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Soll ich mich operieren lassen?

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Paul_Panter  fragt am 23.04.2010
Bin männl., 53 J. Vor 4 J. Wurzelfüllung im li OK, 6er. Gab nie Ruhe. Keine WSR. Vor 2 Wo Zahnschmerzen am 6er. Wurzelfüllung o.B. erneuert. Parodontologisch keine pathologischen Taschen. Seit 12 T. laufen Eiter und helles Blut aus dem li. Nasenloch. Fauliger Geruch und Geschmack. Clindahexal nach 9 T. ohne Wirkung. Seit 2 T. Ciprofloxacin. Sekretfluss lässt nach. CT vor 2 T. zeigt nahezu vollständige Vereiterung der KH. Hinweis auf Polypen. OP-Termin in 3 T. Soll ich die OP trotz Besserung machen lassen?
 
Ela2171  sagt am 25.04.2010
Ich bin's noch mal.

Verstehe ich richtig, dass du 9 Tage Clindahexal genommen hast und danach erst das CT gemacht wurde?
Ciprofloxacin ist eine Nummer für sich. Habe ich jetzt 4 Wochen wegen einer anderen Sache genommen, bei der es mir sehr gut geholfen hat.
Ist aber, so viel ich weiß, nicht unbedingt das Mittel 1. Wahl für die Nebenhöhlen.
Das Clindahexal habe ich auch immer für die Nebenhöhlen und auch schon mal für die Zähne bekommen. Hat mir immer gut geholfen.

Meinen die Ärzte denn, das die Wurzelbehandlung die Ursache für deine Nebenhöhlenentzündung sein könnte?

Wenn die Ärzte zur OP raten, würde ich es machen lassen. Erfahrungsgemäß sind die bei solchen Sachen nicht so schnell mit operieren.

Ich hatte 4 Monate (vor der Tumor OP links) eine OP der rechten Nebenhöhle. Auf dem Röntgenbild sah man nur, dass die Kiefernhöhle komplett vereitert war.
Der HNO wollte auch eigentlich nur ausspülen, gab mir aber eine Narkose, da ich so eine Angst hatte und stellte dann während der Untersuchung fest, dass der Eiter schon so fest war, dass er ihn gar nicht so einfach hätte ausspülen können. Das ganze reichte dann auch schon hoch bis zu den Siebbein- und Keilbeinhöhlen.

Nach der OP habe ich noch ca. 2 Wochen Antibiotikum geschluckt.
Ich hatte nach dieser OP keinerlei Schmerzen und habe auch bis heute keine Probleme mehr auf dieser Seite.

Ich drück' dir die Daumen und wie bereits in meinem vorherigen Bericht:
Halt mich bitte mal auf dem Laufenden!

LG
Ela


 
Paul_Panter  sagt am 26.04.2010
Hallo Ela,
danke für die ausführliche und in informative Antwort. Ich will auch gerne sofort berichten.
Bin heute Mittag operiert worden. Eingriff erfolgte durch die Nase in Vollnarkose mit Tubus. Es wurde im unteren Bereich ein Fenster in der KH eröffnet, der obere natürliche Zugang wurde erweitert, so dass mir zwei Instrumenten gearbeitet werden konnte. HNO hatte dringend zur OP geraten, obwohl die Beschwerden mit dem 2. Antibiotikum (Ciprofoxacin)nachließen. Er meinte, ich würde die Sache sonst nur vor mir herschieben.
Bei der Visite erfuhr ich, dass die KH reichlich mit Polypen besiedelt war. Eiter war auch noch reichlich vorhanden. OP war demnach der richtige Schritt. Bin dank Tropf absolut schmerzfrei. Leichte Schwellung am operierten Nasenflügel. Morgen früh wird die Tamponade gezogen.
Denke auch, dass die Pflege der Nasenschleimhaut in den nächsten Wochen wichtig sein wird. Habe mit Emser-Nasenspülung schon gute Erfahrungen gemacht.

Das Clindahexal hatte ich vom Zahnarzt bekommen. Es ist wohl 1. Wahl, schlug aber bei mir nicht an. Der HNO hat mir dann das Cipro verschrieben. Ob nun zuerst das Huhn oder das Ei da war, können weder Zahnarzt noch HNO eindeutig bestimmen.
Auf dem Röntgenbild beim Zahnarzt war eine Entzündung an der Wurzelspitze des 6er oben zu sehen. Die Wurzelfüllung wurde entfernt. Kein Hinweis auf eine Entzündung. Möglich ist sowohl eine Entzündung der KH durch eine Wurzelentzündung oder fortgeschrittene Parodontitis als auch eine Entzündung des Zahnes durch eine Sinusitis.
Werde evtl. noch nachberichten.
VG Paul
 
Paul_Panter  sagt am 27.04.2010
Gerade wurde die Tamponade gezogen. Leichtes Nachbluten. Kann frei durch die Nase atmen. Medi: 1 normales Nasenspray, 1 kortisonhaltiges Nasenspray, Nasensalbe. Keine Schmerzen.
 
Paul_Panter  sagt am 22.05.2010
Die letzte Meldung
Ich war in dieser Woche nochmal bei dem HNO, der mich operiert hat. Es ist alles gut verheilt, kein Eiter in der Nase, das Fenster der KH ist offen. Habe selbst keinerlei Beschwerden mehr. Bekomme besser Luft durch das linke Nasenloch, weil bis zu den Siebbeinzellen operiert wurde, um dort Polypen zu entfernen. Kann jedem nur raten, sich nicht allzu lange mit einer KH-Entzündung zu plagen. Die OP hat sehr schnell die Symtome beseitigt. Nebenbei bemerkt wurde inzwischen an meinem wurzelgefüllten Zahn im OK links ein vierter Wurzelkanal entdeckt und behandelt. Die Beschwerden von dieser Seite sind nun ebenfalls kein Thema mehr. Das bedeutet auch, dass bei mir zeitgleich und unabhängig von einander sowohl die KH als auch der Zahn Probleme machten.
Ich hoffe, ich kann mit diesem Erfahrungsbericht einigen Leidenden bei ihrer Entscheidungsfindung weiter helfen.
Viele Grüße
 
kieferhoelle  sagt am 25.07.2010
MIR wurde ein total,wackliger.schon lange riechender Zahn entfernt.Es sollte der Beginn zum neuen Gebiß werden.Ich gehe auch wie gewünscht zum ZA.So,der Zahn hatte 3 Wurzeln,war riesig und hatte eine Ziste.Das Ziehen war erträglich.Am nächsten Tag alles im Bereich,doch es tropfte meine Nase.Mo. gleich hin,warum meine ZA mich nicht zur Kontrolle schickte oder Antibiotika verschrieb,weiß der Teufel.Obwohl ich fragte, auch keine Krankschreibung bei +35Grad.So tropfte eine übel riechede Flüssigkeit auf meinen Schreibtisch.Am Donnerstag war es mir genug und ich sollte sofort nach xx zum Kiefernchirurgen.Ich wohne xx.Warum nicht nach xx-,Antwort Wochen langes warten ,weil keine Termine.Also Internet und schon am Freitag saß ich einem jungen KC gegenüber.Kiefernhöhlenvereiterung war wohl ersichtlich.Und dann es wäre zum Lachen,wenn es nicht so schlimm wäre.Lampe an---Ich würde mal den Mund aufmachen--ich tats--kriegen sie den Mund nicht auf mit einem Griff in die vorderen Schneidezähne--Kopf in den Nacken---können sies nicht oder--ich machte einfach die Augen zu.Eine Flüssigkeit trieb den hochinfektionösen Eiter in meine Mundhöhle.Es war schlimm ,ich gurgelte so vor mich hin und glaubte an der dicken Brühe zu ersticken,Da meinte er zu seiner Assistenz,ob sie sich nicht Handschuh anziehen wolle.Sie tat es und ich schluckte den Eiter. Ja und dann gelang mir der Sprung vom Stuhl.Ich spuckte den vollen Mund Eiter in ein Waschbecken und erklärte ich sei kein Tier und hätte auch nicht die Absicht dem Arzt und der Assistenz das Zeug ins Gesicht zu spucken . Antwort.Hab ich gesagt sie sind ein Tier,--hat er nicht.aber..ich legte mich wieder hin und er forderte eine zweite Assistenz,eine der Frauen sagte,hören sie auf mich und atmen sie durch die Nase.Sie streichelte meine Hand und es ging vorbei.
Es gab ein vernünftiges Gespräch in dem mir der KCH anbot mich an einen Kollegen zu verweisen,weil er nicht unbedingt die Weiterbehandlung toll findet und wenn ich es wünsche.Ich halte durch,weil ich Hilfe von einem Fachmann brauche.
Eine hohe Bildung sagt eben wenig über einen Menschen aus.Aber Bildung heißt Verantwortung und Respekt.

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