimmbandnerven noch nach bis zu 18 Monaten (in Ausnahmen auch noch später) auftreten können! Auch ist es wichtig nur das wirklich komplett gelähmte Stimmband zu operieren, da häufig auf einer Seite noch eine wenn auch minimale Restbeweglichkeit nachgewiesen werden kann! Ich selbst warte, falls möglich, mindestens 18 Monate vor einer operativen Erweiterung der Stimmritze. Bei starker Atemnot muss natürlich die Op früher erfolgen! Ich hoffe die Info ist hilfreich?"
Gute Besserung wünscht
Dr.Michael Schedler (dr.schedler@[Link anzeigen])
 
verano  sagt am 14.06.2011
Ein hallo an alle Stimmbandgeprüften,
eigentlich bin ich in einem anderen FOrum aktiv und durch Zufall bin ich gerade hier gelandet. Na nicht ganz, ich bin 1983, mit 12 Jahren an der Schilddrüse operiert worden. Da sich herasustellte, dass es ein Karzinom, also bösartig war, haben sie mich nach einer Woche gleich noch mal operiert. DA musste dann halt so gut wie möglich das Gewebe herausgenommen werden. Dadurch bin ich dann auch mit einer doppelseitigen Stimmbandlähmung wachgeworden.
Ich schreibe dies nur, um allen zu sagen, auch damit kann man sehr gut leben, ich habe das nun schon einige JAhrzehnte geschafft.
Danach wollte mich der HNO sofot wieder operieren, aber ich hatte die nase voll von ärzten, da mich keiner von denen damals als Kind ernst genommen hatte. Ich war nur die kleine Prinzessin, die nicht mehr reden wollte... und ich muss zugebgen, ich war gerade sehr erstaunt, dass es doch noch so häufig vorkommt.. ich dachte mit den JAhren hätte sich das alles verbessert.
Na ja, also dank eines neues HNO Arztes, den meine mutter dann mit mir aufsucht, bin ich in Bonn an eine tolle Logopädin geraten.
Aber Achtung: Meine Therapie hat ein JAhr gedauert, in dem Jahr war eine mündlich teilnahme am Unterricht nicht möglich, ich konnte mich nur mit Pfeifen in unsrem 2 Stöckigen Haus verständigen, aber alles das war nicht so tragisch um ehrlihc zu sein, man gewöhnte sich daran und schliesslich hatte ich jeden 2. TAg Sprachtherapie. Unterandrem auch mit elektroshocks am Hals, also die haben ein leichtes kribbeln verursacht und soltlen die nerven reizen. Zudem war ich bei der selebn Logopädin in Atemtherapie. Das Jahr ist für mich heute nur in guter erinnerung, sie hat es geschafft, dass sich ein stimmband wieder gut bewegt und ich sogar VOrträge halte, auch wenn die Stimme sehr hoch ist und ich es hetue noch hasse, mich auf einem Video zu hören...
Sogar SPort konnte ich machen, aber alles im Rahmen, ich kann z.B. keien Berg mit dem Fahrrad hochfahren oder keinen Langlauf, aber Abfahrt mit Pausen geht... DIE ärzte haben sich immer gewundert was ich alles machen kann, also einen Tipp operiert euch nicht zu früh, genau wie Dr. Schedler sagt, der Chirurg muss genau die Stelle finden, wo Stimme und Atmung möglich ist.
Wenn es irgendwann bei mir schlimmer wird, was sein kann mit dme ALter, werde ich vielleicht auch mal darauf zurückgreifen. NUn sind es fast 30 Jahre her und nur einmal bin ich als NOtfall ins Klnikum gekommen, da meine Hausärztin ANgst hatte wegen zugeschwollenem Hals und ich ein härteres Antibiotikum kriegen sollte, damit die Entzündung ganz schnell zurückgeht.
Salbeibonbons helfen bei mir übrigens immer, wenn der hals mal kratzt oder Emser Pastillen.
ALso Kopf hoch!!! gute besserung an alle und ein wenig Geduld,
Herzliche Grüsse
 
gela0  sagt am 14.06.2011
Hallo Sabine,
bin wiedermal hier, was ich auf keinen Fall machen würde, wäre ein Luftröhrenschnitt. Da ist die Quälerei nicht besser,nur auf einer anderen Art. Denn dann kannst du nicht mehr so einfach baden gehen oder mal Dekollete zeigen.
Wenn OP dann nur lasern, dabei gehen die Ärzte sehr vorsichtig vor.
Es wird erst die erste "Schicht" Haut abgetragen (weggelasert) dann muss es abheilen. Dann kann evtl. nochmal oder zweimal gelasert werden. Das entscheidet dann der Phoniater (HNO Spezialist),ob da noch was ist.
Bei mir ist die Stimme nach der Laser-OP etwas rauer geworden, womit ich aber leben kann. Die Luft ist wie gesagt ein Hauch besser. Aber was sind 2mm Platz in der Luftröhre, wenn ein gesunder Mensch mindestens 1cm Durchschnitt hat?
Wünsch dir viel Erfolg und alles Gute
gela
 
Sabine15  sagt am 14.06.2011
Hallo an alle, die mir geantwortet haben und mir so viele Anregungen gegeben haben. Es wundert mich ehrlich gesagt auch, dass so viele davon betroffen sind.
Also diese OP, Weglasern der Ödeme am lange schon gelähmten Stimmband wird am Freitag gemacht. (Danke Herr Dr. Schedler!) Ich habe mal gefragt, ob ich danach zu einer Logopädin gehen sollte. Die Ärzte da fragten mich, was ich denn da wolle, die hätten eh alle keine Ahnung.
Nun, ich habe Angst, gebe ich zu. Mir ist erst in den letzten Wochen bewusst geworden, wofür ich meine Stimme überall brauche! Ohne Stimme oder noch heiserer, das kann ich mir nicht vorstellen.
@Gela: Du hast Recht, das Luftröhrenstoma ist keine gute Alternative. UND, wie du schon sagst, was sind 2 mm???? Das reicht doch auch nicht. Ach.., Mist alles!
Habe im Netz von Stimmbandimplantaten gelesen. Hat irgendjeamnd Erfahrungen damit?


@verano: Da hast du aber schon in jungen Jahren verdammt viel mit gemacht. Hut ab, dass du nun wieder so wohl auf bist und sogar Vorträge halten kannst. Mich wundert nur, dass deine Stimme so hoch ist. Man sagt doch immer, sie würde dann heiserer. Wie dem auch sei, ich wünsche dir weiterhin alles Gute.

Ich werde Euch nächste Woche berichten, was es gegeben hat.

Liebe Grüße
Sabine
 
Sabine15  sagt am 14.06.2011
noch etwas: ich finde es schrecklich, dass man von den Ärzten nicht umfassend aufgeklärt wird. Man hat ja als Kassenpatient nicht einmal genug Zeit, Fragen zu stellen.
Gut, dass es solche Foren gibt. Hier erfährt man mehr als bei jedem Arzt. LG Sabine
 
gela0  sagt am 15.06.2011
Ich wünsche dir für Freitag alles Gute!!!
Sei tapfer und erhol dich nachher gut, drücke dir die Daumen.
Bis bald Gela
 
Sabine15  sagt am 15.06.2011
Danke Gela, das ist sehr lieb von dir.
Habe gestern noch meine Lungen-CT-CD vom Krankenhaus geholt und den dazugehörigen Befundbericht. (Die CT wurde im Januar 2011 gemacht. Mein Arzt meinte, es sei ales in Ordnung.) Soll das morgen mitbringen.
War sehr aufschlussreich. Ich habe eine rechtsseitige Pleuraverschwartung und dadurch einen Zwerchfellhochstand und zusätzlich eine Trichterbrust. Habe auch ständig das Gefühl gehabt und habe es immer noch, dass die Luft im Brustkorb nicht richtig durchkommt. Jetzt weiß ich warum. Trichterbrust und Zwerchfellhochstand alleine erzeugen schon Atemnot. Bin mal gespannt, was die im KH dazu sagen werden.

Ich gebe Bescheid, wenn ich zurück bin.
Bis dahin, sei lieb gegrüßt von
Sabine
 
Sabine15  sagt am 21.06.2011
Hallo Gela, hallo alle anderen,

ich bin gestern aus dem Krankenhaus. Der Arzt hat bei mir auf beiden Seiten die Ödeme abgetragen, so dass nun viel Platz im Hals ist. Er war wohl der Ansicht, dass das so sein muss. Ich vertraue ihm, er ist der Einzige, dem ich da überhaupt vertraut habe.
Sprechen kann ich natürlich 'noch' nicht, ich hoffe das kommt wieder, und der Hals tut noch weh.
Ich habe diese 'Chance' genutzt, mit dem Rauchen aufzuhören. Tut eh alles viel zu weh und es wäre ja auch Schwachsinn, jetzt wieder zu rauchen und damit alles wieder enger zu machen. Drückt mir mal die Daumen, dass ich durchhalte.
Ich darf erst wieder versuchen zu sprechen, wenn alles verheilt ist. Falls es dann Probleme gibt, so soll ich zu einer Logopädin gehen, stand im Abschlussbrief. (Ja, und dass ich nie mehr rauchen soll, sowieso.)
Es ist schon ein tolles Gefühl, plötzlich besser Luft zu bekommen!!!

Liebe Grüße
Sabine
 
gela0  sagt am 22.06.2011
Hallo Sabine
schön wieder was von dir zu hören.
Ich hoffe dir geht es bald wieder besser.
Jetzt hast du mir Mut gemacht, ich werde wohl nach meinem Urlaub nochmal mit meinem HNO sprechen, was der vom lasern hält und ob der mich zu einem Spezialisten überweist.
Damals war ich in Göttingen, wo warst du jetzt?
Mit dem rauchen habe ich schon vor 16 Jahren aufgehört, also ein ganzes Jahr VOR dieser Schilddrüsen-OP, also kann es daran nicht liegen.
Halte durch! Ich drück dir alle Daumen.
Liebe Grüße
Angela
 
Sabine15  sagt am 22.06.2011
Hallo Angela,

das freut mich, dass ich dir Mut gemacht habe. Ihr habt mir ja in diesem Forum auch Mut gemacht und was hatte ich für eine Angst!
Ich bin im Klinikum Dortmund von Herrn Dr. Bertram operiert worden. Es war mein großes Glück, dass er die OP gemacht hat, ich hatte ihn mir auch vorher gewünscht. Denn er war der zweite Arzt, den ich da bei der Voruntersuchung zu Gesicht bekommen habe, (ltd. Oberarzt) und der mir alles, aber auch alles ausführlich erklärt hat und sich wirklich Zeit genommen hat. Dass er und noch eine Kollegin von ihm 'solche Sachen' operieren, wusste ich bis dato nicht. Nur als ich am 3.6. operiert werden sollte und morgens vor der OP zu seiner Kollegin zwecks sehr, sehr kurzem Vorgespräch musste, da bin ich ja ohne OP nach Hause. Dr. Bertram ist ein hervorragender Arzt, man muss ihn zu nehmen wissen. Wie sage ich immer, hart aber herzlich.
Ich werde täglich ein Stück 'froher' mit meiner Entscheidung. Gestern war ich bei meinem HNO, der mir bestätigte, dass es in meinem Hals bestens aussähe. Er sagte, manche Ärzte hinterlassen nach einen solchen OP ein 'regelrechtes Schlachtfeld' im Hals, aber bei mir sei alles sauber gemacht worden.
Ich rauche immer noch nicht und möchte das auch nicht mehr. Bislang geht das ohne große Probleme. Es sind ja die Gewohnheiten, nicht die körperliche Abhängigkeit von dem Gift. Ich habe ja fast 40 Jahre geraucht. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. (Lieber nicht!!)
Aber im Internet gibt es ja auch für die Rauchentwöhnung eine super Seite: [Link anzeigen]. Zwei Jahre ruhte die Seite leider, ist aber seit Jan. 2011 wieder 'am Netz'. Ich 'kenne' noch viele von damals. Die haben mich damals 'ertragen, obwohl ich nach 12 Tagen wieder anfing.

Liebe Gela, ich würde mich auf jeden Fall wieder da von diesem Arzt operieren lassen, trotz zwei gelähmter Stimmbänder. Heute Morgen bekam ich einen Anruf und 'musste' also kurz sprechen, (was ich ja eigentlich erst frühestens ab nächsten Montag oder Dienstag soll). Siehe da, so schrecklich fand ich meine Stimme gar nicht.
ABER ich bekomme jetzt endlich wieder ausreichend Luft und was das bedeutet, das kann ich gar nicht in Worte fassen! Weiß heute wirklich nicht mehr, wie ich sooo lange so leben konnte.

Ich drücke dir die Daumen. Hab' keine Angst, auch du findest einen Arzt deines Vertrauens. Vielleicht ist ja Dortmund gar nicht so weit von dir entfernt.

Lass von dir hören.

Bis dahin, alles Liebe
Sabine
 
Inibini  sagt am 30.07.2011
Hallo an alle,

ich möchte allen Betroffenen ein wenig Mut machen. Ich leide seit 16 Jahren nach einer Struma-OP an einer beidseitigen Stimmbandlähmung. Mein Arzt sagte, die Stimmbänder stünden etwa 1-2 mm auseinander.
Anfangs war ich total heiser, was aber nach wochenlanger Logopädie wieder so weit in Ordnung ist, dass ich wieder als Lehrerin arbeiten kann. Meine Stimme ist nicht sonderlich toll, aber ausreichend. Meine Schüler wissen alle Bescheid und im Notfall haben sie eben mal 2 Minuten Pause.
Viel schlimmer sind die Atembeschwerden. Nach Angaben des Arztes bekomme ich 1/16 der normalen Luftmenge. Selbst einfache Dinge wie Spazierengehen UND Reden sind schwer. Ich muss mich entscheiden- entweder , oder. Hausarbeit und Einkauf dauern länger, aber daran kann man sich gewöhnen. Manchmal verschlucke ich mich und bekomme dann keine Luft. Das ist vor allem für mein Umfeld schlimm, weil die ja nicht wissen, wie sie mir helfen sollen. Hier hilft nur abwarten, bis ich wieder atmen kann.
Nachts pfeife ich so laut, dass selbst mein Hund lieber auf dem Flur schläft.
Insgesamt ist das alles wirklich sehr belastend. aber: Man kann sich einrichten. Ich achte sehr darauf, was und wie ich esse. Hektik und Quatschen vermeide ich. Reis, Erbsen und andere Kleinteile esse ich mit Vorsicht. Das gilt z.B. auch für klebrige Schokoriegel.
Ich habe fast immer mein "Notwasser " dabei, das mir hilft, wenn ich mal keine Luft bekomme. Ich gehe bei Erkältung eher als andere zum Arzt.
Lasst den Kopf nicht hängen, überlegt Euch, was mit einfachen Mitteln Linderung schaffen könnte. Informiert Eure Bekannten, Verwandten und Arbeitskollegen und fordert dort auch mal Rücksicht.
Ich habe auch nach Jahren noch nicht aufgegeben, auf Abhilfe zu hoffen.
Allen Betroffenen wünsche ich gute Besserung und viel Kraft.

ines
 
Sabine15  sagt am 31.07.2011
Hallo Ines,

wenn ich das so lese, frage ich mich ernsthaft, wie du das aushältst! Hat dir schon einmal ein Arzt ein Trachialstoma vorgeschlagen? Ich glaube, wenn ich sooo schlecht Luft bekäme, dann würde ich ernsthaft darüber nachdenken. Denn da geht ja unheimlich viel Lebensqualität verloren.

Ich wünsche dir alles Gute.

LG Sabine

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